Wasser auf der Blockchain: Österreich startet ersten Security Token Offering

Quelle: Shutterstock

Wasser auf der Blockchain: Österreich startet ersten Security Token Offering

Österreich schafft den Durchbruch im Bereich Security Token Offerings. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat am 26. November den Kapitalmarktprospekt der Hydrominer IT-Services GmbH erlaubt. Demnach kann man über den Security Token künftig Genussrechte für H3O im Wert von bis zu 75 Millionen Euro handeln.

Nachdem das Fundingmodell ICO mehr und mehr in Kritik geraten ist, sollen Security Token Offerings die nächste vielversprechende Investitionsmöglichkeit sein. Die STOs sind den ICOs nicht unähnlich. Nur eben ein bisschen sicherer. Mit Security Token können Unternehmen Token ausgeben, die man mit Aktien vergleichen kann. Im Gegensatz zum ICO stehen den Anlegern hier Eigentumsrechte zu. Bei Utility Token (die bei ICOs verteilt werden) ist dies nicht der Fall. Die Funktionen und Ausgabe der Token regelt dabei eine Blockchain mittels Smart Contracts. Die auf der Blockchain gespeicherten Token repräsentieren letztlich die Rechte der Token-Inhaber am jeweiligen Unternehmen.

Nun betritt ein österreichisches Unternehmen dieses Neuland. Nach einer Pressemitteilung der Anwaltskanzlei Stadler Völkel, die BTC-ECHO vorliegt, ist das Unternehmen das erste in der Europäischen Union, das einen STO durchführt.

Details zum Security Token Offering von Hydrominer

Die entsprechenden Token von Hydrominer heißen H30-Token und sichern den Inhabern „qualifiziert nachrangige Genussrechte“:

„Inhaber von H3O-Token haben […] weiter das Recht, Geschäftsentscheidungen von Hydrominer aktiv mitzugestalten. Dieses Mitspracherecht [geht] über jenes von Aktionären hinaus und erlaubt Anlegern, aktiv in Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Daneben sehen die Wertpapierbedingungen eine Art Mitverkaufsrecht für den Fall vor, dass eine qualifizierte Mehrheit der Eigentümer von Hydrominer ihre Geschäftsanteile verkaufen.“

Ferner dienen die H3O-Token als Schlüssel, um sich gegenüber Hydrominer als Wertpapierinhaber auszuweisen. Dies gilt für Auszahlung ebenso wie für die Ausübung der mit dem H3O-Token verbundenen Mitspracherechte.


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Hydrominer führte bereits im vergangenen Jahr einen ICO durch – dabei konnte man mit dem H2O-Token in vornehmlich umweltfreundliches Bitcoin Mining investieren. Die zugehörigen Token stehen dann für Bitcoin-Mining-Zeiteinheiten.

Beim H3O-Security-Token handelt es sich also um ein Novum am Krypto-Markt. Dementsprechend freudig äußert sich die Rechtsabteilung von Hydrominer:

„Mit der Billigung des wohl ersten Kapitalmarktprospekts eines Security Token Offerings innerhalb der EU haben wir nicht nur einen Meilenstein für die Branche gesetzt, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Österreich. Insbesondere freut es uns, dass wir laufend an der rechtlichen Feinjustierung bei Blockchain-Anwendungsformen beraten können und innerhalb der Community das Vertrauen als hochspezialisierter Partner im Blockchain-Bereich genießen.“

erklärt Arthur Stadler, Stadler Völkel Rechtsanwälte.

Eine Zeichnung ist ab dem 1. Februar 2019 möglich. Das Angebot erfolgt ausschließlich in Österreich und Deutschland auf Basis des am 26. November 2018 gebilligten Kapitalmarktprospekts, den man auf der Website von Hydrominer finden kann.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Blockchain für die Nachhaltigkeit: ConsenSys und WWF wollen mit Impactio die Welt retten
Blockchain für die Nachhaltigkeit: ConsenSys und WWF wollen mit Impactio die Welt retten
Funding

WWF und ConsenSys haben mit Impactio eine neue Plattform für Investitionen in nachhaltige Projekte und Geschäftsmodelle vorgestellt. Die Pilotphase wurde bereits erfolgreich abgeschlossen, nächstes Jahr sollen weitere Projekte von Impactio profitieren können.

ETO-Investment ab 10 Euro: Neufund erhält grünes Licht für Equity Token Offering
ETO-Investment ab 10 Euro: Neufund erhält grünes Licht für Equity Token Offering
Funding

Neufund hat den Start des Equity Token Offerings (ETO) für das E-Mobility Start-up Greyp bekannt gegeben. Bei dem ETO können auch Kleinanleger mitmachen – und sich in die Riege der Greyp-Investoren einreihen, zu denen auch der Autobauer Porsche zählt.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Blockchain

Das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods ist als jüngstes Mitglied der Lebensmittel-Plattform Food Trust von IBM beigetreten. Mithilfe der Blockchain-Lösung wollen die Fischer die Lieferketten atlantischer Jakobsmuscheln absichern. Die Marketing-Aktion soll für Transparenz, Lebensmittelsicherheit, nachhaltigen Fang und damit nicht zuletzt Kundenvertrauen sorgen.

Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Szene

Der Moskauer iPhone-Besitzer, der den Apple-Konzern für seine eigene Homosexualtiät verantwortlich machte, hat seine Beschwerde zurückgezogen. Laut seiner Anwältin scheue er das große öffentliche Interesse an seinem Fall.

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Kursanalyse

Bisher konnte sich der gleitende Mittelwert der letzten hundert Tage als stabiler Support beweisen. Jedoch kann die kurzfristige Entwicklung des Bitcoin-Kurses als Bärenflagge gedeutet werden. Jenseits von Bitcoin gab es, trotz eines eher sorgenvollen Berichts der G7-Staaten, positive Neuigkeiten um Stable Coins. 

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Angesagt

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.

Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Kommentar

„Blockchain ist viel mehr als Bitcoin.“ Dieser Satz wurde in den letzten zwei Jahren geradezu mantra-artig, selbstbewusst und inflationär von Managern aus der Industrie heruntergebetet. Warum die Realität von dieser Vorstellung noch ein Stückchen entfernt ist, wie lange es dauern wird, bis Blockchain im produzierenden Gewerbe wirklich angekommen ist und wieso die Finanzialisierung der Realwirtschaft voraus ist. Ein Kommentar.

Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Szene

Nach Visa, PayPal und ebay ist auch MasterCard aus Facebooks Libra Association ausgetreten. Das Kreditkartenunternehmen nahm dies zum Anlass, um einmal über die Zukunft der Krypto-Welt nachzudenken. Von einem Abschied aus der Branche ist MasterCard indessen meilenweit entfernt.

iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
Blockchain

Eine neue App verspricht mithilfe der Blockchain vollste Transparenz bei der Kaffeeproduktion. Das Produkt der kolumbianischen Firma iFinca möchte Farmern eine stärkere Stimme verleihen. Endverbraucher, die den entsprechenden QR-Code auf ihrem Kaffee scannen, sehen dann, wie viel der Bauer an der Herstellung verdient hat. Es ist nicht das erste Projekt in der Kaffee-Branche, welches die Technologie von Bitcoin & Co. nutzt. Schließlich ist das Kaffee-Business eines der undurchsichtigsten weltweit.