Liechtensteiner Bank Frick öffnet Geschäft für Krypto-Investment

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/vaduz-castle-official-residence-prince-liechtenstein-401194816?src=4sarblAkksMPflC-oCBcuQ-1-2

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Die Liechtensteiner Bank Frick will ihr Geschäftsfeld für das Investment in Kryptowährungen öffnen. Künftig soll es Kunden der Bank möglich sein, in eine der fünf führenden Digitalwährungen zu investieren. Dies verkündete die familiengeführte Bank vergangene Woche auf ihrer Homepage. Damit gesellt sich die Bank in eine derzeit noch überschaubare Gruppe von Finanzinstituten, die den Schritt ins digitale Investment mit Kryptowährungen wagen.

Bankengeleitetes Investment in die fünf Weltmarktführer Bitcoin, Bitcoin Cash, Litecoin, Ripple und Ether – all dies soll internationalen Kunden künftig bei der Liechtensteiner Bank Frick möglich sein. Vergangene Woche veröffentlichte die Bank, die auch einen Sitz im europäischen Finanzherz London unterhält, eine entsprechende Pressemitteilung auf ihrer Homepage.

In dieser heißt es:

„Unsere Dienstleistungen werden von Firmen aus ganz Europa gefordert. Denn sie wissen, dass wir vertrauenswürdige Unterstützung bei der Implementierung ihrer Geschäftsmodelle mit Kryptowährungen und Blockchain-Anwendungen in Abstimmung mit dem gesetzlichen Rahmen bieten“,

erklärt der leitende Kundeberater Hubert Büchel die Ansprüche an das Neuangebot.

„Wir zielen darauf ab, Krypto-Banking mindestens auf dem Qualitätslevel wie das traditionelle Bankenwesen zu platzieren.“

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Sicherheit sollen dabei sogenannte Cold-Storage-Wallets als Möglichkeit der Offline-Aufbewahrung gekaufter Coins bieten. Dies soll wohl auch Anlegern konventionellen Hintergrunds und konservativerer Anlagepraxis die Sorge über mögliche Hackerangriffe nehmen und so Märkte erschließen. Kunden müssen sich gleichzeitig jedoch auch Hintergrundüberprüfungen ihres eigenen Geldes gefallen lassen.

In der Vergangenheit wurden bereits mehrmals mehrstellige Millionenbeträge bei Angriffen auf Anleger erbeutete. Gleichzeitig treibt der Gesetzgeber dieser Tage die Sorge krimineller Potentiale im Dunstkreis von Kryptowährungen, etwa als Geldwäschemöglichkeit, um. Mögliche Verdächtigungen scheint man vonseiten der in der Steueroase Liechtenstein beheimateten Bank Frick ausschließen zu wollen.

Die Hinwendung bestätigt den durchaus freundlichen Kurs gegenüber Kryptowährungen und Blockchain-Anwendungen in der Alpenregion. So hatte sich im vergangenen Jahr die Schweizer Privatbank Falcon Group ebenfalls für Krypto-Anleger geöffnet. Das Schweizer Kanton Zug präsentiert sich derweil als Musterschüler und wirbt mit dem Titel Crypto-Valley.

Finanzwesen und Banken derzeit noch zögerlich

Zwar bahnte sich der Bitcoin vor allem Ende des vergangenen Jahres zielsicher den Weg durch die internationalen Börsen bis an die Wall Street und damit in die heiligen Hallen des Finanzwesens. Neben der amerikanischen hatten etwa die russische und die deutsche Digitalbörse EUREX einen zukünftigen Bitcoin-Börsengang anklingen lassen.

Neben einzelnen Investmentbanken und Hedgefonds verbleiben die meisten Finanzdienstleister jedoch, vor allem im Zuge der letztlich stark ausschlagenden Kursvolatilität der vergangenen Monate in zögerlicher Haltung – trotz scheinbar anfänglicher Begeisterung im Zuge des vorweihnachtlichen Kurssprints.

Der amerikanische Investment-Riese Goldman Sachs etwa hatte Ende des vergangenen Jahres kurze Zeit für Aufhorchen gesorgt, mit der Ankündigung, künftig möglicherweise einen Geschäftsbereich für Kryptowährungen eröffnen zu wollen. Kurze Zeit später dementierte die Bank allerdings und verwies im Januar in ihrem Monatsbericht auf eine derzeit herrschende „Kryptowährungsmanie“. Auch der Jahresausblick sowie die Jahresberichte mehrerer Konkurrenten und Mitbewerber betrachteten etwa Bitcoin im vergangenen Monat als Anlagerisiko.

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