CBDC Digitaler Euro: Im Januar 2021 soll die Entscheidung fallen

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Jacob Gleiss

von Jacob Gleiss

Am · Lesezeit: 2 Minuten

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EZB-Chefin Christine Lagard in nachdenklicher Pose

Quelle: Shutterstock

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Unter der Woche äußerte sich Christine Lagarde, die Präsidentin der europäischen Zentralbank (EZB), zum digitalen Euro. Anfang 2021 soll über eine Einführung entscheiden werden.

Am 12. November 2020 erklärte Lagarde während einem Online-Policy-Panel, dass es der EZB nicht darum gehen würde, Erster im Wettlauf um die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) zu sein. Im Oktober 2020 leitete die EZB eine Konsultation zum digitalen Euro ein. Erste Ergebnisse sollen im Januar 2021 vorliegen. Lagarde äußerte sich wie folgt:


Zu diesem Zeitpunkt werden wir die Entscheidung treffen, ob wir den digitalen Euro weiterführen oder nicht. Meine Vermutung ist, dass wir möglicherweise in diese Richtung gehen.

Lagarde sagte, dass die Entwicklung einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Sie fügte hinzu, dass es einige Bedenken gäbe, die vorerst ausgeräumt werden müssten, bevor eine finale Entscheidung getroffen werden könne. So plane die EZB, vor allem die Privatsphäre von Nutzern zu schützen und gleichzeitig den Kampf gegen Geldwäsche und die Finanzierung terroristischer Maßnahmen ins Auge zu fassen. Dabei erklärte sie, dass ein digitale Währung nur als Ergänzung zum Analog-Euro fungieren würde:

Ein digitaler Euro wird kein Ersatz für Bargeld sein.

Einführung könnte noch einige Zeit dauern

China ist weltweit Vorreiter in Sachen CBDC. Seit einiger Zeit führt die chinesische Regierung Tests mit dem digitalen Yuan durch. Lagarde nannte den digitalen Yuan als Beispiel um aufzuzeigen, dass die Zentralbank einen Rollout nicht beschleunigen kann und äußerte sich über den Zeitplan des Projektes:

Dies ist ein Projekt, das wahrscheinlich zwei, drei, vier Jahre dauern wird, bis es gestartet wird.

Neben der Präsidentin der EZB äußerten sich auch der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, und der Gouverneur der Bank of England, Andrew Bailey, zu dem Projekt. Powell ist der Ansicht, dass es nicht darum gehe, als Erstes eine digitale Währung einzuführen. Viel wichtiger sei es ihm, die richtige Herangehensweise. Er erklärte, dass noch keine Entscheidung über die Schaffung einer digitalen Währung getroffen wurde, die US-Notenbank jedoch die Vorzüge prüfe. Laut ihm sei es unwahrscheinlich, dass ein digitaler Dollar in den kommenden Jahren eingesetzt werde.

Bailey machte indes darauf aufmerksam, dass die Menschen das Recht hätten, in jeder Währung eine Wertsicherheit zu erwarten. Olli Rehn, Gouverneur der Bank von Finnland, ging sogar noch einen Schritt weiter. Seiner Meinung nach wird eine Einführung eines digitalen Euros nicht mehr in dieser Dekade stattfinden.


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Es wird ernstChinesische Zentralbank will Banken Bitcoin-Geschäftsabwicklung verbieten

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China zieht die regulatorische Daumenschraube fester. Nun sollen Banken Geschäfte mit Bitcoin und Co. ihrer Kund:innen unterbinden. Erste Bankhäuser leisten Folge.


Chinas Feldzug gegen Kryptowährungen wie Bitcoin erreicht das nächste Level. Denn nachdem verschiedene Lokalregierungen bereits dem Mining den Garaus gemacht haben, trifft es jetzt sogar Banken. Demnach hat die Agriculture Bank of China (AgBank), ein teilstaatliches Unternehmen, angekündigt, ihrer Kundschaft jegliche Krypto-Aktivitäten zu unterbinden. Wer mit Konten der AgBank weiterhin an Bitcoin Trading teilnehme, riskiere eine Schließung seines Kontos, sagte das Bankhaus in einem Statement. Der Schritt kam nach einem Treffen mit der chinesischen Notenbank, der People’s Bank of China (PBoC), an der führende Köpfe des chinesischen Bankenwesens teilgenommen haben.

