Deutsche Börse: Eurex erwägt Bitcoin-Futures

Nachdem am vergangenen Sonntag erfolgreich der Futures-Handel mit Bitcoin an der Chicago Board Options Exchange an den Start gegangen ist, wird nun offenbar auch in Deutschland darüber nachgedacht, Finanzprodukte anzubieten, die den Handel mit Kryptowährungen vereinfachen. Wie DPA berichtet, denkt Eurex, eine Tochter der Deutschen Börse, bereits darüber nach.

Der Bitcoin-Boom scheint langsam aber sicher auch den deutschen Mainstream zu erreichen. Wie das Magazin WirtschaftsWoche am morgigen Donnerstag berichten wird, denkt die Deutsche Börse intensiv darüber nach, ein eigenes Derivat anzubieten, welches eine Kursbindung zur Kryptowährung Bitcoin haben soll. Diese sollen über die Terminbörse Eurex angeboten werden, eine Tochter der Deutschen Börse. Im Vorfeld der Einführung sollen die geplanten Finanzprodukte jedoch erst einmal genauer untersucht werden. Dabei soll allen voran geklärt werden, wie auf die teils extremen Preisschwankungen auf dem Krypto-Markt zu reagieren sei. Dementsprechend könne sich die endgültige Herausgabe von Bitcoin-Futures oder anders gearteter Krypto-Finanzprodukte noch bis weit in das Jahr 2018 hinein verschieben.

„Wir denken über Futures nach, mit denen private Anleger und institutionelle Investoren bestehende Investitionen in Bitcoin absichern oder auf fallende Kurse der Cyberwährung setzen können“,

wird eine Sprecherin der Deutschen Börse zitiert.

Den Beginn der Öffnung des Krypto-Handels für Mainstream-Investoren hatte die Chicago Board Options Exchange (CBOE) am vergangenen Sonntag vollzogen, indem in den USA die ersten Bitcoin-Futures gehandelt werden konnten. Ungeachtet technischer Probleme waren die Auswirkungen auf die Preise am Krypto-Markt durchweg positiv. Am nächsten Sonntag, dem 17. 12., zieht die Terminbörse CME nach und wird ihre eigenen Futures auf den Markt bringen.

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Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Studium hat er im Fach Politik und Wirtschaft an der Universität Münster mit dem Bachelor abgeschlossen und war während seines Studiums zudem am Lehrstuhl als studentische Hilfskraft tätig. Darüber hinaus sammelte er berufliche Erfahrungen in der parlamentarischen Arbeit und in der strategischen Kommunikation, bevor er in das journalistische Fach wechselte. Seit 2017 widmet er sich der Blockchain-Technologie, wobei er sich insbesondere auf die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fokussiert.