Ripple-CMS Cory Johnson: US-Regierung „offen gegenüber Kryptowährungen“

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Ripples Chief Market Strategist Cory Johnson zeigt sich optimistisch, dass das Anliegen von Kryptowährungen bei der amerikanischen Regierung Anklang findet. Dazu erklärt er zum wiederholten Mal den Unterschied zwischen Ripple und XRP. Auch darüber hinaus hat der ehemalige Journalist einige interessante Aspekte zu seinem Arbeitgeber sowie zu seinem persönlichen Werdegang zu berichten.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Seit Anfang 2018 ist Cory Johnson Chief Market Strategist des Krypto-Unternehmens Ripple, am besten bekannt für die Ausgabe des Token XRP. Seitdem fiel er vor allem dadurch auf, die Verquickung des Unternehmens Ripple mit der Kryptowährung XRP kleinzureden und die Unabhängigkeit des XRP zu betonen. In einem Interview gibt er nun Einblicke in seine Arbeit als einer der führenden Köpfe bei Ripple.

Weg vom Journalismus, hinein ins große Geschäft

Vor seinem Engagement bei Ripple war Johnson über acht Jahre lang bei der Nachrichtenagentur Bloomberg tätig. In den Jahren davor hatte er unter anderem für den US-amerikanischen TV-Sender CNBC gearbeitet. Als seine Hauptmotivation, den Journalismus für Ripple aufzugeben, nennt er das Potential, welches seine derzeitige Position bietet. So sei Ripple ein hervorragendes Start-up, das jedoch missverstanden und von vielen Seiten zu Unrecht kritisiert werde. Hier wollte Johnson ansetzen.


So hat Ripple erst seit der Ankunft Johnsons konsequent das Narrativ verfolgt, dass Ripple und XRP nicht deutungsgleich seien. Die alte Leier, die neben Johnson auch Brad Garlinghouse nicht müde wird zu betonen, ist so mittlerweile im Bewusstsein der meisten Menschen im Krypto-Sektor angekommen. Der Token XRP wird in den Beispielen der beiden gerne mit Öl verglichen, Ripple dagegen wahlweise mit Exxon Mobil oder mit Saudi-Arabien.

Weißes Haus denkt in der Tat über Kryptowährungen nach

Wirklich interessant hingegen ist die Anmerkung, die Cory Johnson in Bezug auf die Adaption von Kryptowährungen vonseiten der US-amerikanischen Regierung macht. Angesprochen auf die Rede des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton auf der Swell Conference von Ripple kam das Gespräch auf die Kenntnisse von Politikern. So gibt Johnson an, dass Clinton zwar kein Krypto-Experte sei, jedoch ein grundlegendes Verständnis dafür habe, dass man den Krypto-Sektor nicht überregulieren dürfe.

Dieses Verständnis erhofft er sich auch vonseiten der aktuellen Regierung. So sei er mit einer geringen Erwartungshaltung in Gespräche mit der US-Regierung gegangen. Diese habe ihn jedoch positiv überrascht, indem sie sich gegenüber Kryptowährungen sehr offen gezeigt habe. So denke die Regierung unter anderem darüber nach, was es bedeutet, dass ein Großteil des Bitcoin- und Ether-Minings in China stattfindet. Ein Vorteil für XRP also, in dessen Konzept kein Mining vorgesehen ist?

So zumindest möchte Cory Johnson es nach außen hin verkaufen und XRP als unabhängig und ökologisch darstellen. Wie Johnson angibt, scheint die US-Regierung auch bereits auf diesen Trichter gekommen zu sein. Hier spricht Johnson voll und ganz als Chief Market Strategist von Ripple bei der Vermarktung seines (Nicht-)Produktes XRP. Festzuhalten ist in jedem Falle, dass sich Ripple sowohl mit den Entscheidern in der Politik als auch mit den Regulierungsbehörden austauschen.

BTC-ECHO


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