Tether hat Millionenbeträge auf zehn Tron-Adressen gesperrt. Sie sollen zu einem Marktplatz gehören, über den seit 2022 Milliarden für Betrug und Geldwäsche geflossen sind.
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Robinhood erweitert sein Geschäft mit Ereigniskontrakten und sichert sich Anteile an zwei Handelsplätzen. Den Auftakt bilden Football-Kontrakte. Was steckt hinter der Strategie?
Ethena wächst als Protokoll und fährt Rekordumsätze ein. Beim ENA-Kurs kommt davon bislang nichts an, dabei wären die Bedingungen für eine Änderung teils längst erfüllt.
Standard Chartered seines Zeichen eines der größten Finanzunternehmen aus Großbritannien sieht AAVE bis 2030 bei 3.500 US-Dollar. Seit Juni fließen offiziell sämtliche Protokolleinnahmen in Rückkäufe des Tokens. In den Daten ist davon bislang nichts zu sehen.
MoneyGram öffnet sein globales Bargeldnetzwerk für Solana. Nutzer können künftig direkt zwischen physischem Geld und digitalen Vermögenswerten wechseln.
Wie hoch die Verluste aus dem Coldcard-Hack sind, ist noch unklar. Die Zahlen der Analysehäuser gehen dabei teils deutlich auseinander.
Die größte dezentrale Krypto-Börse erweitert ihr Angebot um eine Lending-Funktion. Nutzer können Krypto-Assets künftig direkt über die Uniswap-App verleihen und dafür Zinsen erhalten.
Die Robinhood Chain ist seit vier Wochen live. Das Volumen boomt, die Infrastruktur dahinter gehört fast vollständig Uniswap und eine Governance-Abstimmung könnte UNI erstmals direkt an Protokolleinnahmen koppeln. Gleichzeitig testet der Kurs eine der wichtigsten technischen Marken seit Monaten.
Während neue Einzahlungen noch 31 Stunden nach dem Angriff abgezogen wurden, hat das Singapurer Fintech Triple-A einen Hack seiner Hot Wallets bestätigt. Kundenguthaben sollen nicht betroffen sein.
In DeFi Vaults liegen inzwischen Milliarden. Jetzt zeigt die SEC, warum Smart Contracts die Betreiber nicht vor dem Wertpapierrecht befreien.
Ein fehlerhafter Preisfeed hat Bonzo Lend schwer getroffen und zeigt die Abhängigkeit der DeFi-Kreditmärkte von zuverlässigen Oracle-Daten.
Mit vier Millionen Dollar kaufte ein Angreifer genug Stimmgewicht, um eine eigene Governance-Abstimmung zu gewinnen und anschließend 20 Millionen Dollar aus der BonkDAO Treasury abzuziehen. Alles davon war technisch regelkonform.
Robinhood startet seine große Onchain-Offensive: Die neue Robinhood Chain bringt tokenisierte Aktien, DeFi-Anwendungen und Lending-Produkte zusammen.
DeFi galt lange als Gegenentwurf zum Bankensystem. Mäx Meixner von Teroxx glaubt jedoch, dass die nächste Entwicklungsstufe anders aussieht: regulierter, unsichtbarer und näher an Banken.
Der Vorfall rund um rsETH zeigt, wie schnell sich Risiken im DeFi-Markt ausbreiten können. Sobald Zweifel an der Absicherung aufkommen, überträgt sich das direkt auf Kreditmärkte wie Aave. Die Folge sind Abflüsse, steigende Zinsen und wachsende Unsicherheit im gesamten System.
Aave sammelt 160 Millionen US-Dollar, um faule Schulden nach dem KelpDAO-Exploit zu decken. "DeFi United" soll rsETH stabilisieren und den DeFi-Sektor beruhigen.
Die Cyberattacke trifft nicht nur Kelp DAO und Aave ins Mark, sondern könnte auch bei anderen DeFi-Projekten für weitreichende Auswirkungen sorgen.

Nach dem 128-Millionen-Dollar-Exploit zieht Balancer Labs die Reißleine. Warum das auch positive Impulse für den BAL-Token bieten könnte.