Dass es Chinas Führung ernst meint mit seinem Bitcoin-Ban, zeigt ein Blick in das offizielle Statement der PBoC:

Die Institute müssen die Konten von Krypto-Börsen und OTC-Händlern umfassend untersuchen und identifizieren und die Verbindungen zu Zahlungen rechtzeitig unterbrechen.

Folgt AliPay?

Neben der AgBank, die nebenbei bemerkt das drittgrößte Kreditinstitut der Welt ist, waren auch andere Vertreter:innen der chinesischen Hochfinanz zugegen. Darunter etwa der mobile Zahlungsdienstleister AliPay. Wie AliPay mit den neuesten Verschärfungen in Sachen BTC und Co. umzugehen gedenkt, ist an diesem Punkt allerdings unklar. Klar ist aber, dass China dieser Tage ungeahnt hart gegen alles und jeden vorgeht, der mit dem Krypto-Markt verbandelt ist.

Bedenken zerstreut?EZB: Digitaler Euro wird mehr Privatsphäre bieten, als Stablecoins

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Laut eines EZB-Direktoriumsmitglieds wird der digitale Euro einen besseren Schutz der Privatsphäre bieten, als private Stablecoins.

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) zählt zu den Institutionen, die sich mit einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) befassen. Den jüngsten Äußerungen der EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach zu urteilen, ist aber so schnell nicht mit einem Start des digitalen Euro zu rechnen. Nun hat sich ein Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank zum Thema Datenschutz geäußert. Es sei kein Ziel des digitalen Euro, Nutzerdaten auf irgendeine Art und Weise zu monetarisieren, so Fabio Panetta. Seiner Meinung nach bietet ein digitaler Euro außerdem einen besseren Schutz der Privatsphäre, als privat ausgegebene Stablecoins.

Wir haben kein kommerzielles Interesse daran, die Daten der Nutzer zu speichern, zu verwalten oder zu monetarisieren. […] Niemand in der Zahlungskette hätte Zugang zu allen Informationen

, so Panetta in einem Gespräch mit der Financial Times

Datenschutz laut Umfrage der EZB ein wichtiges Thema

Das Thema Privatsphäre kommt natürlich nicht von ungefähr. So wurde bekannt, dass die Chinesische Zentralbank mit dem digitalen Yuan noch mehr Möglichkeiten zur Überwachung bekommt. Folglich scheint Panetta nun bestrebt, vergleichbare Bedenken hinsichtlich des digitalen Euro zu zerstreuen. Die jüngste öffentliche Konsultation der EZB zum Thema CBDC hatte zum Ergebnis, dass der Datenschutz im Zahlungsverkehr unter mehr als 8.000 Befragten die größte Sorge darstellte. Panetta betonte, der digitale Euro müsse dazu beitragen, das Vertrauen in den Zahlungsverkehr im digitalen Zeitalter zu erhalten.

Krypto-TradingBBVA startet Bitcoin-Trading-Service in der Schweiz

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Die nächste Großbank geht auf Adaptionskurs. Bis lang profitieren indes nur Anleger aus der Schweiz.

Der Schweizer Arm der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) hat einen Bitcoin-Trading-Service für alle eidgenössischen Privatkunden gestartet, wie aus einer Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht. Die spanische Großbank plant demnach, künftig auch andere Kryptowährungen in das Programm mitaufzunehmen.

Der neue Service ist ab dem 21. Juni verfügbar. Kunden haben ebenfalls die Möglichkeit, Aufbewahrungsdienste für ihre Bitcoin in Anspruch zu nehmen. Eine Finanzberatung zu Krypto-Investments offeriert die Bank indessen nicht. Der Einführung des Trading-Dienstes ging eine sechsmonatige Testphase voraus. Laut dem BBVA CEO Alfonso Gómez stellte man dabei fest, “dass bei den Anlegern ein erhebliches Interesse an Krypto-Assets oder digitalen Vermögenswerten besteht.”

Schweiz an der Spitze der Bitcoin-Adaption?

