Das große Geld? Bitcoin-Börse Coinbase gibt Insights zu institutionellen Investoren

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

Quelle: Shutterstock

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Brian Armstrong, CEO der Bitcoin-Börse Coinbase, war während der Blockchain Week in New York bei Fred Wilson von Union Square Ventures im Interview. Im Fokus des Gesprächs standen institutionelle Investoren.

Auch wenn die Blockchain-Technologie in vielen Bereichen eingesetzt wird, ist Bitcoin als Investment das Flaggschiff in der Popularisierung der gesamten Industrie. Immer wieder rücken damit Figuren der Finanzbranche in den Fokus, anhand deren Einschätzungen sich mögliche Orientierung bietet. Eine dieser Figuren ist Fred Wilson, Gründer des Kapitalverwalters Union Square Ventures (USV). Im Rahmen der Blockchain Week in New York war der oft zitierte Coinbase-CEO Brian Armstrong im Interview. Wer die Kryptonomie auch nur halbwegs im Blick behalten hat, weiß, dass institutionelle Gelder eines der Kernthemen der letzten Monate war und noch eine Weile bleiben wird. So unterhielten sich auch Wilson und Armstrong über diese Rolle der Institutionen.


Kurze Geschichte der Institutionen auf Coinbase

Wir fingen an als Handelsplattform für Einzelverkäufe [für private Kleininvestoren]. An einem gewissen Punkt wurde uns klar, dass wenn die [Blockchain-]Industrie erwachsen werden soll, wir das Geld von Institutionen in den Markt bringen mussten. Ich denke, 90 Prozent des Geldes ist an Institutionen gebunden. Wir traten also in Gespräche mit diesen Kunden und fragten sie, was sie bräuchten. Es zeigte sich, dass wir ihnen andere Bedingungen schaffen mussten […] wie beispielsweise Treuhänderschaft. […] Das gab es zu diesem Zeitpunkt im Krypto-Space nicht. Wir fragten uns also: Können wir eine vertrauenswürdige Infrastruktur aufbauen, um mehr und mehr von deren Geldern zu bekommen? Das war im Grunde genommen die Genese [der Institutionen auf Coinbase]. […] Wir begannen also Dinge wie OTC Trading […] und Institutionen machen inzwischen, denke ich, 60 Prozent unseres Handelsvolumen auf Coinbase Pro aus. Wir werden in dieser Hinsicht also am Ball bleiben und weiter [in den Ausbau dieser Infrastruktur] investieren.

so der rote Faden in Armstrongs Credo. Wie wir berichteten, zählt Coinbase inzwischen mehr als 70 Institutionen zu seinen Kunden, von denen insgesamt über eine Milliarde US-Dollar durch Coinbase verwaltet wird.

Staking als Zünglein an der Waage

Besonders viel Potential sieht Armstron im Staking, das eine attraktive Alternative zu traditionellen Anlageformen sein kann:

Staking ist ein großes Thema für unsere Kunden. Sie sagen: „Wir brauchen den größtmöglichen Gewinn aus unseren Anlagen. Wir interessieren uns für [Staking].“ Wir haben ein Cold-Storage-System aufgebaut, um deren Gelder sicher und treuhänderisch zu verwahren. […] [Bei Coinbase] kann man Gewinne mit diesem sicher verwahrten Geld durch Staking erzielen. […] Das ist eines der coolen Details, die es am traditionellen Finanzmarkt nicht gegeben hat.

Hinzu komme bei Coinbase die beste Versicherungspolice für Cybercrime, sollte dennoch aus bisher noch nicht „kontemplierten Problemen“ Schwierigkeiten entstehen.

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Wer zuletzt lacht

Dass Fred Wilson schon früh auf Bitcoin aufmerksam wurde, zeigt ein Blogpost vom August 2012, auf den Armstrong im Interview hinweist. Nun allerdings setzte sich Wilson nicht im Rahmen seines privaten Blogs mit Bitcoin auseinander, sondern als Vertreter eines milliardenschweren Investmentunternehmens. 2012 hat er Bitcoin, so offenbar die damalige gesellschaftliche Wahrnehmung, als „Joke“ bezeichnet. Er selbst schenke jedoch gerne solchen Witzen Aufmerksamkeit, konterte er 2012. Sieben Jahre später scheint sich das Blatt nun offenbar gewendet zu haben.

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