
Der digitale Euro soll kostenlos sein und könnte damit Kreditkarten und Bezahldiensten Konkurrenz machen. Ein Rechtsgutachten zeigt, wo die Befugnisse der EZB enden könnten.

Der digitale Euro soll kostenlos sein und könnte damit Kreditkarten und Bezahldiensten Konkurrenz machen. Ein Rechtsgutachten zeigt, wo die Befugnisse der EZB enden könnten.
Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben. Für Bitcoin und den Krypto-Markt bleibt das Zinsumfeld damit ein wichtiger Belastungsfaktor.
Europas Zentralbank lehnt eine stärkere Förderung von Euro-Stablecoins vorerst ab. Christine Lagarde sieht darin mögliche Gefahren für Banken und die Stabilität des Finanzsystems.
Während die USA Stablecoins zur Dollar-Dominanz nutzen, wählt die EZB einen anderen Weg. Präsidentin Lagarde erklärt, warum der Euro eigene Regeln braucht.
Die EZB nimmt sich die Fed zum Vorbild und belässt die Leitzinsen auf dem bisherigen Niveau. Was Bitcoin-Investoren jetzt wissen müssen.
Vor dem geplanten Pilotstart 2027 konkretisiert die EZB die technischen Details. Offene Standards sollen die Akzeptanz bei Händlern erhöhen.
Die EZB hält die Leitzinsen stabil, doch Entwarnung sendet Christine Lagarde damit nicht. Warum ein starker Dollar und neue Inflationsrisiken für Bitcoin jetzt wichtiger sein könnten als der Zinsentscheid selbst.
Während die EZB Bitcoin als Risiko einstuft, sehen viele Anleger darin einen Hoffnungsträger. Welche Argumente die Notenbank anführt und warum die Realität bislang anders aussieht.
Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den Leitzins bei 2 Prozent. Das sind die Hintergründe.
Der digitale Euro soll 2029 eingeführt werden. Jetzt ist auch bekannt, wer die Technologie dafür entwickeln soll.
Die EZB-Chefin Christine Lagarde warnt vor Dollar-Stablecoins, Dogecoin könnte bald einen eigenen ETF bekommen – und ein neuer "Trump Coin" erobert den Markt.
Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank äußerte sich kritisch zu den tokenisierten US-Dollar-Pendants von Tether und Co. und fordert Änderungen.
Christine Lagarde äußert sich zum digitalen Euro – und nennt überraschend China als Vorbild. Was das für Europa bedeutet.
Die EZB hat sich auf ein Pilotprojekt verständigt, das die Abwicklung von Zentralbankgeld mit der Blockchain-Technologie vorsieht. Spatenstich ist kommendes Jahr.
Während die US-Notenbank Fed den Zinssatz auf hohem Niveau belässt, senkt die Europäische Zentralbank den Leitzins.
Weil die Europäische Zentralbank auf Kurs bei den Inflationszielen ist, senkt die Behörde erneut den Leitzins. So reagiert Bitcoin und der Krypto-Markt.
Christine Lagarde ist vom digitalen Euro überzeugt. Die Bevölkerung, allen voran die Bitcoin-Szene, aber nicht. Weiß die EZB-Chefin um die Skepsis?
Der Zinsentscheid der EZB war mit viel Spannung erwartet worden – ihrem doppelbödigen Kuschelkurs blieb Christine Lagarde treu.
Christine Lagarde ist seit dem 1. November 2019 Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) und eine der einflussreichsten Zentralbankerinnen weltweit. Die am 1. Januar 1956 in Paris geborene Juristin und Wirtschaftspolitikerin war zuvor acht Jahre lang Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) und wurde 2007 zur ersten Frau im Amt der französischen Finanzministerin ernannt. Im Kryptobereich ist Lagarde vor allem als entschiedene Kritikerin von Bitcoin bekannt, setzt sich zugleich aber aktiv für die Einführung eines digitalen Euro ein.
Christine Lagarde begann ihre Karriere als Anwältin bei Baker McKenzie, einer der größten internationalen Anwaltskanzleien, und wurde dort 1999 als Chairman des Vorstands berufen. Unter Präsident Nicolas Sarkozy übernahm sie 2007 das Amt der Finanzministerin. Als erste Frau leitete sie ab Juli 2011 den Internationalen Währungsfonds (IWF), wo sie die Reaktion auf die europäische Schuldenkrise und die griechischen Hilfsprogramme koordinierte. Am 1. November 2019 löste sie Mario Draghi als EZB-Präsidentin ab, ebenfalls als erste Frau in diesem Amt. Ihre Amtszeit ist auf acht Jahre angelegt und läuft bis 2027.
Lagarde hat sich wiederholt skeptisch über Bitcoin und andere Kryptowährungen geäußert. In einem Interview im Jahr 2022 erklärte sie öffentlich, Bitcoin sei „worth nothing” (nichts wert) und basiere auf keinem zugrundeliegenden Wert. In mehreren anderen Interviews betonte sie, Bitcoin sei weder ein verlässliches Zahlungsmittel noch ein stabiles Wertaufbewahrungsmittel. Bekannt ist auch ihre Aussage, ihr Sohn habe trotz ihrer ausdrücklichen Warnungen in Kryptowährungen investiert und dabei Geld verloren. Lagardes Haltung ähnelt den skeptischen Positionen vieler Zentralbanken gegenüber Kryptowährungen.
Unter Lagardes Führung begann die EZB im Juli 2022 nach mehr als einem Jahrzehnt Nullzinspolitik mit Leitzinserhöhungen als Reaktion auf die steigende Inflation im Euroraum. In zehn aufeinanderfolgenden Schritten stieg der Einlagenzins von minus 0,5 Prozent auf 4,0 Prozent im September 2023. Im Juni 2024 leitete die EZB unter Lagarde die erste Zinssenkung ein. Diese geldpolitische Wende wirkte sich auch auf den regulatorischen und marktlichen Kontext für digitale Assets aus: Höhere Zinsen erhöhten die Attraktivität risikoarmer Anlagen und verstärkten den Druck auf spekulative Märkte.
Lagarde ist eine prominente Befürworterin eines digitalen Euro als staatlich ausgegebene digitale Zentralbankwährung. Im Oktober 2023 startete die EZB unter ihrer Führung die offizielle Vorbereitungsphase des Projekts. Das Ziel ist die Entwicklung einer CBDC (Central Bank Digital Currency), die als sicheres, staatlich garantiertes digitales Zentralbankgeld für den alltäglichen Zahlungsverkehr im Euroraum dienen soll. Lagarde begründet das Vorhaben mit der zunehmenden Digitalisierung des Zahlungsverkehrs und dem Rückgang der Bargeldnutzung. Kritiker sehen in der CBDC potenzielle Risiken für die finanzielle Privatsphäre und mögliche Auswirkungen auf Geschäftsbanken und die Finanzintermediation.