Revolut verstärkt sein Krypto-Geschäft mit einem prominenten Neuzugang von Coinbase. Michael Schröder wechselt als Global Head of Crypto Expansion zur britischen Neobank und soll dort künftig die internationale Expansion des Bereichs vorantreiben. Das bestätigte der Manager selbst auf LinkedIn. Zuvor war Schröder unter anderem als Chief Risk Officer Europe und Vorstandsmitglied für Coinbase tätig.
Der Wechsel gilt als strategisch bedeutsam, denn Revolut zählt bereits heute zu den größten Krypto-Anbietern Europas. Mit einer MiCA-Lizenz über die zypriotische Finanzaufsicht kann das Unternehmen seine Dienstleistungen EU-weit anbieten. Nun soll das Geschäft offenbar deutlich internationaler werden. Laut Branchenanalysen betreut Revolut inzwischen rund 70 Millionen Kunden weltweit.
Neobanken im Duell mit Krypto-Börsen
Für Coinbase kommt der Abgang zu einer ungünstigen Zeit. Schroeder gehörte seit Ende 2022 zur europäischen Führungsebene und verantwortete regulatorisch besonders sensible Bereiche, was im Umfeld verschärfter Aufsicht durch MiCA und nationale Behörden zusätzlich schmerzen dürfte. Brisant ist der direkte Wechsel zu einem aufsteigenden Wettbewerber in der Krypto-Branche.
Der Personalwechsel unterstreicht zudem, wie stark sich der europäische Krypto-Markt professionalisiert. Gefragt sind längst nicht mehr nur Entwickler oder Gründer, sondern Experten für Regulierung und globale Lizenzstrukturen. Revolut sendet zudem ein klares Signal, dass Krypto künftig nicht bloß ein Zusatzangebot innerhalb der Banking-App sein soll. Die Neobank fordert nun etablierte Krypto-Plattformen wie Coinbase oder Kraken direkt heraus. Warum es am Wochenende aber zu einer ungewöhnlichen Panne kam, lest ihr in dieser Meldung: “Bitcoin crasht auf 2 Cent: Was war bei Revolut los?“
