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FTX, Inflation und Corona Fällt Bitcoin (BTC) dieses Jahr noch tiefer?

Das Jahr 2022 ist abgeschlossen. Krypto-Portfolios leuchten rot. Obwohl viele Investoren auf Besserung hoffen, belastet die makroökonomische Situation den Markt – und Bitcoin.

Dominic Döllel
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Bitcoin

Beitragsbild: SHutterstock

| Auf Bitcoin lastet Druck. Bleibt die Kryptowährung stabil?

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Optimistisch sind auch die Krypto-Investoren. Nach einem desaströsen Jahr 2022, kann es nur noch besser werden. Doch nicht so schnell: Zwar entwickeln sich Bitcoin und Co. weiter, die Altcoin-Adoption blüht und auch die regulatorische Ebene bleibt spannend. Die anhaltend schlechte makroökonomische Situation birgt allerdings wenig Hoffnung. Zudem belasten auch interne Faktoren den Kryptomarkt seit geraumer Zeit. Fällt der Bitcoin-Kurs noch tiefer – oder ist das Schlimmste überstanden?

Interne Bedrohung: Digital Currency Group (DCG)

Der Zusammenbruch kam aus dem Nichts. Anfang November kollabierte die Krypto-Börse FTX und zog zahlreiche weitere Kryptounternehmen an den Rand des Abgrunds. Ebenfalls betroffen: die Digital Currency Group, das Flaggschiff der Krypto-Branche. Sie verwaltet nicht nur Kryptoassets in Milliardenhöhe. Zu ihr gehört unter anderem auch Genesis, der Top-Krypto-Broker, und Grayscale, der größte Krypto-Vermögensverwalter. Beide Firmen sehen sich seit Wochen mit Pleitegerüchten konfrontiert.

Obwohl sich FUD und Insolvenzspekulationen im Kryptospace – auch dank Twitter – schnell verbreiten, lasten die Anschuldigungen schwer auf der DCG. Angeblich soll das Unternehmen massiv Tokens aus ihrem Portfolio abverkauft haben. Außerdem behauptet Bitvavo, die populärste niederländische Börse, dass die DCG ihnen Deposits im Wert von 280 Millionen US-Dollar nicht auszahle – aufgrund von “Liquiditätsproblemen”. In einem Brief von Ende November legte die Firma offen, dass über zwei Milliarden US-Dollar an Schulden bestehen.

Sollte die DCG tatsächlich vor der Insolvenz stehen, könnte dies weitreichende Auswirkungen auf Bitcoin und den gesamten Krypto-Sektor bedeuten. Neben Kursverlusten drohen auch dem Image der Szene nachhaltige Schäden.

Externe Lage weiterhin angespannt

Zusätzlicher Druck kommt von außerhalb. Die Inflation befindet sich auch weiterhin auf hohem Niveau. Gleichzeitig wütet noch immer der Krieg in der Ukraine, während die Proteste in China gegen die strenge Covid-Strategie Pekings zu Lieferengpässen führen.

Zudem belasten die steigenden Energiekosten Teile der Weltbevölkerung. In den USA stiegen die durchschnittlichen Preise seit Beginn letzten Jahres um rund 20 Prozent und trafen damit viele Miningunternehmen schwer. Zuletzt verkündete Core Scientific, einer der größten Bitcoin Miner der Welt, die Insolvenz. Auch Argo Blockchain, ein an der Börse notierter BTC-Schürfer, sieht sich mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert.

Zusammen mit dem massiven Wertverlust des BTC-Kurses ergibt die Situation ein toxisches Gemisch.

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Kommt es zu keiner Entspannung der makroökonomischen Faktoren, steht die Mining-Industrie vor einer regelrechten Krise. Eine Kursbewegung nach Süden könnte das Resultat sein.

Bitcoin-Prognose: Krypto-Winter bis 2025?

Zusammen spiegeln sowohl die internen als auch externen Faktoren eine prekäre Ausgangslage wider. Auch David Marcus, CEO und Gründer der Bitcoin-Firma Lightspark, stellt sich auf einen Krypto-Winter ein, der “bis 2025 andauern” könnte. Dabei blickt er zwar mit Argwohn auf die nächsten Jahre. Langfristigen Investoren gibt Marcus aber Mut:

Für den Markt wird es noch einige Jahre dauern, bis er sich von dem Missbrauch skrupelloser Akteure erholt und bis es eine verantwortungsvolle Regulierung gibt. Das Vertrauen der Verbraucher wird auch einige Jahre brauchen, um sich neu zu bilden. Aber letztendlich, glaube ich, wird dieser Reset für die ehrlichen Akteure in der Branche langfristig ein Vorteil sein.

Ob Bitcoin 2023 noch tiefer fällt, bleibt abzuwarten. Während eine Vielzahl negativer Faktoren auf dem Krypto-Ökosystem lasten, scheint das Vertrauen der Bitcoiner weiterhin ungebrochen. Ohnehin: Wer von der Kryptowährung Nummer 1 überzeugt ist, hat derzeit die Möglichkeit “günstig” einzukaufen. Zum Vergleich: das letzte Allzeithoch liegt bei knapp 70.000 US-Dollar pro BTC. Auch das Halving wird eine entscheidende Rolle im kommenden Jahr spielen, wie ihr in der neusten Ausgabe des BTC-ECHO Magazins nachlesen könnt.

Disclaimer: Der Artikel stellt keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar.

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