Bitcoin, „Bitcoin ist eine nicht aufzuhaltende Macht“ – Kongressdebatte stimmt bullish

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„Bitcoin ist eine nicht aufzuhaltende Macht“ – Kongressdebatte stimmt bullish

Der Finanzausschuss des US-Kongresses tagte am gestrigen Mittwoch, dem 17. Juli, beinahe sechs Stunden. Auf der Tagesordnung standen Bitcoin, Libra & Co. Eines steht fest: Bitcoin ist auf der politischen Agenda angekommen.

Man reibt sich dieser Tage beinahe ungläubig die Augen: FED Chairman Powell nennt Bitcoin einen „Wertspeicher genau wie Gold“, US-Präsident Trump spricht in ein und demselben Atemzug von Bitcoin und Geld und jetzt beweist auch noch der US-Kongress seine Offenheit gegenüber der Kryptowährung Nr. 1.

Anstatt befürchteter Kampfansagen gegen Bitcoin erkennen einige Abgeordnete das innovative Potenzial des digitalen Goldes an. Doch einer verblüfft am meisten: Die Rede ist von Congressman Patrick McHenry. Denn zunächst hielt der Abgeordnete aus North Carolina während der Anhörung im Kongress ein erstaunlich positives Plädoyer auf innovative Kryptowährungen:

Nur weil wir das volle Potenzial neuer Technologien nicht vollständig verstehen, sollten wir nicht gleich nach Verboten schreien […]. Die Welt, die Satoshi Nakamoto im Bitcoin White Paper skizziert hat, […] ist eine nicht aufzuhaltende Macht. Regierungen können diese Innovation nicht aufhalten.

Patrick McHenry

Hierbei handelt es sich um eine einigermaßen erstaunliche Ansage: Ein US-Parlamentarier, der in agnostischer Manier der Utopie, die Satoshi im White Paper umrissen hat, nicht ablehnend gegenübersteht – wer hätte das vor ein paar Monaten für möglich gehalten? Ferner scheint die Erkenntnis die Runde zu machen, dass Bitcoins dezentrale Struktur ein Verbot schwierig bis unmöglich macht.

Diese Ansicht bekräftigte McHenry abermals, als er im Nachgang gegenüber CNBC Folgendes sagte:

Ich glaube, es gibt keine Möglichkeit, Bitcoin zu töten. Selbst die Chinesen mit ihrer Firewall und ihren extremen Eingriffen in ihre Gesellschaft können Bitcoin nicht töten. Also, dezentraler Ledger, die offen zugänglich sind, sorgen dafür, dass wir Bitcoin nicht töten können […]. Neue Versionen [etwa Facebooks Libra] hingegen sind nicht vollständig dezentral, da gäbe es verschiedene Mechanismen, um sie abzuschalten.


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Dass nun auch das Wissen über den Unterschied zwischen dezentralen Währungen und zentralisierten Projekten wie Libra Einzug in die Politik hält, könnte sich kaum plastischer offenbaren als an den Kommentaren von McHenry.

Rep. Patrick McHenry: 'There's no capacity to kill Bitcoin'

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Bitcoin vs. Shitcoin

Ein weiterer Kommentar dürfte zur allgemeinen Erheiterung der Bitcoin-Gemeinde beigetragen haben. Denn zur Debatte geladen war auch Meltem Demirors, ihres Zeichens MIT- und Oxford-Dozentin und ausgewiesene Krypto-Expertin. Die Gunst der Stunde nutzte etwa Warren Davidson (Republikaner), um sich den Unterschied zwischen Bitcoin und Shitcoins erklären zu lassen.

Demirors Antwort:

Ich denke, die Idee hier ist, dass Bitcoin eine lange Vorgeschichte hat. Das Netzwerk ist seit 10 Jahren in Betrieb und wurde getestet. Die Menschen haben versucht, die Kontrolle über den Bitcoin-Quellcode zu übernehmen und ihn in bestimmte Richtungen zu lenken […] und dieses Protokoll […] hat den Test bestanden.

Es ist robust und es hat den Vorteil, dass es seine ersten fünf Jahre in seiner Entstehungsphase damit verbracht hat, in diesem Umfeld der Innovation zu agieren und nicht viel Aufmerksamkeit auf die Regulierung zu lenken.

Alle diese Merkmale sind anders als viele der Coins, die die Community umgangssprachlich Shitcoins nennt.

Den gesamten Auszug findet ihr hier.

Eines zeigt die Debatte ganz deutlich: Bitcoin steht auf der Agenda. Nach „nur“ zehn Jahren Existenz ist die Möglichkeit, dass eine digitale, dezentrale Währung gekommen ist, um zu bleiben, keine Utopie mehr. Dass Bitcoin, Libra & Co. auf der Tagesordnung stehen, zeigt das ganz deutlich. Das ist eine Sensation.

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