Binance kündigt Integration von xRapid an – Einfluss auf Ripple-Kurs (XRP)?

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

Quelle: Shutterstock

Binance wird in der Zukunft mit Ripple zusammenarbeiten. Das kündigte Binance-CEO Changpeng Zhao in einem Video an. Demnach gebe es Pläne, in Zukunft xRapid in das Ökosystem der Bitcoin-Börse zu integrieren. Das könnte einen Einfluss auf den Ripple-Kurs haben und wirft wiederum die Frage nach der Zentralisierung auf.

Binance gilt nach wie vor als eine der größten Bitcoin-Börsen weltweit. Neben dem Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) oder auch Litecoin (LTC) bietet die Plattform weitere Features. So etwa das Binance Launchpad, über das erst kürzlich der Bittorrent Token (BTT) ICO abgewickelt wurde. Nun gibt es das Vorhaben, eine weitere Funktion einzubinden: das Zahlungssystem xRapid.

Ankündigungen von Changpeng Zhao

Denn wie nun durch ein Video Q&A bekannt wurde, plant das Unternehmen, mit Ripple zusammenzuarbeiten. So sagte der Geschäftsführer Changpeng Zhao:

Momentan arbeiten wir noch an der Integration von neuen Features. Dazu haben wir verschiedene Partner. Im Moment gibt es zwar noch keine Zusammenarbeit. Aber wir wollen xRapid definitiv als Partner.

Im Weiteren kündigt der Binance-CEO an, dass es bereits in den nächsten Wochen zu einer Veröffentlichung einer Testumgebung für eine dezentrale Exchange (DEX) aus dem Hause Binance kommen wird. Zudem plane man außer der künftigen Ripple-Partnerschaft, nach und nach mehr Unternehmen in das Binance-Netzwerk aufzunehmen. Letztlich gab Changpeng Zhao an, dass er eine Freundschaft zu Justin Sun pflege, mit Tron jedoch keine Kooperation geplant sei.

Möglicher Einfluss auf Ripple-Kurs (XRP)


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Der Einsatz von xRapid auf den Binance-Plattformen könnte definitiv einen Einfluss auf den Ripple-Kurs (XRP) haben. Denn letztlich ist xRapid aus dem Hause Ripple als Zahlungsplattform für internationalen Geldtransfer konzipiert. Dazu ist der Einsatz von XRP unabdingbar. Denn der „Bankencoin“ XRP dient hier als Brückenwährung. Im Prinzip transportiert XRP also Zahlungen von A nach B. Der Einsatz von xRapid durch eine der größten Bitcoin-Börsen der Welt würde die Adaption der Kryptowährung also vorantreiben.

Das Kreuz mit der Zentralisierung

Ripple steht immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik. Der Vorwurf lautet dementsprechend, dass das Unternehmen entgegen dem Krypto-Ideal der Dezentralisierung handle. Im Gegensatz zu Bitcoin, das ein dezentrales Geldsystem bilden will, behalte das Unternehmen Ripple einen (zu) großen Teil der XRP-Token für sich ein, so die Kritik am Unternehmen. (Der Reichtum des Mitgründers McCaleb oder auch eines Brad Garlinghouse spielen dieser Kritik freilich in die Hände.)

Was bedeutet nun die Ausbreitung des Binance-Ökosystems einerseits und die Partnerschaft mir xRapid andererseits für das Kryptoversum? Der Zusammenschluss eines tendenziell zentralisierten Unternehmens (Ripple bzw. xRapid) mit einem Unternehmen, das mehr und mehr Partnerschaften anhäuft, führt in keinem Fall zu einer weiteren Dezentralisierung – darüber darf auch der mögliche Launch einer dezentralen Exchange nicht hinwegtäuschen.

Nichtsdestotrotz dürfte die offizielle Integration von xRapid in Binance dem Ripple-Kurs (XRP) einen deutlichen Anschub geben. Bisher gab es jedoch keine nennenswerte Reaktion.

Wer es jedoch dezentralisiert mag, sollte sich dennoch an die Kryptowährung Nummer eins wenden: Bitcoin.

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