Non-fungible Token (NFT)

Non-fungible Token (NFT) sind einzigartige Krypto-Token, die nicht beliebig oft vermehrt werden können. Oftmals werden sie auch als digitale Sammlerstücke bezeichnet, da mit NFTs Knappheit im digitalen Raum geschaffen werden kann. Digitale Sammelkarten, Kleidungsstücke und andere Kunstwerke gehören dazu und wurden bereits zu Preisen jenseits der 100.000 Euro gehandelt.

Was ist NFT (Non Fungible Token)?

Non-fungible Token (NFT) sind einzigartige Krypto-Token, die nicht beliebig oft vermehrt werden können. Oftmals werden sie auch als digitale Sammlerstücke bezeichnet, da mit NFTs Knappheit im digitalen Raum geschaffen werden kann. Digitale Sammelkarten, Kleidungsstücke und andere Kunstwerke gehören dazu und wurden bereits zu Preisen jenseits der 100.000 Euro gehandelt.

Was ist der Unterschied zwischen fungibel und nicht fungibel?

Um zu verstehen, was NFT so besonders macht, muss man zunächst den Unterschied zwischen fungibel und nicht fungibel verstehen. Wenn etwas fungibel ist, bedeutet das, dass etwas homogen austauschbar ist. Beispiele dafür aus der realen Welt sind etwa Geldnoten oder Edelmetalle: Ein Gramm pures Gold ist so viel wert wie ein anderes Gramm pures Gold. Und wenn man jemandem einen Zehn-Euro-Schein gibt, wäre es egal, wenn dieser nicht genau denselben Schein zurückgeben würde.

Das alles ändert sich, wenn etwas nicht fungibel ist. Obwohl zwei Gegenstände auf den ersten Blick identisch aussehen können, haben beide einzigartige Informationen oder Eigenschaften, die sie unersetzlich beziehungsweise nicht austauschbar machen. 

Ein Beispiel für ein nicht-fungibles Gut könnte ein Flugticket sein. Flugtickets sind auf den ersten Blick gleich, aber jedes Ticket enthält einen anderen Passagiernamen, ein anderes Reiseziel und eine andere Sitzplatznummer. Deshalb könnte es auch schwerwiegende Folgen haben, wenn man ein Flugticket gegen ein anderes tauscht. So ähnlich verhält es sich auch im digitalen Raum mit NFTs. Ein anderes Beispiel wären Internet-Domains, da es jede Domain schließlich nur einmal geben kann.

Was unterscheidet Non-fungible Token von anderen Token?

Non-fungible Token können Dinge im digitalen Raum limitieren und einzigartig darstellen. Viele andere Token oder Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether sind fungibel. Wenn man jemandem einen Ether schickt und dafür einen Ether zurückbekommt, würde man keinen Unterschied bemerken. 

Dasselbe gilt für Token: Die meisten Token basieren bislang auf dem ERC-20-Standard von Ethereum. Der Einfachheit halber kann man sich vorstellen, dass jeder dieser Token einen 10-Euro-Schein abbildet. Wenn man diesen Token jemandem schickt und eine Woche später einen anderen zurückbekommt, gleicht dieser dem anderen. 

Das alles ändert sich mit Non-fungible Token. Derzeit verwenden die meisten NFT auf der Ethereum Blockchain den sogenannten ERC-721-Standard. Token, die diesen Standard verwenden, können mit Pokémon- oder Yu-Gi-Oh-Sammelkarten verglichen werden. Jeder einzelne Token enthält einzigartige Informationen und einen unterschiedlichen Seltenheitsgrad. 

Zudem gibt es noch einen weiteren gravierenden Unterschied, den man beachten muss. Fungible Token sind teilbar, das heißt, es ist möglich einen Bruchteil von Bitcoin oder einen anderen ERC-20-Token zu versenden oder zu besitzen. Ähnlich wie bei Bargeld, wo man mit einem Zehn-Euro-Schein bezahlen kann und Wechselgeld erhält. 

Dahingegen können Non-fungible Token nicht geteilt werden und müssen ganz gekauft oder verkauft werden. Ebenso wie bei Sammelkarten, bei denen wohl niemand auf die Idee kommen würde, nur eine halbe Karte zu kaufen.

Was sind Anwendungsbeispiele für Non-fungible Token?

Anwendungsfälle für NFT sind praktisch endlos. Tatsächlich können Non-fungible Token als Grundlage für eine neue, auf der Blockchain-Technologie basierte, digitale Wirtschaft dienen. Mit der Hilfe von NFT kann die reale Welt mit der digitalen Welt verschmelzen. Neben der Abbildung von Knappheit und Einzigartigkeit im ausschließlich digitalen Raum, wird damit auch der Digitalisierungsprozess von Objekten und Assets aus der echten Welt in die Virtuelle erheblich erleichtert.

