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Diese Entwicklung an den Börsen könnte Bitcoin noch weiter ausbremsen

Bitcoin bleibt hinter den Erwartungen vieler Anleger zurück. Stattdessen wandert Kapital in besonders gefragte Börsensektoren.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt das Binance-Logo und eine Bitcoin-Münze

Beitragsbild: Shutterstock

| An den traditionellen Märkten jagt aktuell ein Rekordhoch das nächste

Die schwache Entwicklung von Bitcoin könnte laut Binance Research weniger mit dem Krypto-Markt selbst zu tun haben als mit den Aktienmärkten. Die Analysten verweisen auf den CBOE Dispersion Index, der zuletzt auf 42 Punkte gestiegen ist. Dabei handelt es sich um den dritthöchsten jemals verzeichneten Wert, was auf eine starke Konzentration von Kapital in wenigen Bereichen des S&P 500 hindeutet.

Nach Einschätzung von Binance Research führt diese Entwicklung dazu, dass Anlegergelder verstärkt in besonders gefragte Aktiensegmente fließen. Für Bitcoin bleibt dadurch weniger Liquidität übrig. Die Analysten beschreiben diesen Effekt als eine starke Kapitalbündelung, die Mittel aus anderen Anlageklassen abzieht und den Kurs von Bitcoin belastet.

Bitcoin verliert gegen mehrere Anlagetrends

Laut der Analyse gab es in der Vergangenheit bereits mehrere Phasen, in denen starke Kapitalverschiebungen in Aktienmärkte mit Kursverlusten bei Bitcoin einhergingen. Genannt werden unter anderem die Rotation in Technologie- und Biotech-Aktien im Jahr 2015, die Entwicklung während des späten Technologiezyklus im Jahr 2018 sowie die starke Nachfrage nach Energieaktien im Jahr 2022.

Aktuell sieht Binance Research eine besonders ausgeprägte Kapitalverlagerung. Dieses fließt verstärkt in Unternehmen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz, in Verteidigungsunternehmen sowie in den Energiesektor. Zudem profitieren auch Rohstoffe von den aktuellen Marktbedingungen. Dadurch verliert Bitcoin auf mehreren Ebenen an Aufmerksamkeit.

Trotz dieser Entwicklung sehen die Analysten keinen Hinweis auf Probleme innerhalb des Krypto-Marktes selbst. Die aktuelle Schwäche sei vor allem auf externe Kapitalströme zurückzuführen und nicht auf Ereignisse, die unmittelbar mit Bitcoin oder anderen Kryptowährungen zusammenhängen.

Historische Daten zeigen ebenfalls, dass sich BTC nach früheren Phasen hoher Kapitalbündelung in Aktienmärkten wieder erholen konnte. In vergleichbaren Situationen fand die Kryptowährung ihren Tiefpunkt meist innerhalb weniger Wochen, bevor eine neue Aufwärtsbewegung begann.

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