Ripple: xRapid steht kurz vor der Markteinführung

Ripple: xRapid steht kurz vor der Markteinführung

Ripples xRapid könnte schon im nächsten Monat offiziell lanciert werden. Das Produkt macht Gebrauch von XRP-Token, um für höhere Liquidität bei Transaktionen zu sorgen. Die gute Nachricht hat sich beim XRP-Kurs indes noch nicht bemerkbar gemacht.

Ein weiteres Finanzprodukt der Blockchain-Firma Ripple steht kurz vor der Veröffentlichung. xRapid soll internationale Transaktionen beschleunigen. Dazu wird der XRP-Token als „Zwischenwährung“ eingesetzt, was verglichen mit traditionellen Banküberweisungen deutlich schneller und zudem günstiger sein soll.

Die Markteinführung des XRP könnte möglicherweise bereits in einem Monat erfolgen. Dies ließ Sagar Sarbhai von Ripple in einem Interview mit CNBC durchscheinen. Sarbhai ist bei Ripple für die Beziehungen mit den Regulatoren im asiatisch-pazifischen Raum sowie im Mittleren Osten zuständig.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass Sie im nächsten Monat oder so einige gute Nachrichten hören werden, in der wir das Produkt live in Betrieb nehmen,“

sagte Sarbhai gegenüber CNBC.

120 Banken im Boot

Ripples bisheriges Flagschiff xCurrent wird bereits von 120 Banken verwendet. Auch xCurrent dient der Beschleunigung von Transaktionen, allerdings kommt der XRP-Token hier nicht zum Einsatz. Dementsprechend hat man bisher auch von keiner der 120 Banken gehört, dass sie XRP besitzen. Das könnte sich mit der Markteinführung von xRapid ändern.

xRapid als Katalysator für XRP-Kurs?

Dem XRP-Kurs ist frohe Botschaft derweil noch nicht anzusehen. Der Kurs der drittgrößten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung dümpelt wie die allermeisten seiner „Kollegen“ im roten Bereich. So weist er aktuell ein Tagesminus von 2,5 Prozent auf. Die Wochenbilanz zeigt noch leichte Kurssteigerung etwas unter einem Prozent.

Da das CNBC-Interview bereits vor über 20 Stunden veröffentlicht wurde, kann man daraus schließen, dass sie bei Hodlern nicht allzu hohe Wellen geschlagen hat. Eine Preisrallye hat jedenfalls noch nicht eingesetzt. Der Kryptospace scheint langsam reifer zu werden. Das gilt auch für schlechte Nachrichten, wie beispielsweise im Zusammenhang mit dem ETF-Poker der SEC. Auch diese rufen mittlerweile eher Schulterzucken als Kurseinbrüche hervor. Möglicherweise scharren die Bullen auch nur mit den Hufen, bis xRapid tatsächlich seinen Weg in die Praxis gefunden hat. Prognosen wie vom vermeintlichen Ripple-Insider XRP-Kurs, der Kurs könne bis Jahresende bei über 580 US-Dollar liegen wären aber auch dann noch bestenfalls „optimistisch“.

BTC-ECHO

Über Christopher Klee

Christopher KleeChristopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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