Was sind die derzeit größten Anwendungen für NFT?

Gaming

Der Verkauf von seltenen Waffen oder Skins ist derzeit bei beliebten Spielen wie World of Warcraft, Fortnite, CS:GO oder League of Legends verboten. Außerdem ist es auch nicht möglich, Gegenstände oder Skins aus einem Spiel auch in einem anderen Spiel zu verwenden. Mit NFTs wäre es möglich, Gegenstände zu übertragen und Eigentumsrechte klar zuzuordnen. Damit würden sich einige der größten Ärgernisse, mit denen begeisterte Gamer konfrontiert sind, lösen lassen.

Kunst

In der digitalen Welt ist es oftmals ein Alptraum für Künstler, ihre Urheberrechte zu schützen und Geld zu verdienen. Durch NFTs kann jemand ein Kunstwerk kaufen und es in einem virtuellen Raum präsentieren, wobei die Blockchain das Eigentumsrecht nachweist. Künstler können dadurch ihr Urheberrecht schützen und sich einen größeren Teil des durch den Verkauf erzielten Gewinns sichern. Darüber hinaus ist es möglich, einen NFT so zu konfigurieren, dass man eine wiederkehrende Einnahmequelle erschafft, bei der man an jedem weiteren Verkauf des NFT mitverdienen kann. In letzter Zeit sind bereits einige NFTs für mehrere hunderttausend Euro verkauft worden und viele rechnen damit, dass der Kunst-NFT-Sektor in Zukunft noch enorm wachsen wird.

Sammlerstücke

Wie man bereits bei den CryptoKitties, dem Fantasy Football Game Sorare oder NBA Top Shot von Dapper Labs gesehen hat, werden NFTs bereits verwendet, um völlig neue Arten von Sammlerstücken zu schaffen. Sorare ermöglicht es beispielsweise, tokenisierte Versionen seiner Lieblingsspieler zu kaufen. Das Prinzip ähnelt dabei stark den Panini-Sammelbildern, die viele noch aus ihrer Kindheit kennen. Das gleiche Prinzip wird nun in der digitalen Welt angewendet, in Form von Digital Collectibles, die den Besitz einer Sammelkarte digital repräsentieren.

Vermögenswerte

Der NFT-Markt für virtuelle Vermögenswerte ist groß. Auf Plattformen wie Decentraland und Cryptovoxels ist es möglich, Grundstücke von virtuellem Land zu kaufen. Diese Grundstücke besitzen einzigartige Eigenschaften, genau wie Grundstücke aus der echten Welt. Innerhalb virtueller Welten werden diese Grundstücke schon jetzt für mehrere zehntausend Euro gehandelt. Darüber hinaus hat die Website Unstoppable Domains Namen von Websites tokenisiert. Jeder Name einer Website kann dadurch zu einem NFT, der von jedem frei gehandelt werden kann, umgewandelt werden.

Noch befindet sich dieser Bereich der NFTs in einem Anfangsstadium, aber es ist möglich, reale Vermögenswerte wie Kunstwerke oder Plattenverträge als NFT zu tokenisieren. Hierbei werden die NFTs verwendet, um zu beweisen, dass jemand ein Kunstwerk (anteilig) besitzt oder um Ansprüche aus Tantiemen zu regeln.

Identitäten

Jeder Mensch hat einzigartige Eigenschaften – vom Aussehen bis hin zu unseren Bildungsabschlüssen und unserer medizinischen Vorgeschichte. Mithilfe von Non-fungible Token ist es möglich, diese Identität zu tokenisieren. Somit kann man alle Daten, die es über eine Person gibt, in Form eines NFT darstellen und Menschen die Kontrolle über ihre Daten zurückgeben.

NFT: Was sind die Vor- und Nachteile?

+ Neue Einnahmequellen in den Bereichen Gaming, Kunst, Sport und Technologie.

+ NFT können Kryptowährungen und Blockchain-Technologie in den Mainstream bringen.

+ NFT können unsere Einstellung zu Eigentum verändern und effektive internationale Standards ermöglichen.

+ NFT können das Fundament von virtuellen Ökonomien werden.

– Aufbau von dezentralen Apps für NFT kann knifflig und zeitintensiv sein.

– Es ist noch viel mehr Vereinfachung nötig, damit NFT für weniger krypto-affine Menschen attraktiv werden.

– Der Hype um NFT birgt die Gefahr einer Blasenbildung.

Tutorial: NFT erstellen

Du willst selbst einen NFT erstellen? Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie es geht.

NFTs selbst zu erstellen ist leichter als man es sich unter Umständen vorstellt. Folgende Schritte sind dazu nötig:

–        Krypto-Wallet (z.B. MetaMask) erstellen

–        OpenSea-Account eröffnen

–        Krypto-Wallet verbinden

–        NFTs hochladen

Du hättest es gerne etwas detaillierter? Kein Problem.

