Tim Draper will Bitcoin zur Nationalwährung Argentiniens machen

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Tim Draper will Bitcoin zur Nationalwährung Argentiniens machen

Bitcoin-Koryphäe Tim Draper plädiert bei einem persönlichen Treffen mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri für Bitcoin als Nationalwährung. Der millionenschwere Investor Draper begibt sich mit der gewagten Idee, die argentinische Fiatwährung mit Krypto zu ersetzen, in politökonomisches Neuland. 

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Tim Draper, Risiko-Investor und Krypto-Visionär, setzte sich am 20. März bei einem Treffen mit dem Präsidenten Argentiniens, Mauricio Macri, für die Abschaffung der Nationalwährung Peso (ARS) zugunsten des Bitcoin (BTC) ein. Das meldet die in Buenos Aires erscheinende Tageszeitung La Nación, die in Argentinien als Leitmedium gilt, am 22. März.

Tim Draper: Maximalist, Visionär und Aktivist

Der schillernde Bitcoin-Investor Draper machte sich in der Vergangenheit vor allem mit gewagten und erfolgreichen Bullen-Prognosen einen Namen. 2014 kaufte er fast 30.000 Bitcoin und gehört damit heute zu den reichsten Bitcoin-Besitzern. Außerdem engagierte er sich bereits früh für Bitcoin und Blockchain-Innovationen in der Öffentlichkeit.

Draper appellierte bereits des Öfteren an die Politik. So gab er 2017 der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) Ratschläge im Umgang mit ICOs, um zu verhindern, dass die Regulierungsbehörde mit zu vielen Vorschriften das Innovationspotential von ICOs erstickt.

Fiatwährungen bezeichnete Draper als politisch, behäbig, ineffizient und teuer, weshalb sein Vorstoß in Argentinien zwar gewagt aber nicht überraschend kommt.

Argentinien als erste Bitcoin-Nation?

Im Rahmen einer Mitgliederversammlung des Draper Venture Networks, die von dem Fonds Draper Cygnus ausgerichtet wurde, reiste Draper nun nach Argentinien.

Am Mittwoch traf er sich mit Präsident Macri. Argentinien könne seinen Weg aus der Wirtschaftskrise und der Abwanderung von Fachkräften hin zu einem attraktiven Standort für Unternehmen machen. Der Schlüssel hierzu sei die Legalisierung von Bitcoin und sogar die gänzliche Abschaffung des Argentinischen Peso (ARS) zugunsten der Kryptowährung. Nach einem FinTech- und Blockchain-Gipfel im Salon des Ministers für Produktion sagte Draper:

Wir reden vom Bitcoin und der Abwertung des Peso, und da schlage ich eine Wette vor: Wenn der Peso mehr wert ist als der Bitcoin, verdopple ich meine Investitionen im Land. Sollte der Bitcoin mehr wert sein als der Peso, dann muss er zur Landeswährung erklärt werden. Das wäre die perfekte Lösung, da kein Vertrauen in die (aktuelle) Währung besteht.

Was hinter Drapers großer Klappe stecken könnte

Argentinien gehört zu den krypto-freundlichsten Ländern der Welt. Sowohl öffentliche Institutionen als auch die freie Wirtschaft profitieren von dem voranschreitenden Ausbau einer juristischen und technischen Infrastruktur im Blockchain-Bereich. Für Draper ist die Ernennung von Bitcoin als Nationalwährung der perfekte Weg, damit Argentinien seine instabile Wirtschaft mit innovativen rechtlichen Voraussetzungen zu einem Paradies für Tech-Start-ups und Investoren machen kann.

Ob Argentinien Drapers radikalem Vorschlag in naher Zukunft folgt, ist zu bezweifeln. Sein Appell kann jedoch eine Debatte um die Sinnhaftigkeit und Zukunftsfähigkeit von Fiatwährungen in einer Volkswirtschaft, die sich zunehmend der Blockchain-Ökonomie zuwendet, auslösen.

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