EZB-Chefin Lagarde 

“Digitaler Euro muss allen Menschen dienen”

Christine Lagarde äußert sich zum digitalen Euro – und nennt überraschend China als Vorbild. Was das für Europa bedeutet.

Johannes Macswayed
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Eine Frau in einem roten Blazer spricht an einem Podium mit der Aufschrift EZB-Europäische Zentralbank, im Hintergrund ist eine EU-Flagge zu sehen.

Beitragsbild: picture alliance

| Digitaler Euro mit China als Vorbild? – Die EZB-Chefin glaubt an die Vorteile eines CBDC
  • EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat in einer kürzlichen Pressekonferenz bekräftigt, dass der digitale Euro (CBDC) nicht zur Spaltung, sondern zur Inklusion beitragen soll.
  • Auf eine Frage eines Reporters, welchen Nutzen eine CBDC für Alltagsnutzer habe, antwortete Lagarde: “Gut umgesetzt, wäre sie für alle Bürger von Nutzen.”
  • “Es darf nichts sein, das nur der Elite oder den Jungen nützt“, so Lagarde weiter.
  • Brisant: Lagarde verweist in diesem Zusammenhang auf China. Das dortige Pendant, der digitale Yuan, sei laut EZB-Chefin ein gelungenes Beispiel für eine großflächige Pilotierung, besonders im Handel mit Einzelhändlern. “Er wird dort breit eingesetzt – für alle Menschen”, so die EZB-Chefin.
  • Damit rückt erneut die Frage in den Fokus, wie viel “China” der digitale Euro verträgt – etwa mit Blick auf Privatsphäre, Infrastruktur oder staatliche Kontrolle. Kritiker warnen, dass ein digitaler Euro eine Bedrohung für die finanzielle Souveränität eines jeden Bürgers sein könnte.
  • Vergangenen Aussagen der EZB-Chefin zufolge könnte die Euro-CBDC sogar schon in diesem Oktober starten. Innerhalb der Zentralbank gilt sie vor allem als Reaktion auf den wachsenden Einfluss von Stablecoins.
  • Diese treiben insbesondere die globale Verbreitung des US-Dollars voran. Anders als staatliche CBDCs stammen Stablecoins wie USDT (Tether) oder USDC (Circle) von privaten Emittenten.
  • Kryptowährungen wie Bitcoin betrachtet Christine Lagarde als wertlos, wie sie kürzlich erklärte.
  • Im konkreten Wortlaut: “Meine sehr bescheidene Einschätzung ist, dass Kryptowährungen nichts wert sind. Sie basieren auf nichts, es gibt keine zugrundeliegenden Vermögenswerte, die als Sicherheitsanker dienen könnten.”

Quellen

x.com/@SimplyBitcoinTV

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