Am gestrigen Samstag schloss die Ethereum Foundation den dritten Over-the-Counter-Verkauf (OTC) von Ether an die Treasury-Firma Bitmine ab. Dabei veräußerte die Stiftung insgesamt 10.000 ETH zu einem Gesamtpreis von rund 22,9 Millionen US-Dollar. Laut einer offiziellen Mitteilung dienen die Erlöse der Finanzierung zentraler Operationen, darunter die Forschung und Entwicklung des Protokolls, die Ökosystem-Pflege sowie die Vergabe von Community-Grants. Schon in der Vorwoche sicherte sich Bitmine-Chairman Tom Lee 10.000 ETH von der Stiftung.
Innerhalb der Krypto-Community formiert sich nun jedoch Widerstand gegen die Liquiditätsstrategie der Ethereum Foundation. Kritiker hinterfragen die hohe Burn-Rate und die Notwendigkeit, innerhalb von nur zwei Wochen Kapital in Höhe von 46 Millionen US-Dollar abzurufen. Zudem sorgt das jüngste Unstaking von über 17.000 ETH für Diskussionsbedarf, da die Stiftung damit scheinbar von ihrem ursprünglichen Ziel abrückt, dauerhaft 70,000 ETH im Staking zu halten.
Tom Lee, die neue Ethereum-Lichtgestalt
Derweil fährt Bitmine unter der Leitung von Tom Lee eine aggressive ETH-Akkumulationsstrategie. Das Unternehmen hat sich zur mit Abstand größten Ethereum-Treasury entwickelt und hält mittlerweile knapp 5 Millionen ETH in seinen Büchern. Etwa 83 Prozent dieser Bestände, rund 4,19 Millionen Coins im Wert von 9,5 Milliarden US-Dollar, werden für das Staking verwendet und generieren dadurch regelmäßige Cashflows.
Lee selbst sieht in Ethereum weit mehr als eine bloße Smart-Contract-Plattform und erinnert mit seiner kühnen Strategie an MSTR und Michael Saylor. Er identifiziert die zweitgrößte Kryptowährung als einen resilienten Wertspeicher, der in den jüngsten geopolitischen Krisenzeiten sogar den S&P 500 outperformt habe. Außerdem begründet der Bitmine-Chairman den kontinuierlichen Ausbau der ETH-Bestände mit der wachsenden Relevanz von Tokenisierung und Künstlicher Intelligenz.
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