Bank of England will Krypto-Geldwäsche bekämpfen

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Die Bank of England will künftig die Geldwäsche mit Kryptowährungen stärker ins Visier nehmen. Dies kündigte der Gouverneur der Zentralbank des Vereinten Königreiches an diesem Freitag auf der Scottish Economics Conference an. Er betonte, künftig sollten für Kryptowährungen die gleichen Auflagen gelten, wie für andere Finanzinstrumente. In der Vergangenheit hatte sich die britische Regierung jüngst vermehrt besorgt zu den Nutzungspotentialen von Kryptowährungen in der organisierten Kriminalität, Terrorfinanzierung und Geldwäsche geäußert.

„A Brave New World“, schöne neue Welt – unter diesem Motto stand die an diesem Freitag stattfindenden Premiere der Scottish Economics Conference. Für den als Hauptredner geladenen Gouverneur der Zentralbank des Vereinten Königreiches Mark Carney gehörten Kryptowährungen nicht zu dieser. In seiner Rede zur Zukunft des Geldes malte er ein wenig enthusiastisches Bild von Kryptowährungen als digitale Bezahlalternativen der Zukunft, stattdessen hob er vielmehr deren Gefahren und Mängel hervor.

So sei Begeisterung der Studierenden gegenüber Bitcoin & Co. zwar groß, dennoch würden ebendiese den geldtheoretischen Ansprüchen nicht gerecht werden, warnte der 52-jährige Kanadier den schottischen Nationalökonomen Adam Smith zitierend.

„Wie gut erfüllen Kryptowährungen die Rolle von Geld? Die kurze Antwortet lautet, sie scheitern.“

Dies läge zum einen an der mangelnden Wertbeständigkeit. Zum anderen behindere der ineffiziente Umtausch sowie die geringe Möglichkeit der herkömmlichen Bezahlung den Nutzen.


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Derzeit besäße die Technologie zwar große Lerneffekte für Regierungen, dennoch bräuchte es gesetzliche Antworten. Und dies läge vor allem an den Gefahren derer krimineller Potentiale:

„Momentan enthalten Krypto-Anlagen eine Vielzahl von Problemen innerhalb des Konsumenten und Investorenschutzes, der Marktintegrität, Geldwäsche, Terrorfinanzierung, Steuerhinterziehung und indem sie sich diesen Kapitalkontrollen und internationalen Sanktionen entziehen“,

gab er zu bedenken und spiegelte damit die Sorgen der UK-Regierung. Zuletzt hatte etwa Premierministerin Theresa May auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vor der kriminellen Nutzung gewarnt und ihrerseits betont, man würde sich „sehr ernst“ mit Kryptowährungen auseinandersetzen.

So besorgt dies klingen mag, von einem Verbot wolle man vonseiten der Bank of England dennoch absehen. Vielmehr sei die Zeit gekommen, Kryptowährungen mit den gleichen Auflagen und Standards zu belegen wie andere Finanzinstrumente. Denn ohne diese wäre eine Gefährdung des Finanzstabilität durchaus denkbar, so Carney.

„In Zukunft könnten Risiken für die Finanzstabilität steigen, wenn sich die Verkäuferbeteiligung oder die Integration in den konventionellen Finanzsektor verstärkt, ohne dass damit Verbesserungen einhergehen“

Anonymität – Dem einen Fluch, dem anderen Segen

Antworten, eine gemeinsame Koordinierung und Gespräche über mögliche Regulierung soll nun der kommende G20-Gipfel in Buenos Aires liefern, betonte Carney. Denn mit ihrer Sorge der Anonymität im Dunstkreis der Kryptowährungen steht die Bank of England dieser Tage nicht allein da.

Vergangenen Monat hatten bereits Bundesfinanzminister Peter Altmaier mit seinem französischen Amtskollegen Bruno LeMaire in einem gemeinsamen Brief darauf gedrängt, Kryptowährungen auf die Agenda des anstehenden Gipfels in Argentinien zu setzen. Dort gelte es, internationale Lösungsansätze zu entwickeln, in Zukunft mit dem neuaufkommenden Krypto-Handel umzugehen. IWF-Chefin  Christine Lagarde wiederum hatte eine weltweit koordinierte Regulierung im vergangenen Monat „unausweichlich“ genannt. Auch sie gab zu bedenken, Regulierungen müssen den Nutzer vielmehr als die Währungen selbst in den Blick nehmen. Lagarde hatte in der Vergangenheit bereits häufig vor den kriminellen Potentialen von Kryptowährungen gewarnt.

Im kürzlich erschienenen Jahresbericht 2017 beklagt die europäische Polizeibehörde Europol ebenfalls den vermehrten Einsatz von Kryptowährungen. Diese würden die grenzübergreifende Arbeit im Kampf gegen das organisierte Verbrechen etwa mit Drogen, Passdokumenten oder Waffen deutlich erschweren.

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