Bitcoin, Bitcoin-Kurs: Steht das Todeskreuz bevor? Hash Ribbon unter der Lupe

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Bitcoin-Kurs: Steht das Todeskreuz bevor? Hash Ribbon unter der Lupe

Die Bitcoin-Miner sollen kurz vor einer Kapitulation stehen. Das sagt jedenfalls eine Metrik namens Hash-Ribbon aus. Stehen wir tatsächlich kurz vor einem dramatischen Kurssturz?

Eine Metrik macht aktuell die Runde: Laut dem so genannten Hash-Ribbon steht es schlecht um den Bitcoin-Kurs. Das aktuelle Verhalten der Miner soll an die Zeit vor dem großen Kurssturz von 2018 erinnern. In Zeiten, in denen der Bitcoin-Kurs an der 9.000 US-Dollar-Grenze regelmäßig scheitert, ist das Wasser auf die Mühlen der Bären. So schreibt beispielsweise Cole Warner auf Twitter:

Warnung vor Mining-Kapitulation! Hash Ribbons haben ein Crossover bestätigt. Das letzte Mal geschah das vor einem Jahr, kurz bevor Bitcoin unter 6.000 US-Dollar fiel… Kurz gefasst ist das ein sehr bearishes Signal.

Doch ist die Lage wirklich so verzweifelt? Um das beurteilen zu können, müssen wir zunächst klären, was die Hash Ribbon überhaupt ist. Charles Edwards stellte diese Metrik in einem Artikel auf Coinmonks Ende Oktober vor. Es handelt sich dabei letztlich um die Betrachtung von zwei gleitenden Mittelwerten der Hash Rate. Er betrachtete, wie sich bezüglich der Hash Rate die gleitenden Mittelwerte des letzten Monats und der letzten zwei Monate zueinander verhalten. Seiner Meinung nach ist ein Todeskreuz zwischen diesen gleitenden Mittelwerten ein sehr bearishes, ein goldenes Kreuz ein bullishes Signal.

Die Begründung ist nachvollziehbar: Fällt bezüglich der Hash Rate der gleitende Mittelwert des letzten Monats unter den der letzten zwei Monate, spricht das dafür, dass das Aufstocken der Mining-Firmen deutlich abgebremst wurde. Im Kontrast dazu würde ein Ansteigen des gleitenden Mittelwerts des letzten Monats über den gleitenden Mittelwert der letzten zwei Monate dafür sprechen, dass die Mining-Firmen aufrüsten.


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Schließlich weist er noch darauf hin, dass Entwicklungen vom Bitcoin-Kurs tatsächlich nach derartigen Crossings interessante Kursbewegungen zeigte:

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Wir sehen, dass vor dem großen Sturz von Ende 2018 die Hash Rate dramatisch in die Knie ging: Die rote Linie fiel unter die blaue. Dabei ist die rote der gleitende Mittelwert über den letzten Monat, die blaue Linie über die letzten zwei Monate.

Reißt es Bitcoin nun in die Tiefe?

Was nun Sorgen macht: Die beiden Mittelwerte scheinen kurz vor einem Todeskreuz zu stehen. Wird der Bitcoin-Kurs diesem negativen Trend folgen?

Wie immer gilt: erstmal Ruhe bewahren. Jede Metrik gilt nur so lange, bis sie widerlegt wurde. Ohnehin lohnt es sich, die These genauer zu hinterfragen: Kurz vor einem bearish Crossing stand die Hash Ribbon in den letzten zwei Jahren häufiger.

Manche Dinge sieht man unter der Lupe besser. Im Fall der Analyse derartiger Kreuze zwischen verschiedenen Signalen kann es helfen, das Verhältnis der beiden Signale zu betrachten. Schauen wir uns deshalb das Verhältnis der beiden Mittelwerte an. Der Kosmetik halber ziehen wir noch 1 ab. So stehen negative Werte für bearishe Zeiten, positive Werte für bullishe Zeiten. Ein Fallen dieses Verhältnisses unter Null würde dem oben angesprochenen Todeskreuz entsprechen.

Wie ist aus Sicht dieses Verhältnisses die Lage? Nicht wirklich dramatisch. Das Hash-Ribbon-Verhältnis ist noch positiv:

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Außerdem sehen wir, dass Anfang 2019 dieses Verhältnis schon zweimal unter Null fiel. Den Bitcoin-Kurs riss das jedoch nicht in den Keller.

Die Hash-Ribbon: Ein neuer Indikator, aber kein Grund zur Panik

Sicherlich ist es sinnvoll, die Hash Rate im Auge zu behalten. Damit etwaige Tagesschwankungen Anleger nicht beunruhigen ist es ebenso sinnvoll, eher träge Größen wie die Hash Ribbon oder das Verhältnis der angesprochenen Mittelwerte zu betrachten. Analysten und solche, die es werden wollen, haben damit ein neues Tool in ihrer Sammlung. Bezüglich des Bitcoin-Kurses sollte man sich aktuell jedoch auf Basis der Hash Ribbon nicht beunruhigen.

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