Goodbye FUD #1 – Abkühlung tut gut

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Young cheerful friends smiling, relaxing, jumping in swimming pool. via shutterstock

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Die letzten Wochen und Monate waren alles andere als rosig für den Kryptomarkt. Fallende Kurse und schlechte Nachrichten haben stark auf die Stimmung im Krypto-Ökosystem geschlagen – das Schlagwort FUD (Fear, Uncertainty and Doubt) schlug hohe Wellen. In manch einer Berichterstattung konnte schnell der Eindruck gewonnen werden, dass die Krypto-Ökonomie am Ende sei. Wir halten dies für eine Fehleinschätzung und möchten in unserer 10-teiligen Artikelserie skizzieren, warum sich 2018 zu einem herausragend guten Jahr entwickeln kann. Goodbye FUD #1.
Goodbye FUD #1 – Abkühlung tut gut
Goodbye FUD #2: ICOs & Scams – aus Fehlern lernen
Goodbye FUD #3 – Raus aus den Kinderschuhen!
Goodbye FUD #4 – Der dezentrale Blockchain-Staat
Goodbye FUD #5 – Prof. Dr. Blockchain: Kryptos an der Uni
Goodbye FUD #6 – Ein Lob auf den Kryptowinter
Goodbye FUD #7 – Blockchain-Jobs: Absolventen heiß begehrt
Goodbye FUD #8 – Die ewige Skalierungsdebatte: Lösung in Sicht
Goodbye FUD #9 – Institutionelle Investoren: Das große Geld wartet um die Ecke
Goodbye FUD #10 – Gekommen, um zu bleiben

Goodbye FUD #1 – Abkühlung tut gut

Goodbye FUD #2: ICOs & Scams – aus Fehlern lernen

Goodbye FUD #3 – Raus aus den Kinderschuhen!


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Goodbye FUD #4 – Der dezentrale Blockchain-Staat

Goodbye FUD #5 – Prof. Dr. Blockchain: Kryptos an der Uni

Goodbye FUD #6 – Ein Lob auf den Kryptowinter

Goodbye FUD #7 – Blockchain-Jobs: Absolventen heiß begehrt

Goodbye FUD #8 – Die ewige Skalierungsdebatte: Lösung in Sicht

Goodbye FUD #9 – Institutionelle Investoren: Das große Geld wartet um die Ecke

Goodbye FUD #10 – Gekommen, um zu bleiben

Keine Frage, die erste Mondlandung ging zu schnell. Der Anstieg des Bitcoin-Kurs von 5.870 Euro Anfang November bis 10.000 Euro Anfang Dezember war heftig. Doch damit nicht genug. Allzeithoch jagte Allzeithoch, wir kamen aus dem Berichten gar nicht mehr heraus: 15.000 Euro am 7. Dezember, 16.000 am 16. Dezember; das „Blasen“-Geschrei war (berechtigterweise) laut. Kryptobörsen wie Binance, Bitfinex und Bittrex konnten keine Nutzer mehr aufnehmen – der Andrang war einfach zu groß.

Aus der Vergangenheit lernen

Da war sie also auf dem Mond gelandet, die Bitcoin-Rakete. Doch was nun? Die Turbinen waren komplett überhitzt, das komplette Ökosystem glühte. Also nichts wie zurück zur Erde, so schnell wie möglich. Und zwar ohne Rücksicht auf Verluste: Von einem Blutbad war die Rede. Das Benzin war alle, die Euphorie brannte aus, während die Rakete wieder auf die Erde schnellte. Hinzu kam die unklare Frage der Regulierung in Südkorea, Hacker griffen Börsen an, Assets kamen abhanden. Kurzum: Die Stimmung war getrübt. Zähneknirschend starren wir aufs Portfolio und denken „Hätte ich doch…“. Doch hier liegen wir falsch. Aus der Vergangenheit lernen, heißt das Gebot der Stunde.

Denn nachdem sich Bitcoin, Ethereum und das komplette Krypto-Ökosystem erst einmal erholt haben, kann es sich anpassen, verbessern. Der erste Blick fällt hier auf die Börsen. Nach dem großen Angriff verbesserte die Börse Coincheck ihre Sicherheitsmaßnahmen und zahlte ihren Nutzern einen Teil der verlorenen NEM aus. Auch reagierten die Börsen unlängst auf die Anstürme neuer Nutzer und verbesserten ihr Support-System. Allein im Blick auf die Börsen verbessert sich die Situation durch das „Blutbad“, den „Crash“ oder – nennen wir das Kind realistisch beim Namen – die Abkühlung. Ebenfalls können die Hersteller von Hardware-Wallets ihre Produktion anpassen. Schließlich herrschten massive Lieferengpässe zu Hochzeiten des Krypto-Hypes.

Verbesserungen auf dem Weg

Eine solche Abkühlung ist auch bitter nötig in Anbetracht des beginnenden Frühlings und des kommenden Sommers – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Bitcoin-Mining, das Schürfen der beliebten Kryptowährung, steht nämlich immer wieder in der Schusslinie der Kritik – zu heiß, zu teuer, zerstört die Umwelt. Außerdem führt es bedingt durch die wenigen großen Mining-Farmen zur Zentralisierung des ganzen Prozesses, was kontraproduktiv ist. Intel reagierte auf dieses Problem erst kürzlich: Mit einer neuen Herangehensweise wollen sie Mining platzsparender und energieschonender machen – damit es auch wieder für weniger große Miner interessant wird.

Goodbye FUD #1 – der letzte Punkt

Ein letzter Punkt noch in diesem ersten Teil: Bitcoin kann und muss sich nun etablieren. Die Grundsteine sind gelegt. Durch den großen Mainstream-Medien-Hype haben viele schon von Bitcoin gehört. „Das ist doch diese Internet-Währung, mit der man Drogen kaufen kann?“, „Ist das jetzt nicht so stark eingebrochen?“. Das hört man immer wieder. Doch dass Bitcoin noch viel mehr ist als Spekulationsobjekt und Mittel zum Zweck für die dunkle Seite des Netzes, wissen die meisten noch nicht. Entwicklungsländer wie Venezuela und Simbabwe machen es vor, dass der Bitcoin eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion erfüllen kann. Sobald sich dann das Lightning-Network etabliert und die Defizite im Blockchain-Ökosystem weiter beseitigt wurden, können wir die Bitcoin-Rakete wieder in Position bringen. Aber dieses Mal so, dass wir nicht wieder zurückfliegen müssen.

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