Binance und Chainalysis kämpfen gegen Bitcoin-Geldwäsche

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Binance, die weltgrößte Bitcoin-Exchange nach Marktkapitalisierung, plant Maßnahmen gegen Geldwäsche mit Kryptowährungen. Durch die Integration der Chainalysis-KYT-Software baut die Börse seine Compliance mit den klassischen Finanzmarktregularien aus. 

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Andre Winterberg

Wie Chainalysis am gestrigen Donnerstag, dem 18. Oktober, bekannt gab, arbeitet das Unternehmen ab sofort mit der Krypto-Börse Binance zusammen. Zur Herstellung der Compliance im Bereich der Geldwäsche greift Binance auf die Chainalysis-Software KYT („Know Your Transaction“ – zu deutsch: „Kenne Deine Transaktion“) zurück. Bei KYT handelt es sich Unternehmensangaben zufolge um eine speziell für die Überführung von Geldwäscheaktivitäten entwickelte Software. Die Funktionsweise beschreibt Chainalysis auf Medium folgendermaßen:

„Chainalysis KYT liefert Echtzeit-Feedback über den zugrunde liegenden Zweck von Transaktionen und speist dieses Feedback in die Engine der Transaktionsverarbeitung der Börsen ein. Compliance-Mitarbeiter nutzen unser Dashboard, um Warnmeldungen über risikoreiche Kunden zu generieren und Berichte über verdächtige Aktivitäten zu exportieren.“

Chainalysis KYT beruht auf einer Reihe proprietärer Algorithmen, die mithilfe etlicher quelloffener Ressourcen Muster im Transaktionsverhalten der überwachten Wallets erkennen sollen und bei Verdacht melden.


Seit diesem Jahr umfasst das Tool neben der Analyse von BTC auch das Monitoring von BCH.

Binance treibt Professionalisierung voran

Über Binance Expansionsbestrebungen nach Afrika berichteten wir bereits ausführlich. Die Kooperation mit Chainalysis ist daher im Lichte der Wachstumsabsichten der Wechselbörse zu sehen. Diese gehen mit strengen Regularien einher, denen die Exchange genügen muss. Dazu Binance-CFO Wei Zhou:

„Durch die Zusammenarbeit mit Chainalysis können wir ein Compliance-Programm aufbauen, das die nächste Phase unseres Wachstums ermöglicht. Unsere Vision ist es, die Infrastruktur für ein Blockchain-Ökosystem bereitzustellen und die Freiheit des Geldes weltweit zu fördern, während wir uns an die gesetzlichen Bestimmungen in den Ländern halten, in denen wir tätig sind.“

Gerade diese gesetzlichen Bestimmungen sind es, die Binance dazu bewogen haben mögen, die Partnerschaft mit Chainalysis einzugehen. Denn das Tool hilft den Exchanges dabei, die gesetzlichen Know-Your-Customer- und Anti-Money-Laundering-Regularien einzuhalten. Durch diese Art der Compliance könnten Börsen letztlich ihrer ersehnten Banklizenzen habhaft werden.

BTC-ECHO


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