Goodbye FUD #5 – Prof. Dr. Blockchain: Kryptos an der Uni

Chiara Bachmann

von Chiara Bachmann

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Chiara Bachmann

Chiara Bachmann studiert im Master Wirtschaft & Recht mit Schwerpunkt Finance an der Hochschule Aschaffenburg. Sie interessiert sich nicht nur für Anwendungen in der Finanzbranche, sondern auch für den gesellschaftlichen Wandel, den die Blockchain mit sich bringen kann. Es ist ihr eine besondere Herzensangelegenheit auch Frauen für die Thematik zu begeistern.

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Quelle: close up of teacher hand with marker while teaching lessons in school classroom to students via Shutterstock

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Die letzten Wochen und Monate waren alles andere als rosig für den Kryptomarkt. Fallende Kurse und schlechte Nachrichten haben stark auf die Stimmung im Krypto-Ökosystem geschlagen –  das Schlagwort FUD (Fear, Uncertainty and Doubt) schlug hohe Wellen. In manch einer Berichterstattung konnte schnell der Eindruck gewonnen werden, dass die Krypto-Ökonomie am Ende ist. Wir halten dies für eine Fehleinschätzung und möchten in unserer 10-teiligen Artikelserie skizzieren, warum sich 2018 zu einem herausragend guten Jahr entwickeln kann.
Goodbye FUD #1 – Abkühlung tut gut
Goodbye FUD #2: ICOs & Scams – aus Fehlern lernen
Goodbye FUD #3 – Raus aus den Kinderschuhen!
Goodbye FUD #4 – Der dezentrale Blockchain-Staat
Goodbye FUD #5 – Prof. Dr. Blockchain: Kryptos an der Uni
Goodbye FUD #6 – Ein Lob auf den Kryptowinter
Goodbye FUD #7 – Blockchain-Jobs: Absolventen heiß begehrt
Goodbye FUD #8 – Die ewige Skalierungsdebatte: Lösung in Sicht
Goodbye FUD #9 – Institutionelle Investoren: Das große Geld wartet um die Ecke
Goodbye FUD #10 – Gekommen, um zu bleiben

Goodbye FUD #1 – Abkühlung tut gut

Goodbye FUD #2: ICOs & Scams – aus Fehlern lernen

Goodbye FUD #3 – Raus aus den Kinderschuhen!


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Goodbye FUD #5 – Prof. Dr. Blockchain: Kryptos an der Uni

Goodbye FUD #6 – Ein Lob auf den Kryptowinter

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Goodbye FUD #8 – Die ewige Skalierungsdebatte: Lösung in Sicht

Goodbye FUD #9 – Institutionelle Investoren: Das große Geld wartet um die Ecke

Goodbye FUD #10 – Gekommen, um zu bleiben

Dass die Blockchain-Branche gut ausgebildete Nachwuchskräfte benötigt, steht nicht zur Debatte. Doch auch die kommen nicht von ungefähr: Einige Hochschulen in Deutschland beschäftigen sich bereits ausgiebig mit der Blockchain und beleuchten das Thema von der wissenschaftlichen Seite. Auf der Suche nach Prof. Dr. Blockchain.

Blockchain-Master in Mittweida auf dem Weg

Der erste Schritt auf der Suche führt zur Hochschule Mittweida. Dort ist das Blockchain Competence Center Mittweida. Das BCCM möchte mit seinen Kompetenzen in der Forschung und Bildung das Staatswesen sowie die Finanz- und Realwirtschaft unterstützen. Um die Aus- und Weiterbildung zu fördern, organisierte das Institut im vergangenen Herbst die „Autumn School 2017“, die „Spring School 2018“ folgte. Hier kamen Vertreter von Anwender- und Beratungsunternehmen mit Studierenden zusammen. Diese konnten sich bei Vorträgen Fachwissen aneignen und bei einer Reihe von Praktika erste Anwendungen wie z. B. das Aufsetzen eines Smart Contracts selbst durchführen. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal der HS Mittweida ist der neue Masterstudiengang (M.Sc.) Blockchain & Distributed Ledger Technologies (DLT), der ab Herbst 2018 starten wird. Der erste Blockchain-Master auf dem europäischen Festland spricht informatik-affine Studierende an, die sich technisch (Mathematik & Informatik) oder wirtschaftsnah (Recht & Risk Management) ausrichten möchten. Dort kann Prof. Dr. Blockchain seine Grundlagen sammeln.

Frankfurt School Blockchain Center: Zusammenarbeit mit der Bundesbank

Für die Schlüsselqualifikationen kann unser Master-Student einen Blick nach Frankfurt wagen. Das Blockchain Center der Frankfurt School präsentiert sich dort als Thinktank und Research Center. Mit den Bereichen Forschung, Lehre, Prototypen-Entwicklung, Community und Start-ups deckt das Institut viele relevante Gebiete ab. Die Frankfurt School bietet eine zertifizierte Weiterbildung zum Thema Blockchain an. Auch der „Certified Blockchain Expert“ gliedert sich in die Bereiche „Business“ und „IT“. In der Vergangenheit hat das Blockchain Center mit der Deutschen Bundesbank einen gemeinsamen Workshop für Zentralbanken und Regulatoren ausgerichtet. Außerdem entwickelte das Institut mehrere Studien, aktuell zum Thema „Potential von blockchain-basierten Anwendungen in strukturschwachen Ländern“. Master abgeschlossen, doch was nun? Ein Doktortitel muss her.

Zur Blockchain promovieren an der Uni Kassel

Dafür geht die Reise nach Kassel. Als Ableger des Instituts für Wirtschaftsrecht hat Prof. Blocher im Frühling 2016 die Forschungsgruppe „Distributed Ledger Technology (DLT)“ gegründet. Seither hat sich einiges getan. Die DLT-Forschungsgruppe richtete Workshops aus und brachte im vergangenen Jahr fünf Promotionsstellen zu den Grundlangen und Anwendungsbereichen der Blockchain auf den Weg. Speziell die Promotionsstellen geben der Thematik Blockchain ein besonderes Gewicht. Die Promotion in der Tasche kann Dr. Blockchain immerhin schon in die Lehre gehen. Vielleicht nach Wien?

Wirtschaftsuniversität Wien vereint alle Disziplinen

Das neu gegründete Research Institute for Cryptocurrencies deckt durch seine Forscher alle Lehrfelder ab: vom Ingenieurswesen über Ökonomie und Wirtschaft bis hin zu den Sozialwissenschaften und Recht. Das Institut wird von Shermin Voshmigir geleitet, die unter anderem auch den BlockchainHub ins Leben gerufen hat. Hier kann Dr. Blockchain seine letzten Kompetenzen sammeln, um sich vielleicht endlich zu habilitieren. Wo das sein wird, ist derzeit noch ungewiss. Denn um den langfristigen Bedarf an qualifizierten Fachkräften decken zu können, müssen noch weitere Hochschulen das Potential der Blockchain erkennen und ihre Lehre sowie Initiativen dementsprechend ausrichten.

Der Blick an die Uni zeigt: Prof. Dr. Blockchain ist noch in der Ausbildung. Doch bei der Geschwindigkeit seiner Entwicklung lässt sich erahnen: Es dauert nicht mehr lange, bis er lehrt.

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