Cybersicherheit 

Bitcoin-Wallet entsperrt: Wie KI-Chatbot Claude den Zugang zurückbrachte

Ein Nutzer hatte den Zugang zu seiner Bitcoin-Wallet über Jahre verloren. Mithilfe von Claude gelang es ihm nun, alte Hinweise auszuwerten und das Passwort zu rekonstruieren.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt das Claude-Logo auf einem Smartphone

Beitragsbild: Shutterstock

| Werden mit KI künftig noch mehr Passwörter rekonstruiert?

Fünf verloren geglaubte Bitcoin und ein KI-Chatbot als Helfer. Ein Nutzer hat mithilfe von Claude wieder Zugriff auf fünf Bitcoin erhalten, die über Jahre als verloren galten. Der Fall sorgt derzeit in der Krypto-Community für Aufmerksamkeit, weil er zeigt, wie Künstliche Intelligenz inzwischen auch bei der Wiederherstellung alter Wallets eingesetzt wird.

Entscheidend dabei ist allerdings ein wichtiger Punkt. Claude hat weder die Verschlüsselung von Bitcoin geknackt noch Sicherheitsmechanismen umgangen. Stattdessen half der Chatbot dabei, alte Hinweise, Notizen und mögliche Passwortkombinationen systematisch auszuwerten. Der Nutzer konnte sich laut eigenen Angaben nur noch bruchstückhaft an sein ursprüngliches Passwort erinnern. Mithilfe der KI gelang es schließlich, die entscheidenden Hinweise sinnvoll zusammenzuführen.

Bitcoin-Wallet nach Jahren wieder zugänglich

Der Nutzer mit dem Namen cprkrn erklärte, in den vergangenen acht Wochen unzählige Passwortkombinationen getestet zu haben. Gemeinsam mit Claude analysierte er persönliche Erinnerungen und alte Informationen, um mögliche Varianten seines Passworts zu rekonstruieren. Am Ende gelang der Zugriff auf die Wallet mit insgesamt fünf Bitcoin.

Direkte Beweise für die Geschichte gibt es bislang nicht. Der Nutzer veröffentlichte allerdings einen Link zu einem Bitcoin-Explorer. Dort ist zu sehen, dass rund fünf Bitcoin von einer Wallet-Adresse in fünf Transaktionen bewegt wurden. Vor diesen Transfers lagen die Bestände laut Blockchain-Daten seit 2015 ungenutzt auf der Adresse.

Im Krypto-Markt spielt das Thema verlorene Wallets seit Jahren eine große Rolle. Schätzungen zufolge gelten Millionen Bitcoin dauerhaft als unzugänglich, weil Besitzer ihre Seed-Phrasen oder Passwörter verloren haben. Der Fall zeigt deshalb, wie KI-Systeme inzwischen auch bei komplexen analytischen Aufgaben unterstützen können.

Die eigentliche Kryptografie von BTC blieb dabei unangetastet. Ohne vorhandene Hinweise oder persönliche Erinnerungen hätte auch Claude keinen Zugriff auf die Wallet ermöglichen können. Die KI fungierte vielmehr als intelligenter Assistent, der verstreute Informationen analysierte und daraus realistische Passwortkombinationen ableitete.

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