Bitcoin Der große Jahresrückblick 2019

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 6 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Shutterstock

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Bitcoin wird erwachsen. Zehn Jahre nach Startschuss des Genesis-Blocks ist BTC stärker denn je – und hält sogar Einzug in die US-Politik. Über Donald Trump, institutionelle Investoren und den Start der Bakkt Bitcoin Futures. Der große BTC-ECHO Bitcoin-Jahresrückblick 2019.

Die Bitcoin Lightning Torch und das PlanB-Modell (Q1)

Der Verlauf des Bitcoin-Kurses war vielen für lange Zeit ein Mysterium. Mal ging es hoch – dann wieder schlagartig bergab. Kurzum: Bitcoin gilt als eines der volatilsten Assets überhaupt. In dieser Hinsicht ist sich die Kryptowährung Nummer eins 2019 sodann auch durchaus treu geblieben. Schließlich verfolgte BTC in diesem Jahr einen Spannungsbogen, der sogar erfahrene Analysten überraschte.

Vom diesjährigen Boden bei etwa 3.390 US-Dollar je BTC bahnte sich das digitale Gold seinen Weg sukzessive in Richtung Jahreshoch. Einen vorläufigen Höhepunkt bescherte Bitcoin seinen Investoren bei einem Fiat-Gegenwert von beachtlichen 13.000 US-Dollar am 27. Juni dieses Jahres. Bis zum Jahresende sollte der Bitcoin-Kurs jedoch um über 50 Prozent einbrechen.

Im März dieses Jahres bescherte ein anonymer Bitcoin Researcher der Community indes ein Tool, mithilfe dessen das Hodln von Bitcoin in Zukunft deutlich leichter von der Hand gehen dürfte. Die Rede ist vom Stock-to-Flow-Modell von PlanB. In seinem Paper, das der Datenwissenschaftler am 22. März auf Medium veröffentlichte, stellt PlanB einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen Bitcoins Knappheit (Stock-to-Flow) sowie dessen Kurs her. Dass ein mathematischer Zusammenhang zwischen den beiden Werten besteht, ist über alle Zweifel erhaben.

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Unterdessen nimmt ein soziales Experiment Fahrt auf, das ursprünglich wohl lediglich als Gag geplant war. Am 19. Januar dieses Jahres startete der norwegische Bitcoin Influencer Hodlonaut die Lightning Torch. Die Spielregeln waren denkbar günstig: Fackelträger addieren jeweils 10.000 Satoshi zu Hodlonauts ursprünglichen Fackel-Wert von 100.000 Satoshi und geben der Torch per Lightning Invoice eine neue Destination.

Man kann es nicht anders sagen: Die Lightning Torch war das erfolgreichste soziale Bitcoin-Experiment in diesem Jahr. Nach 292 Weitergaben war dann Schluss und beachtliche 4.290.000 Sats fanden ihren Weg in die Hände von @btcven, einer venezolanischen Hilfsorganisation, die sich auf die Verbreitung von BTC im krisengebeutelten Venezuela spezialisiert hat.

Institutionelle Investoren pirschen sich in den Bitcoin-Markt (Q2)

Nachdem in diesem Jahr nicht nur die Kurse, sondern vor allem auch die Bitcoin Hash Rate um Längen gestiegen sind, kann man sagen, dass mit dem meteorologischen auch der Krypto-Frühling einherging. In Antizipation des nahenden Bitcoin Halvings (die Bitcoin-Inflationsrate halbiert sich alle vier Jahre) haben die Miner kräftig investiert. So überstieg die BTC Hash Rate bereits im Juni mit 66 Millionen TH/s die akkumulierte Rechenleistung im Netzwerk während des Kurs-Allzeithochs im Dezember 2017 um gut 20 Prozent.

Das bullishe Sentiment, das sich in derlei Metriken widerspiegelt, ließ sich sodann auch anhand von positiven Meldungen aus dem traditionellen Finanzsektor beobachten. Allen voran nahm hierbei der zweitgrößte Vermögensverwalter der Welt, Fidelity, eine Führungsrolle ein. Schließlich hatte der Bostoner Konzern bereits im Dezember 2018 die Gründung von Fidelity Digital Assets verkündet. Dabei handelt es sich um einen Trading Desk, auf dem institutionelle Anleger erstmals die Möglichkeit haben, Bitcoin in großem Stil zu handeln. Seit Mai dieses Jahres öffnet das Billionen-Unternehmen seine Pforten vorsichtig für professionelle Anleger wie Hedgefonds & Co.

Unterdessen nehmen die Gerüchte über eine mögliche Konzern-Kryptowährung aus dem Hause Facebook Form an. Zwar waren im Vorfeld immer wieder Appetithäppchen an die wissbegierige Community durchgesickert. So recht wusste aber niemand genau, was der Social-Media-Gigant plante. Das hat sich mit der Veröffentlichung des Libra White Paper am 18. Juni jedoch geändert.