Dass der Bitcoin-Service zunächst nur in der Schweiz verfügbar ist, begründete die Bank mit dem fortschrittlichen Krypto-Ökosystem des Alpenlandes. Demnach behalte man sich eine Ausdehnung des Angebots auf andere Länder vor. Dies hänge jedoch von der jeweiligen Marktlage und regulativen Umgebung ab.

Die BBVA bewirbt ihr Trading-Angebot zudem mit den Vorzügen der hauseigenen Banking-App. Demnach können Kunden Bitcoin in Echtzeit in Euro umwandeln und ihre Kryptowährungen gemeinsam mit herkömmlichen Assets verwalten. Alfonso Gómez sprach davon, die “Qualität von Bankdienstleistungen in die noch junge Welt der Krypto-Assets” zu bringen. Er sagte ferner:

Mit diesem innovativen Angebot positioniert sich die BBVA als Benchmark-Institution bei der Einführung der Blockchain-Technologie. In den kommenden Monaten werden wir das Angebot an digitalen Assets weiter verbessern und ausbauen.

Die Banken Bordier & Cie und Sygnum kooperieren in der Schweiz bereits seit Februar für ein vergleichbares Trading-Angebot. Neben Bitcoin sind dort auch andere Assets wie Ethereum und Tezos handelbar. Die Schweizer Großbank UBS denkt ebenfalls über den Einstieg ins Krypto-Geschäft nach.

Miners welcomeBitcoin-Mining: China schockt, Miami lockt

3 Tagen

Die nächste chinesische Provinz nimmt Bitcoin-Miner an die Kandare. Miamis Bürgermeister wittert eine Chance für seine Stadt.

Der chinesische Feldzug gegen die landeseigene Bitcoin-Mining-Industrie geht in die nächste Runde. Wie der Krypto-Blog The Block berichtet, sollen 26 Bitcoin Mining Farmen in der Provinz Sichuan den Betrieb einstellen. Das gehe aus einer behördlichen Anordnung hervor, die durch das chinesische Social-Media-Netzwerk WeChat kursiert. Danach gehe es um Mining-Farmen, die ihren Strom von staatlich kontrollierten Wasserkraftwerken beziehen. Die staatlichen Stromversorger seien dazu angehalten, die Bitcoin Miner nicht mehr zu bedienen. Die Deadline hierfür ist der 20. Juni. Darüber hinaus sollen die Elektrizitätswerke bis zum 25. Juni nach weiteren Mining-Anlagen in ihrem Stromnetz zu suchen und diese sofort vom Netz zu nehmen.

Miami bleibt auf Bitcoin-Kurs

Unterdessen mausert sich Miami zum Mining-Mekka – zumindest in der Vorstellung von Bürgermeister Francis Suarez. Der Bitcoin-affine Republikaner hat bereits Ende 2020 Miami als potenziellen Mining Hotspot ins Spiel gebracht. Im Podcast von Bitcoin-Evangelist Anthony Pompliano sagte er seinerzeit:

Wir als Stadt Miami würden es sehr begrüßen, zu einem Mining Hub zu werden, weil wir der Meinung sind, dass nicht 90 Prozent des Minings außerhalb der USA stattfinden sollte. Außerdem können wir so auch grünes Mining mit sauberer Energie fördern.

Nun hat Suarez erneut zum Sirenengesang angehoben – wieder mit der Argumentation, dass Miami Bitcoin Miner mit “sauberer Energie” zu wettbewerbsfähigen Preisen versorgen könne. Saubere Energie, das ist für den Republikaner Atom-Strom:

Die Tatsache, dass wir Kernkraft haben, bedeutet, dass es sich um sehr preiswerten Strom handelt. […] Wir verstehen, wie wichtig das ist… die Miner wollen auf einen bestimmten Kilowattpreis pro Stunde kommen. Und so arbeiten wir mit ihnen daran,

erklärt Suarez gegenüber dem US-Nachrichtenportal CNBC. Er erhalte derzeit viele Anrufe von internationalen Mining-Unternehmen, die mit einem Umzug nach Florida liebäugelten, so Suarez weiter. Mit chinesischen Minern habe er bislang noch nicht telefoniert. Angesichts der immer schwierigeren Bedingungen für BTC “Made in China” könnte sich das jedoch schon bald ändern.