Die US-Aufsichtsbehörde CFTC öffnet sich weiter für Krypto-Derivate. In einer Mitteilung vom 29. Mai genehmigte die Behörde Perpetual Futures auf den Bitcoin-Spotpreis für die Prognosemarkt-Plattform Kalshi. Fast zeitgleich erhielt Coinbase eine No-Action-Zusage für vergleichbare Produkte.
Coinbase und Kalshi erhalten grünes Licht
Perpetual Futures, kurz Perps, erlauben Tradern, auf die Kursentwicklung von Kryptowährungen zu spekulieren, ohne den Basiswert selbst zu halten. Für die US-Krypto-Branche gilt die Entscheidung als wichtiger Schritt, weil diese Futures bislang vor allem außerhalb der USA gehandelt werden. Beobachter erwarten in dem Perps-Sektor einen Billionenmarkt.
Coinbase-Chefjurist Paul Grewal bezeichnete die Entscheidung auf X als “eine bahnbrechende Premiere für die Branche”. Coinbase hatte im März bereits Perpetual Futures auf Aktien für Nutzer außerhalb der USA gestartet.
Krypto geeignet für 24/7-Handel
In einer weiteren Mitteilung äußerte sich die CFTC zu 24/7-Handel, Clearing und Abwicklung. Derivate auf Krypto-Assets könnten sich aufgrund ihrer digitalen Infrastruktur und globalen Reichweite besonders für den Rund-um-die-Uhr-Handel eignen. Traditionelle Märkte wie Agrarrohstoffe seien dafür wegen regionaler Strukturen und spezifischer Kundengruppen weniger geeignet.
Neben Coinbase und Robinhood erhielten in der Folge auch Hyperliquid und Lighter kurstechnischen Rückenwind. HYPE stieg zwischenzeitlich gar auf ein neues Allzeithoch bei rund 67 US-Dollar.
Robinhood konnte gestern gar zweistellig zulegen. Der Retail Broker ist stark vom Krypto-Volumen abhängig und ebenfalls in den Perps-Markt eingestiegen. Manche Beobachter sehen HOOD im Vergleich zu HYPE gar als das attraktivere Investment.
