Seit Donald Trump zum zweiten Mal ins Weiße Haus einzog und der Krypto-Industrie in den USA zum Durchbruch verhalf, befindet sich Ripple Labs auf einem aggressiven Expansionskurs. Auf den Launch des hauseigenen Stablecoins Ripple USD (RLUSD) folgten zahlreiche Übernahmen, darunter die des Krypto-Verwahrers Palisade, des Brokers Hidden Road (jetzt Ripple Prime) und des Treasury-Dienstleisters GTreasury. In der XRP-Community führen die Milliardeninvestitionen allerdings auch zu Kritik. Viele befürchten, dass Ripple seinen Fokus verschieben könnte, weg von XRP, hin zu den neuen Projekten.
Auf einer Konferenz in Las Vegas begegnet Brad Garlinghouse nun diesen Vorwürfen. “Ich fand es immer irgendwie komisch und seltsam, dass Leute Ripples Engagement für XRP in Frage stellten“, erklärt Garlinghouse. Auch heute noch sei die Firma schließlich der größte XRP-Inhaber weltweit. Die naheliegende Konsequenz, die er daraus zieht: “Wir werden auch weiterhin das größte Interesse daran haben, dass XRP gewinnt.” Für den Ripple-CEO ist es schlichtweg “unlogisch”, wenn Kritiker das natürliche Interesse der Firma an der Kryptowährung infrage stellen. Schätzungen zufolge hält Ripple Labs 42 Milliarden Coins im Wert von derzeit 57,4 Milliarden US-Dollar.
Was Ripple mit XRP erreichen will
Brad Garlinghouse nennt zudem drei handfeste Ziele für XRP: Die Kryptowährung soll zum nützlichsten, liquidesten und vertrauenswürdigsten digitalen Werkzeug avancieren. Jede unternehmerische Entscheidung bei Ripple diene letztlich diesem Zweck, auch wenn strategische Schritte für Außenstehende nicht immer eine direkte Verbindung erkennen lassen. Bedenken bezüglich einer Verdrängung durch den internen Stablecoin RLUSD weist der Ripple-CEO als unbegründet zurückweist. Allerdings sollten sich XRP-Anleger auch nichts vormachen: Einen geheimen Plan mit der Trump-Regierung, der den XRP-Kurs über 100 oder gar 1.000 US-Dollar befördern könnte, gibt es entgegen Social-Media Gerüchten nicht – das erklärte jedenfalls Ex-Technikchef David Schwartz.

