Goodbye FUD #6 – Ein Lob auf den Kryptowinter

Quelle: The winter forest via Shutterstock

Goodbye FUD #6 – Ein Lob auf den Kryptowinter

Die letzten Wochen und Monate waren alles andere als rosig für den Kryptomarkt. Fallende Kurse und schlechte Nachrichten haben stark auf die Stimmung im Krypto-Ökosystem geschlagen –  das Schlagwort FUD (Fear, Uncertainty and Doubt) schlug hohe Wellen. In manch einer Berichterstattung konnte schnell der Eindruck gewonnen werden, dass die Krypto-Ökonomie am Ende ist. Wir halten dies für eine Fehleinschätzung und möchten in unserer 10-teiligen Artikelserie skizzieren, warum sich 2018 zu einem herausragend guten Jahr entwickeln kann.

Goodbye FUD #1 – Abkühlung tut gut

Goodbye FUD #2: ICOs & Scams – aus Fehlern lernen

Goodbye FUD #3 – Raus aus den Kinderschuhen!

Goodbye FUD #4 – Der dezentrale Blockchain-Staat

Goodbye FUD #5 – Prof. Dr. Blockchain: Kryptos an der Uni

Goodbye FUD #6 – Ein Lob auf den Kryptowinter

Goodbye FUD #7 – Blockchain-Jobs: Absolventen heiß begehrt

Goodbye FUD #8 – Die ewige Skalierungsdebatte: Lösung in Sicht

Goodbye FUD #9 – Institutionelle Investoren: Das große Geld wartet um die Ecke

Goodbye FUD #10 – Gekommen, um zu bleiben

In diesem Artikel werden die Jahreszeiten Sommer und Winter als Metapher für das Auf (also der Boom) und das Ab (also der Bust) verwendet.

Der Winter ist eine triste Zeit. Nichts wächst, die Natur wirkt leblos. Es gilt vor allem eines: überleben. In so einem Winter befinden wir uns seit Anfang des Jahres. Die Temperaturen sind rapide gefallen und so manches Krypto-Unternehmen bekam kalte Füße. Bei Preisen, bei denen der Markt vor wenigen Wochen noch „KAUFEN!“ schrie, tippt man sich jetzt verständnislos an den Kopf.

„Krypto ist doch tot, oder?“

Mittlerweile scheint die Euphorie gedämpft und man fragt lieber zweimal nach dem White Paper bevor man investiert. Ist das schlecht?

Der Kryptowinter mistet aus

Das Ende des Jahres 2017 lässt sich durch den Satz „Wir sind doch in einer Blase!“ charakterisieren. Jeder scheint gewusst zu haben, dass die Kursanstiege nicht nachhaltig waren – und doch herrscht nun bei manchem legitime Verwirrung. Worauf müssen wir uns beim „Kryptowinter“ einstellen?

Wer im Sommer nicht vorgesorgt hat, dem frisst der Winter ein Loch in den Bauch. Vielleicht verhungert man über diese Zeit sogar.

Übertragen wir das auf den Kryptomarkt:

Vorsorgen heißt hier vor allem funktionierende Technologie zu bauen. Das Projekt darf nicht nur von Schlagzeilen am Leben gehalten werden, sondern braucht Substanz. Ein funktionierendes Produkt ist ein guter Anfang. Eine loyale Community, clevere Entwickler und ein Unique Selling Point sind essentiell für das Überleben im Winter.

Bitcoin erfüllt alle diese Anforderungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin-Honeybadger lebend aus dem Kryptowinter aufwacht, steht gut.

Nehmen wir als drastisches Gegenbeispiel den Betrugsversuch BitConnect (BCC) mit dem – mittlerweile legendären – Carlos Matos. BitConnect war das klassische Ponzi-Scheme. Es funktioniert solange neues Geld reinkommt, bricht andernfalls allerdings schnell in sich zusammen. Funktionierender Code? Fragwürdig. Loyale Community? Blind vor Gier und Unwissenheit. Clevere Entwickler? Eher clevere Hochstapler. Uniqe Selling Point? Fehlanzeige. Kurz: Das Projekt war von Anfang an zum Scheitern verurteilt – da musste nur einmal eine kalte Böe kommen.

Unternehmungen wie BitConnect können den Winter nicht überleben. Und das ist auch gut so. Das ist der Grund, warum der Winter wichtig und gut für den Kryptospace ist. Wir wollen endlich die Betrugsversuche loswerden. Das schafft Platz für ernst gemeinte Unterfangen.

Warum der Winter wichtig ist

Der Winter (Bust) korrigiert die Fehlinvestitionen des Sommers (Boom). Zwischen Mitte 2017 bis Ende 2017 war es fast unmöglich, Verluste zu machen. Dafür brauchte man schon ein extrem unbedachtes und unglückliches Händchen. Weil alle Leute Gewinne „realisieren“ konnten, meinte plötzlich jeder, ein Experte zu sein. Dem war natürlich nicht so. Im Sommer merkt man allerdings nur schwer, dass einem die Dinge über den Kopf wachsen. Deswegen ist der Winter gut, hier wird direkt klar, wenn ein Projekt nichts taugt. Allein die fehlende allgemeine Euphorie reicht schon, um Investoren stutzig zu machen. Damit ein Projekt adäquat bewertet werden kann, muss man sich auf die fundamentalen Errungenschaften fokussieren. Der Winter lehrt uns also, auf die wirklich wichtigen Dinge zu achten – er schult uns und bildet uns für rosigere Tage. Am Ende des Winters werden (größtenteils) nur noch Projekte existieren, die tatsächlich eine Daseins-Berechtigung haben.

Wer den Winter überlebt, kann auch den nächsten Sommer genießen.

Wie lange müssen wir noch frieren?

Erstmal ist es unmöglich, die Zukunft zu kennen. Die essentielle Antwort ist allerdings: Es spielt keine Rolle bzw. hoffentlich noch eine Weile. Trace Mayer, Bitcoin-Legende, äußerte jüngst die Hoffnung, dass der Winter noch 12 bis 18 Monate anhält. Warum? Die Begründung ist die gleiche – der Winter mistet den Markt aus. Kreative Zerstörung, wenn man es so nennen möchte.

Goodbye FUD #6 – Der letzte Punkt

Die Abkühlung nach dem hitzigen Sommer wirkt erstmal erfrischend. Es scheint, als wären wir wieder in der Wirklichkeit gelandet. Bangen müssen hier vor allem die Luftschlösser-Projekte. Bitcoin steht solide da. Für Neulinge bietet sich jetzt eine guter Einstieg – sie werden nicht mit Hype geblendet und müssen keine überteuerten Preise bezahlen. Für alle Veteranen zeigt sich, aus welchem Holz sie geschnitzt sind: Entweder aus dem der instabilen Hysterie oder dem der beständigen Sachlichkeit. Wir von BTC-ECHO zählen uns zu letzteren und blicken optimistisch in die Zukunft.

BTC-ECHO

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