Ethereum: Vitalik Buterin ermutigt Klage gegen nChain

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: Vitalik Buttern via Romanpoet

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Vitalik Buterin, der Gründer der Blockchain-Plattform Ethereum, kritisiert das Blockchain-Unternehmen nChain. Dieses hatte ein neues Patent angemeldet, welches Buterin für ein plumpes Imitat einer längst existierenden Technologie hält. Einer Klage vor Gericht halte das Patent seiner Meinung nach jedenfalls nicht stand.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Das Unternehmen nChain ist vor allem durch die schillernde Persönlichkeit seines CTO Craig Wright bekannt. Dieser hatte 2016 unter anderem behauptet, unter dem weltbekannten Pseudonym Satoshi Nakamoto hinter der Entwicklung des Bitcoin zu stecken. BTC-ECHO berichtete zudem vom Prozess Wrights gegen die Erben seines ehemaligen Geschäftspartners Dave Kleiman, den er um rund 10 Milliarden US-Dollar betrogen haben soll.

Wright vs. Vitalik

Mit Ethereum-Gründer Vitalik Buterin hat sich Craig Wright nun einen weiteren prominenten Feind gemacht. Dieser hatte auf dem Forum Deconomy in diesem Jahr bereits kritisiert, warum man Wright eine Plattform gebe, da dieser offensichtlich ein Betrüger sei. Nun legt er angesichts eines neuen Patents des Unternehmens nChain noch einmal nach.

Das European Patent 3268914 trägt den Titel „Bestimmung eines gemeinsamen Geheimnisses für den sicheren Austausch von Informationen und hierarchischen deterministischen kryptographischen Keys.“ Im Wesentlichen behandelt das Patent die Idee eines vorbestimmten Keys zur sicheren Kommunikation im Bitcoin-Cash-Ökosystem. Damit sollen laut eigener Aussage per Twitter-Post Hackerangriffe auf Wallets und Exchanges zukünftig vermieden werden.


Vitalik Buterin kritisiert das Patent von nChain scharf. Seiner Ansicht nach stecke in der entwickelten Technik keine Innovation, die es rechtfertige, ein Patent dafür anzumelden. Auf Twitter gab er an, vielmehr einfach alte Public-Master-Key-basierte Wallets zu imitieren, die bereits 2013 genutzt wurden. Er geht sogar so weit zu fragen, ob nicht jemand nChain vor Gericht zerren und verklagen möchte. Diese Aufforderung könnte auch nur zur Hälfte als rhetorische Frage abgetan werden, spielt sie doch auf oben erwähnten Gerichtsfall an.

Wie sich die Geschichte rund um das Patent und die dort aufgeführte Technologie weiter entwickelt, wird man in den nächsten Monaten verfolgen müssen. Für die nötige Social-Media-Aufmerksamkeit haben nChain und Craig Wright jedenfalls schon mal gesorgt – auch durch die erneute Konfrontation mit Vitalik Buterin.

BTC-ECHO


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