Die wohl größte Überraschung: Libra wird nicht ausschließlich von Facebook gemanagt, sondern sondern soll der sogenannten Libra Association unterstehen. Dem White Paper zufolge handelt es sich dabei um ein Konglomerat aus bis zu 100 Großunternehmen wie MasterCard, PayPal, Spotify, Uber, Vodafone und vielen mehr. Libra soll 2020 an Start gehen.

Aufgrund der regulatorischen Hürden, die das Stable-Coin-Projekt bis dahin noch zu nehmen hat, darf man ob des optimistischen Zeitplans skeptisch sein.

US-Politik hebt Bitcoin auf die Agenda (Q3)

Und plötzlich ist Bitcoin da. Während es die Kryptowährung Nr. 1 in der Vergangenheit nur selten auf die politische Agenda geschafft hat, überschlagen sich die Ereignisse im Juli dieses Jahres. Zunächst tweetet US-Präsident Donald Trump erstmals über Orange Coin – und lässt kaum ein gutes Haar an der Kryptowährung Nr. 1.

Er sei „kein Fan von Kryptowährungen wie Bitcoin […], denn sie bestehen nur aus dünner Luft“. Ferner existiere schließlich bereits eine US-Währung und die heiße US-Dollar, so der 45. Präsident der Vereinigten Staaten.

Unterdessen bereitet sich die US-Legislative auf eine Parlamentsdebatte vor, die in vielerlei Hinsicht unter Bitcoinern als denkwürdig gilt. Am 17. Juli tagte der US-Kongress zu den Themen Libra, Bitcoin & Co. Während die US-Parlamentarier Libra und vor allem Facebooks Führungsrolle in dem Projekt mit Argwohn betrachteten, war die Einstellung gegenüber Bitcoin erstaunlich differenziert. Der 17. Juli 2019 markierte auch den Zeitpunkt, an dem das Wort „Shitcoin“ erstmals den Weg in die parlamentarische Geschichtsschreibung gefunden hat. Schließlich bat der Republikaner Warren Davidson die MIT-Dozentin Meltem Demirors, sie möge doch einmal den Unterschied zwischen Bitcoin und Shitcoin erläutern.

Ich denke, die Idee hier ist, dass Bitcoin eine lange Vorgeschichte hat. Das Netzwerk ist seit 10 Jahren in Betrieb und wurde getestet. Die Menschen haben versucht, die Kontrolle über den Bitcoin-Quellcode zu übernehmen und ihn in bestimmte Richtungen zu lenken […] und dieses Protokoll […] hat den Test bestanden,

so Demirors.

Allen Unkenrufen ungeachtet schreitet die Bitcoin-Adaption auch 2019 voran. Eine große (institutionelle) Hürde nahm das digitale Gold mit dem Launch der Bakkt Bitcoin Futures am 23. September. Seitdem können Trader an Bitcoin-Terminkontrakte an der größten Börse der Welt, der New York Stock Exchange, handeln.

Bitcoins Tanz über dem Abgrund (Q4)

In einem Bitcoin-Jahresrückblick darf natürlich auch das Lightning-Netzwerk nicht unerwähnt bleiben. Das Second-Layer-Zahlungsnetzwerk gilt unter Bitcoinern als aussichtsreiche Implementierung für die Skalierbarkeit der Kryptowährung Nr. 1.

Seit dem letzten Quartal des Jahres, genauer gesagt seit dem 3. Dezember 2019, können Nutzer der gebeutelten Bitcoin-Börse Bitfinex (wir erinnern uns an windige Deals mit der Tochtergesellschaft Tether) ihre Trading-Konten via Lightning mit Sats befüllen. Die Implementierung ist jedoch nicht ohne Risiko: Lightning wächst zwar, gilt aber nach wie vor als fehleranfällig.

Und dann war da noch die Sache mit dem Hash Ribbon. Es vergeht kaum ein Jahr, ohne Bitcoin Mining FUD, davon nimmt sich 2019 nicht aus. Denn während die Kurse purzeln und so mancher Trader bereits die Hände zum Gebet faltet, bereitet Marktbeobachtern allen voran das sogenannte Hash Ribbon Kopfzerbrechen.

Die Statistik spricht indes eine andere Sprache: Bis auf eine kurzweilige Stagnation ist die Bitcoin Hash Rate auch trotz Mini-Rezession auf Wachstumskurs.

Ein Blick in die Zukunft: Halving voraus

Um den 14. Mai 2020 halbiert sich die BTC-Inflationsrate zum dritten Mal. Halving Nummer drei bedeutet, dass anstatt wie bisher 12,5 BTC nur 6,25 BTC je Block (etwa alle zehn Minuten) ins Netzwerk emittiert werden.

Analysten wie PlanB knüpfen aus der zusätzlichen Verknappung des „seltensten Gutes der Menschheit“ entsprechend bullishe Kurssignale. 2020 dürfte Bitcoin im Zeichen des Halvings stehen und mit dem Ausklang der Dekade wird auch die Mutter der Kryptowährungen elf Jahre alt. Guten Rutsch.

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