Unicorn-Alarm: Japanische Bitcoin-Börse erhält Milliardenbewertung

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Quelle: Shutterstock

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Die japanische Bitcoin-Börse Liquid.com konnte den ersten Durchgang der Series C Investitionsrunde erfolgreich abschließen. Durch die Beteiligung von IDG Capital und Bitmain Technologies wird der Unternehmenswert der Exchange nun auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Ein Unicorn wurde geboren.

Sie ist nach eigenen Angaben Japans zweites „Unicorn“ im Tech-Bereich: die Bitcoin-Börse Liquid.com. Um den metaphorischen Status eines „Einhorns“ verliehen zu bekommen, muss ein Unternehmen zwei Bedingungen erfüllen: Erstens muss es sich um ein Start-up handeln; zweitens muss es auf eine Bewertung von einer Milliarde US-Dollar kommen. Liquid.com erfüllt diese Bedingungen, zumindest wenn man nach der Pressemitteilung geht, die das Start-up am 3. April veröffentlichte. Darin verkündet die Krypto-zu-Fiat-Plattform den erfolgreichen Abschluss einer ersten Finanzierungsrunde im Rahmen eines Series C Funding. Der Unternehmenswert von Liquid.com wird nun auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt.

Hauptinvestorin ist hierbei die Investment-Firma IDG Capital. IDG hatte bereits zuvor in Krypto-Projekte, unter anderem Ripple und Coinbase investiert . Auch der Bitcoin-Mining-Marktführer Bitmain ist Teil des Krypto-Portfolios von IDG Capital. Bitmain Technologies gehört indes selbst zu den Hauptinvestoren in Liquid.com.

In der Pressemitteilung findet Bitmain-Mitgründer Jihan Wu lobende Worte für den Krypto-Standort Japan:

Japan ist eine der führenden Nationen, wenn es darum geht, die Krypto-Industrie unter ordnungsgemäße Vorschriften zu stellen, und die Liquid Group hat sich als vorbildlicher Akteur innerhalb solcher konformen Regeln erwiesen. […]

Japan: Bitcoin-Börsen regulieren sich selbst

Tatsächlich hat die japanische Finanzaufsicht im Herbst 2018 für mehr Klarheit in Fragen der Regulierung – gerade von Bitcoin-Börsen – gesorgt. Wer eine Krypto-Börse anmelden möchte, muss sich zunächst einen 400 Fragen umfassenden Katalog stellen. Nach Erhalt der Lizenz überwacht Japan Virtual Currency Exchange Association (JVCEA)– ein Zusammenschluss aller japanischer Bitcoin-Börsen – die Einhaltung der Vorgaben der Finanzaufsichtsbehörden. Sprich: Die japanischen Bitcoin-Börsen regulieren sich weitestgehend selbst. Zudem haben japanische FinTech-Start-ups  – anders als hierzulande – die Möglichkeit, sich zunächst im regulatorischen Sandkasten auszuprobieren.

Ambitionierte Roadmap

Liquid.com bietet Fiat-zu-Krypto-Trading an. Die frischen Investorengelder sollen dazu dienen, die Plattform um zahlreiche Features zu erweitern. Auf dem Plan stehen außerdem die Entwicklung eines eigenen verteilten Ledgers (Liquid Distributed Ledger, LDL) sowie ein Rebranding des hauseigenen QASH als „Liquid Token“. Die Entwicklung von LDL, auf dem FinTech-Unternehmen und Finanzdienstleister ihre Produkte bauen sollen, steckt allerdings noch in der Prä-Alpha-Phase. Die erfolgreiche Investitionsrunde ebnet dem Einhorn allerdings den Weg zu einer beschleunigten Umsetzung der Roadmap.


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