- EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat in einer kürzlichen Pressekonferenz bekräftigt, dass der digitale Euro (CBDC) nicht zur Spaltung, sondern zur Inklusion beitragen soll.
- Auf eine Frage eines Reporters, welchen Nutzen eine CBDC für Alltagsnutzer habe, antwortete Lagarde: “Gut umgesetzt, wäre sie für alle Bürger von Nutzen.”
- “Es darf nichts sein, das nur der Elite oder den Jungen nützt“, so Lagarde weiter.
- Brisant: Lagarde verweist in diesem Zusammenhang auf China. Das dortige Pendant, der digitale Yuan, sei laut EZB-Chefin ein gelungenes Beispiel für eine großflächige Pilotierung, besonders im Handel mit Einzelhändlern. “Er wird dort breit eingesetzt – für alle Menschen”, so die EZB-Chefin.
- Damit rückt erneut die Frage in den Fokus, wie viel “China” der digitale Euro verträgt – etwa mit Blick auf Privatsphäre, Infrastruktur oder staatliche Kontrolle. Kritiker warnen, dass ein digitaler Euro eine Bedrohung für die finanzielle Souveränität eines jeden Bürgers sein könnte.
- Vergangenen Aussagen der EZB-Chefin zufolge könnte die Euro-CBDC sogar schon in diesem Oktober starten. Innerhalb der Zentralbank gilt sie vor allem als Reaktion auf den wachsenden Einfluss von Stablecoins.
- Diese treiben insbesondere die globale Verbreitung des US-Dollars voran. Anders als staatliche CBDCs stammen Stablecoins wie USDT (Tether) oder USDC (Circle) von privaten Emittenten.
- Kryptowährungen wie Bitcoin betrachtet Christine Lagarde als wertlos, wie sie kürzlich erklärte.
- Im konkreten Wortlaut: “Meine sehr bescheidene Einschätzung ist, dass Kryptowährungen nichts wert sind. Sie basieren auf nichts, es gibt keine zugrundeliegenden Vermögenswerte, die als Sicherheitsanker dienen könnten.”
Quellen
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