DeFi steht für Decentralized Finance, auf Deutsch dezentrale Finanzen. Gemeint sind Finanzdienstleistungen wie Kredite, Handel oder Sparprodukte, die nicht über Banken oder Broker laufen, sondern über Programme auf einer Blockchain. Diese Programme, sogenannte Smart Contracts, führen Transaktionen automatisch aus, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Eine klassische zentrale Finanzinstitution steht dabei nicht zwingend dazwischen. Viele permissionless DeFi-Protokolle lassen sich ohne klassische Kontoeröffnung oder Identitätsprüfung nutzen.
DeFi-Anwendungen basieren typischerweise auf Smart Contracts. Ein Smart Contract ist ein Stück Code, das auf einer Blockchain gespeichert ist und automatisch ausgeführt wird, sobald eine externe Transaktion die festgelegten Bedingungen auslöst. Ein menschlicher Eingriff ist für die einzelne Ausführung grundsätzlich nicht erforderlich. Ethereum ist die führende Smart-Contract-Blockchain für DeFi, aber Solana, Avalanche und andere Netze haben eigene DeFi-Ökosysteme aufgebaut.
Die Stärke dieses Ansatzes liegt in der Offenheit: Der Code wird on-chain als Bytecode gespeichert; der menschenlesbare Quellcode muss separat verifiziert worden sein. Die Schwäche liegt in derselben Eigenschaft: Fehler im Code können von Angreifern ausgenutzt werden.
Drei der wichtigsten Anwendungsfälle lassen sich grob gliedern. Erstens Lending-Protokolle wie Aave oder Compound: Nutzer können dort Krypto-Assets verleihen oder als Sicherheit hinterlegen, um wiederum andere Assets zu leihen. Die Zinssätze ergeben sich aus Angebot und Nachfrage im Protokoll. Zweitens dezentrale Börsen, kurz DEX, wie Uniswap. Dort handeln Nutzer direkt aus ihrer eigenen Wallet, ohne dass ein zentraler Betreiber die Gelder verwahrt. Viele DEX nutzen dafür einen Automated Market Maker (AMM), der Kurse auf Basis von Liquiditätspools berechnet; es gibt jedoch auch Orderbuch-basierte DEX.
Drittens Yield Farming: Nutzer stellen Liquidität in Protokoll-Pools bereit und erhalten dafür Zinserträge oder Protokoll-Token. Die Renditeversprechungen können hoch sein, die Risiken sind es ebenso. Stablecoins wie USDC oder DAI spielen in vielen DeFi-Protokollen eine wichtige Rolle als stabile Abrechnungseinheit.
DeFi hat in den vergangenen Jahren Milliardenverluste durch Hacks erlitten. Viele davon gingen auf technische Schwachstellen und Fehler in Smart Contracts zurück. Hinzu kommen Liquidationsrisiken bei besicherten Krediten: Fällt der Wert der hinterlegten Sicherheit unter einen festgelegten Schwellenwert, liquidiert das Protokoll die Position automatisch. Volatilität bei Krypto-Sicherheiten verschärft dieses Risiko erheblich.
Ein weiteres Muster sind sogenannte Rug Pulls, bei denen Projektentwickler Gelder aus einem Protokoll abziehen und verschwinden. Regulatorisch ist DeFi in den meisten Ländern noch nicht abschließend eingeordnet. Die EU-Verordnung MiCA erfasst Krypto-Asset-Dienstleister. Vollständig dezentral und ohne Intermediär erbrachte Dienstleistungen können außerhalb des MiCA-Anwendungsbereichs liegen; die Einordnung hängt von der konkreten Struktur ab.
Manche Banken und Finanzinstitute experimentieren mit DeFi-Protokollen für den Interbankenhandel und die Tokenisierung von Vermögenswerten. Ob DeFi das traditionelle Finanzsystem ersetzt oder ergänzt, ist eine offene Frage. Die EU hat mit MiCA einen ersten Rahmen für den Krypto-Markt geschaffen; wie er auf DeFi angewendet wird, ist noch nicht abschließend geklärt.
Ein struktureller Trend ist die Integration von Real World Assets in DeFi-Protokolle: Tokenisierte Anleihen und Geldmarktfonds werden zunehmend als Sicherheiten und Renditeträger in Protokollen eingesetzt. Damit nähert sich DeFi der traditionellen Finanzwelt, ohne dabei das Grundprinzip der programmatischen Ausführung aufzugeben.