Goodbye FUD #2: ICOs & Scams – aus Fehlern lernen

Quelle: business partners handshaking while another people holding knife behind his back via shutterstock

Goodbye FUD #2: ICOs & Scams – aus Fehlern lernen

Die letzten Wochen und Monate waren alles andere als rosig für den Kryptomarkt. Fallende Kurse und schlechte Nachrichten haben stark auf die Stimmung im Krypto-Ökosystem geschlagen – das Schlagwort FUD (Fear, Uncertainty and Doubt) schlug hohe Wellen. In manch einer Berichterstattung konnte schnell der Eindruck gewonnen werden, dass die Krypto-Ökonomie am Ende ist. Wir halten dies für eine Fehleinschätzung und möchten in unserer 10-teiligen Artikelserie skizzieren, warum sich 2018 zu einem herausragend guten Jahr entwickeln kann. Goodbye FUD #2.
Goodbye FUD #1 – Abkühlung tut gut
Goodbye FUD #2: ICOs & Scams – aus Fehlern lernen
Goodbye FUD #3 – Raus aus den Kinderschuhen!
Goodbye FUD #4 – Der dezentrale Blockchain-Staat
Goodbye FUD #5 – Prof. Dr. Blockchain: Kryptos an der Uni
Goodbye FUD #6 – Ein Lob auf den Kryptowinter
Goodbye FUD #7 – Blockchain-Jobs: Absolventen heiß begehrt
Goodbye FUD #8 – Die ewige Skalierungsdebatte: Lösung in Sicht
Goodbye FUD #9 – Institutionelle Investoren: Das große Geld wartet um die Ecke
Goodbye FUD #10 – Gekommen, um zu bleiben

Goodbye FUD #1 – Abkühlung tut gut

Goodbye FUD #2: ICOs & Scams – aus Fehlern lernen

Goodbye FUD #3 – Raus aus den Kinderschuhen!

Goodbye FUD #4 – Der dezentrale Blockchain-Staat


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Goodbye FUD #5 – Prof. Dr. Blockchain: Kryptos an der Uni

Goodbye FUD #6 – Ein Lob auf den Kryptowinter

Goodbye FUD #7 – Blockchain-Jobs: Absolventen heiß begehrt

Goodbye FUD #8 – Die ewige Skalierungsdebatte: Lösung in Sicht

Goodbye FUD #9 – Institutionelle Investoren: Das große Geld wartet um die Ecke

Goodbye FUD #10 – Gekommen, um zu bleiben

Ein besonders dreister Fall von ICO-Scam war Monkey Capital. Die Betreiber hatten Optionen auf Coins verkauft und einen dezentralen Hedgefonds versprochen. Sie sammelten bei gutgläubigen Investoren insgesamt 3,8 Millionen US-Dollar ein, ohne irgendeine Gegenleistung zu bringen. Nachdem der Verkauf für die Optionen auf die Coins vorbei war, verschwand jedoch auch die Homepage – keine Spur von Monkey Coins.

Nicht erst seit dem Fall von Monkey Capital werden viele stutzig, wenn das Wort Initial Coin Offering (ICO) fällt. White Paper zusammenkopieren, Use-Case erfinden – fertig ist die Geldmaschine. So war lange Zeit das Credo in der Welt der ICOs. Doch so einfach ist es inzwischen nicht mehr. Die meisten Investoren schauen sich inzwischen ganz genau an, ob sich ein Projekt lohnt oder nicht. Dazu gehört eine sorgfältige Analyse des Teams, ein Durcharbeiten des White Papers und eine Einschätzung, ob es sich um ein realistisches Projekt handelt. (Wem das zu aufwändig ist, dem sei übrigens ein Blick in unseren aktuellen Kryptokompass empfohlen.)

Und bei der ICO-Analyse kann inzwischen jeder, der sich für das Thema interessiert, auf Erfahrungen zurückgreifen. Oder auf die Erfahrung anderer. Denn: Wir lernen aus unseren Fehlern (und vielleicht viel wichtiger: aus den Fehlern anderer). So werden schlecht getarnte Scams immer auffälliger. Damit lastet auch mehr Druck auf den ICOs, besser zu werden.

Auch Scams können von Vorteil sein

Fest steht also: Auch Scams können von Vorteil sein. Offensichtlich nicht, um Menschen zu betrügen. Vielmehr können all die vorangegangen Scams künftig zu mehr Sicherheit bei Anlegern führen. Dadurch, dass in der Vergangenheit viele Betrüger unterwegs waren, haben sie es in Zukunft nicht mehr so einfach – Anleger werden vorsichtiger. Gleichzeitig erhöht sich der Konkurrenzdruck unter den ICOs. Wer hier noch Überzeugungsarbeiten leisten will, muss ein gut durchdachtes Konzept präsentieren. Da reicht es inzwischen nicht mehr aus, das Versprechen auf hohe Renditen zu bringen. Ein echter Use-Case muss her, der nicht nur Investoren überzeugt. So fördern die ehemaligen Scams sogar indirekt den (technologischen) Fortschritt. Das Misstrauen und die Unsicherheit unter den Investoren führt letztlich zu mehr Sicherheit – der Kryptofrühling darf kommen.

