Goldman Sachs: Blockchain ist bereit für die große Bühne

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Goldman Sachs Tower New York

Quelle: Arturo Pardavila III (Goldman Sach Tower: 8/29/2015) via flickr

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Die Blockchain Technologie ist für bereit für die “große Bühne”, sagt ein neuer Bericht des Bankenriesen Goldman Sachs.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Mark Preuss

Die Bank, die bei der Circles 50 Mio. $ Finanzierungsrunde am Anfang des Jahres mitgewirkt hat, schreibt in seinem “Emerging Theme Radar” an seine Kunden, dass der Bitcoin möglicherweise nur der “Auftakt” für die Blockchain Technologie darstellt.

Im Bericht des Aktienanalysenteams steht:

“Sobald man die zugrundeliegenden Strukturen des Bitcoins betrachtet, zeigt sich diese Technologie als … neues Werkzeug um Kosten zu verringern und um den Profit des Vermittlers anzugreifen, mit dem Versprechen zentralisierte Institutionen überflüssig zu machen. Diese Lösung wendet sich nicht nur an Endverbraucher, sondern auch an weitaus lukrativere Unternehmen.”

Der Autor des Berichts, Robert D. Boroujerdi, merkte jedoch schnell an, dass der “Hype anhält” und das immer noch “Blockaden” der Blockchain Technologie im Wege stehen und somit noch nicht das volle Potential ausgeschöpft werden kann.

Den Mittelsmann ausschließen


Boroujerdi betonte die dezentrale Natur der Bitcoin-Blockchain im Vergleich zu den herkömmlichen Kontenbuchsystemen.

Wenn man den Mittelsmann ausschließe, bedeute das, dass die Blockchain Technologie effizienter, sicherer und mit niedrigeren Kosten arbeiten kann als aktuelle Systeme, schreibt Boroujerdi, zusätzlich könnte man das Risiko des Gegenübers reduzieren und die Möglichkeit anbieten, direkte Informationen über Transaktionsrisiken und -kosten einzuholen.

Der Bericht betont einige Anwendungsbeispiele für die Blockchain Technologie, angefangen bei Innendienstaufgaben über behördliche Papierarbeiten bei Banken, um alternative Güter wie Kunst oder Zeugnisse beglaubigen zu lassen.

In den Bericht steht geschrieben:

“Diese dezentrale, kryptographie-basierte Lösung schließt den Mittelsmann aus. Es hat das Potenzial Transaktionen und Innendienste einer Vielzahl von verschiedenen Industrien neu zu gestalten.”

Blockchains ohne Bitcoin

Der Bericht spricht auch einige mögliche Probleme mit der Blockchain Technologie an.

Unter diesen befindet sich die eingeschränkte Skalierbarkeit, die für die Bitcoin Blockchain bei ungünstigen sieben Transaktionen pro Sekunde und bei VisaNet bei 47.000 pro Sekunde steht.

Er berücksichtigt auch, dass die Frage nach öffentlichen oder privaten Blockchains zu Aufreibung, langsamerer Einführung und erhöhter Zersplitterung führen kann.

Boroujerdi weist auf ein gesundes Startup-Ökosystem hin, das vom “exponentiellen” Wachstum des investierten Beteiligungskapital profitiert, jedoch betont er ebenfalls, dass es Akteure hinter diesem Ökosystem gibt, die diese Technologie in die großen Amerikanischen Konzerne bringen könnten.

Fernab von Startups arbeitet Goldman eng mit dem Bankenkonsortium R3CEV (in dem Goldman ein Mitglied ist) zusammen; IBMs ADEPT Projekt, welches versucht das Internet of Things und die Blockchain Technologie zu verbinden; und Nasdaq, welches seine Linq Private Markt Plattform auf eine Blockchain gebaut hat.

Können Blockchains ohne Bitcoin existieren? Laut des Berichts ist die Antwort ein klares ja:

“Jene die Bitcoin abgeschrieben haben, scheinen das goldene Ei verpasst zu haben – ein zugrundeliegender Technologietreiber der, möglicherweise, auf die Rationalisierung einer Vielzahl von Unternehmen ausgelegt ist. Einfach gesagt, die Blockchain kann außerhalb einer Welt des Bitcoin leben.”

Goldmans Klientenbericht erscheint nachdem Goldman letzten Monat ein Patent für ein Wertpapierabwicklungssystem basierend auf einer neuen Kryptowährung namens SETLcoin eingereicht hat.

Diesen Frühling berichteten Goldmans Analysten umfangreich in einem mehrteiligen Bericht über “Die Zukunft der Finanzen”.

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Stan Higgins via coindesk
Image Source: Arturo Pardavila III (Goldman Sach Tower: 8/29/2015) via flickr


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