Charles Hoskinson hat vor den möglichen Auswirkungen von Quantencomputern auf Bitcoin gewarnt. Der Cardano-Gründer geht in einer aktuellen Videobotschaft davon aus, dass die leistungsfähigen Rechner in den 2030er Jahren in der Lage sein könnten, enormen Schaden anzurichten.
Die Kryptowährung sei eine der “größten Errungenschaften der Menschheitsgeschichte”, sagt er. Doch sie sei in einer Zeit entstanden, in der Quantencomputer nicht existierten. Folglich sieht Hoskinson eine reelle Gefahr durch die aufkeimende Technologie. “Über 8 Millionen Bitcoin könnten gestohlen werden” sagt er. Der Kryptowährung blieben letztlich nur zwei Auswege: die Update-Pläne BIP-360 oder BIP-361.
So will sich Bitcoin vor Quantencomputern schützen
Ersteres beschreibt dabei einen Vorschlag einzelner Bitcoin-Entwickler, bei dem Adressen mit einer Art “quantensicherem” Schloss versehen werden sollen, um den unerlaubten Zugriff durch die Supercomputer zu beschränken. Hoskinson macht jedoch deutlich: Verloren gegangene Bitcoin könnten nicht migriert werden und seien folglich nach wie vor vulnerabel. “1,7 Millionen Coins wären betroffen, etwa 10 Prozent der gesamten Umlaufmenge”, so der Cardano-Gründer.
BIP-361 ist deutlich umstrittener. Denn es würde Nutzer im Grunde zwingen, auf quantensichere Adressen umzusteigen. Alte Wallets könnten nach einer Übergangsfrist eingefroren werden, falls die Kryptowährungen nicht rechtzeitig migriert werden. Unterstützer sehen darin einen notwendigen Schutzmechanismus, Kritiker warnen hingegen vor einem Eingriff in das Prinzip von Self Custody und Eigentumsrechten bei Bitcoin.
Welche der beiden Optionen er persönlich bevorzuge, sagte Hoskinson nicht. Eines sei für den Cardano-Gründer aber klar: Man müsse handeln.