Goodbye FUD #2: Der letzte Punkt

Ein letzter Punkt für Goodbye FUD #2: das Thema Regulierung. Auch wenn das Thema unter Krypto-Fans nicht immer das Beliebteste ist, kann es doch etwas Ruhe an die Märkte bringen. Im Oktober letzten Jahres hatte die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC in diesem Zusammenhang zwei Unternehmen überführt, die mit Scam-ICOs blauäugige Investoren um ihr Geld geprellt hatten. Auch die Betreiber von Monkey Capital kamen letztlich vor Gericht. Unter anderem aus diesen Gründen bringen verschiedene Länder Regulierungsvorschläge auf den Weg.

Dass die Richtlinien für ICOs in diesem Zusammenhang also fester gezurrt werden, sollte nicht zu Panik bzw. FUD führen. Solche Richtlinien (sofern sie sinnvoll ausgestaltet sind) führen letztlich zu mehr Verbraucherschutz. Dann haben irgendwann auch Projekte wie Monkey Capital keine Chance mehr. In diesem Sinne: Goodbye FUD!

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitcoin: „Blind, taub und dumm“ – Das Meinungs-ECHO
Bitcoin: „Blind, taub und dumm“ – Das Meinungs-ECHO
Kolumne

Bitcoin sei mit bewussten Einschränkungen konzipiert worden, meint IOHK-Chef Charles Hoskinson. Indessen erhält Libra, dessen regulatorischer Spießrutenlauf nach Brad Garlinghouse noch bis 2023 andauern könnte, moralische Unterstützung von VanEck-Direktor Gabor Gurbacs. Das Meinungs-ECHO.

Die Top Bitcoin-, IOTA- und Blockchain-News der Woche
Die Top Bitcoin-, IOTA- und Blockchain-News der Woche
Kolumne

Die IOTA Foundation nimmt an einem Wettbewerb für Smart-Home-Lösungen teil, der Bitcoin-Kurs gibt taumelt an der 8.000 US-Dollar-Mark entlang und der BTC ETF wird von der US-Börsenaufsicht wieder einmal zurückgewiesen. Der BTC-ECHO-Newsflash.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Blockchain

Das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods ist als jüngstes Mitglied der Lebensmittel-Plattform Food Trust von IBM beigetreten. Mithilfe der Blockchain-Lösung wollen die Fischer die Lieferketten atlantischer Jakobsmuscheln absichern. Die Marketing-Aktion soll für Transparenz, Lebensmittelsicherheit, nachhaltigen Fang und damit nicht zuletzt Kundenvertrauen sorgen.

Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Szene

Der Moskauer iPhone-Besitzer, der den Apple-Konzern für seine eigene Homosexualtiät verantwortlich machte, hat seine Beschwerde zurückgezogen. Laut seiner Anwältin scheue er das große öffentliche Interesse an seinem Fall.

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Kursanalyse

Bisher konnte sich der gleitende Mittelwert der letzten hundert Tage als stabiler Support beweisen. Jedoch kann die kurzfristige Entwicklung des Bitcoin-Kurses als Bärenflagge gedeutet werden. Jenseits von Bitcoin gab es, trotz eines eher sorgenvollen Berichts der G7-Staaten, positive Neuigkeiten um Stable Coins. 

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Angesagt

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.

Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Kommentar

„Blockchain ist viel mehr als Bitcoin.“ Dieser Satz wurde in den letzten zwei Jahren geradezu mantra-artig, selbstbewusst und inflationär von Managern aus der Industrie heruntergebetet. Warum die Realität von dieser Vorstellung noch ein Stückchen entfernt ist, wie lange es dauern wird, bis Blockchain im produzierenden Gewerbe wirklich angekommen ist und wieso die Finanzialisierung der Realwirtschaft voraus ist. Ein Kommentar.

Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Szene

Nach Visa, PayPal und ebay ist auch MasterCard aus Facebooks Libra Association ausgetreten. Das Kreditkartenunternehmen nahm dies zum Anlass, um einmal über die Zukunft der Krypto-Welt nachzudenken. Von einem Abschied aus der Branche ist MasterCard indessen meilenweit entfernt.

iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
Blockchain

Eine neue App verspricht mithilfe der Blockchain vollste Transparenz bei der Kaffeeproduktion. Das Produkt der kolumbianischen Firma iFinca möchte Farmern eine stärkere Stimme verleihen. Endverbraucher, die den entsprechenden QR-Code auf ihrem Kaffee scannen, sehen dann, wie viel der Bauer an der Herstellung verdient hat. Es ist nicht das erste Projekt in der Kaffee-Branche, welches die Technologie von Bitcoin & Co. nutzt. Schließlich ist das Kaffee-Business eines der undurchsichtigsten weltweit.