Schritt 1: Wallet bei MetaMask erstellen

Bevor du deinen eigenen NFT erstellen kannst, benötigst du eine Wallet. Wie du deine eigene einrichtest, erfährst du im Metamask-Tutorial.

Schritt 2: Bei OpenSea anmelden

Der nächste Schritt, um deine ersten NFT zu erstellen, ist denkbar einfach. Du besuchst die Opensea-Webseite, um dich anzumelden. Arbeitest du vom Computer aus, klickst du rechts oben auf „Create“, um deine MetaMask-Wallet auszuwählen und mit OpenSea zu verbinden.

Arbeitest du am Smartphone, öffnest du einfach deine MetaMask-App und rufst die Seite von OpenSea auf.

Hier wählst du nun mit MetaMask die erste Option (wahlweise kannst du natürlich auch eine andere Wallet wählen) und verbindest sie mit OpenSea. Damit ist nun auch dein OpenSea-Konto erstellt.

Schritt 3: NFT erstellen

Um nun deinen eigenen NFT zu erstellen, wählst du den Reiter „Create“ aus – du findest ihn rechts oben in der Leiste deines Dashboards.

Im nächsten Fenster bekommst du nun die Möglichkeit, deinen gewünschten NFT zu erstellen.

Klicke dazu einfach auf die mit grauen Strichen umrundete Schaltfläche und wähle von deinem Smartphone oder Computer eine Datei aus. Du hast die freie Wahl: Bild, Videodatei, Audiodatei oder auch ein 3D-Modell. Einzige Beschränkung: Die Datei, die du zu einem NFT machen willst, darf nicht größer als 100 MB sein.

Mit folgenden Dateiformaten kannst du auf OpenSea einen NFT erstellen:

–        JPG

–        PNG

–        GIF

–        SVG

–        MP4

–        WEBM

–        MP3

–        WAV

–        OGG

–        GLB

–        GLTF

Nun hast du deinen NFT erstellt! Fehlt nur noch, ihm noch ein genaueres Profil zu geben.

Schritt 4: Features hinzufügen

Im Anschluss kannst du deinem eigenen NFT noch einen Namen geben und ihn mit einem externen Link versehen. Außerdem ist es möglich, dem NFT eine Beschreibung zu geben, damit potenzielle Sammler wissen, mit was sie es da zu tun haben.

Du kannst ihn auch einer bestimmten Kollektion zuordnen, wenn du möchtest. Kollektionen sind im Prinzip wie Ordner auf deinem Computer, denen du verschiedene Themen zuweist.

Ferner kannst du deinem NFT noch ein genaueres Profil geben, indem du ihn unter „Properties“ einer bestimmten Gattung oder auch Geschlecht zuordnest – zum Beispiel, wenn du eine Kollektion verschiedener Figuren machst.

Du bekommst ferner die Möglichkeit, dein NFT mit verschiedenen „Leveln“ und „Stats“ zu versehen – etwa mit einer besonders hohen Geschwindigkeit oder besonders hohen Kampfkünsten. Das ist vor allem interessant, wenn du dich im Gaming-Bereich bewegst.

Schließlich bietet OpenSea noch die Möglichkeit, beim NFT erstellen „Unlockable Content“ hinzuzufügen. Hier kannst du etwa besondere Informationen oder auch Links zu bestimmten Inhalten eingeben. Diese werden nur den jeweiligen Besitzern der NFTs angezeigt.

Falls es sich bei deinem NFT um Inhalte handelt, die nur erwachsenen Menschen zugänglich sein sollten, kannst du schließlich noch „Explicit & Sensitive Content“ aktivieren. Dann wird dein NFT in der Kategorie „NSFW“ (Not save for work, nicht sicher für die Arbeit) eingeordnet.

Bleibt noch die Wahl der Blockchain. Standardmäßig ist hier die Ethereum-Blockchain ausgewählt. Möchtest du jedoch keine Gebühren zahlen, kannst du hier ganz einfach auf die Polygon-Blockchain umschalten. Damit kannst du deinen NFT kostenlos erstellen.

Außerdem wird es durch die Umstellung auf die Polygon-Blockchain möglich, eine höhere Stückzahl auszuwählen.

Nun klickst du nur noch auf „Create“ und hast es geschafft: du hast deinen eigenen NFT erstellt!

Wo kann ich NFT kaufen?

Wenn du auf der Suche nach einem Marktplatz bist, um selbst NFTs zu kaufen oder zu verkaufen, schau doch mal in unserem Review-Bereich vorbei. Dort findest du eine Übersicht mit allen Plattformen, die den NFT-Handel anbieten. Hier entlang.