Zentralisierung: Banken erwägen digitale Fiatwährungen

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Kanada, Singapur und das Vereinigte Königreich erwägen, künftig mit Central Bank Digital Currencies (CBDC) zu arbeiten. Mit dem digitalen Fiatgeld wollen die Zentralbanken vor allem im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr arbeiten.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Sven Wagenknecht

Die Zukunft ist digital – das hat inzwischen auch die Regierung der Bundesrepublik Deutschland erkannt. In ihrem Strategiepapier kündigten sie eine Blockchain-Initiative samt Regulierungsansätzen für Bitcoin und andere Kryptowährungen an. Doch das Phänomen weitet sich auch auf internationale Ebene aus. Dahingehend hob Christine Lagarde vergangene Woche die Vorteile von Kryptowährungen hervor, jedoch nicht ohne sie zu relativieren. So ganz traue sie der Sache  doch nicht. Die Lösung: Die Vorteile von dezentralen Währungen nutzen und sie zentralisieren. Und zwar in Form von digitalem Zentralbankengeld, den Central Bank Digital Currencies.

Die Idee macht die Runde

Die Idee von digitalem Zentralbankengeld macht nun offenbar die Runde – so haben auch die vereinigten Zentralbanken von Kanada, England und Singapur ein Paper herausgegeben, indem sie die Idee und die vermeintliche Notwendigkeit einer digitalen Allgemeinwährung diskutieren.

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Grundsätzlich unterscheiden die Zentralbanken in ihrem Report zwischen drei verschiedenen Varianten:

  • währungsspezifisches Modell: limitiert auf einzelne Staaten, Banken bieten Wallets an und digitalisieren die jeweilige Fiatwährung.
  • austauschbares währungsspezifisches Modell:  erweitertes oben stehendes Modell; Austauschbarkeit auf transnationaler Ebene.
  • universelles Modell: mehrere Fiatwährungen, die ein digitales Zentralbankengeld decken.
  • Gerade letzteres Modell sehen die Banken jedoch als problematisch an. Daher heißt es im Report:

„Da [letzteres] Modell durch einen Währungskorb gestützt werden muss, unterliegt es der Volatilität, möglicher Manipulation und Investitionstätigkeiten. Darüber hinaus zeigt unsere Analyse, dass das Tempo der Einführung durch die Komplexität der Hinzufügung neuer Währungen in den Warenkorb, die die [Währung] unterstützen, beeinträchtigt werden könnte.“

Eine dezentrale Technologie für ein zentralisiertes System

Für eine Umsetzung des zentralen Modells erwägen die Herausgeber, die Distributed-Ledger-Technologie (DLT) zu verwenden:

„Wir erwägen, die DLT als mögliche technische Implementierung für CBDCs zu verwenden. Grundsätzlich benötigt man keine DLT (theoretisch können traditionelle zentralisierte Technologien ausreichen). Ein DLT-System könnte CBDC-basierte Zahlungen dennoch vereinfachen, indem sie eine erweiterte Technologie für die Übertragung von Assets bietet. Selbiges gilt für Authentifizierung, Aufzeichnungen, Datenmanagement und Risikomanagement.“

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