IOTA Der große IOTA Jahresrückblick 2019

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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IOTA im Fokus: Der große Jahresrückblick 2019
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Auch 2019 hat IOTA die Krypto-Welt mit Projekten und Ankündigungen beschenkt. Wir drehen die Jahresuhr zurück und begeben uns mit IOTA auf eine Reise durch virtuelle Räume, Cyberangriffe und autonome Autos.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Der Weihnachtsbraten ist kaum verdaut, da fristen die ersten Tannenbäume bereits ihr trostloses Dasein am Straßenrand, während uns Silvesterböller die ereignislose Zeit zwischen den Jahren mit Hörstürzen versüßen. Höchste Zeit also, die wichtigsten Ereignisse des IOTA-Kosmos Revue passieren zu lassen und einen Blick in die Glaskugel zu werfen. Also zurücklehnen und anschnallen: Ab geht die Fahrt im Zeitreisenkarussell.

Mit IOTA durch virtuelle Räume (Q1)


IOTA setzt sich die VR-Brille auf: Im Januar gab die IOTA Foundation eine Partnerschaft mit der Virtual-Reality-Gaming-Plattform Paracosm bekannt. Mit den Tools der Paracosm-Plattform können Nutzer Spiele sowohl entwickeln als auch veröffentlichen. Das Tangle bettet die nötige Infrastruktur in die Spiele-Plattform  ein, mit der Mikrotransaktionen unter den Teilnehmern im Netzwerk möglich sind.

Nur einige Tage später folgte die Meldung, dass der große Hack im IOTA-Ökosystem 2018 aufgeklärt werden konnte. Dank der internationalen Zusammenarbeit verschiedener Behörden, darunter Europol und die hessische Landespolizei, konnte ein Verdächtiger dingfest gemacht werden. Der Cyberangriff hat insgesamt 85 Personen um ihr Geld gebracht, die einem manipulierten Seed-Generator für IOTA Wallets aufgesessen sind. Obwohl sich die Token sicherstellen ließen, müssen sich die Opfer bislang noch gedulden. Die Token halten in der juristischen Aufarbeitung des Betrugs als Beweismaterial her.

Rikscha fahren war gestern. Im März hat die Accessec GmbH eine Wallet für Kraftfahrzeuge vorgestellt, die auf dem IOTA Tangle basiert und Fahrzeugen das autonome Laden ermöglicht. Die Wallets können direkt mit POS-Terminals (Point of Sale Terminal) interagieren. Durch die gleichzeitige Verwendung einer Kfz-Wallet und der zugeschnittenen PoS-Terminallösung können Automobilhersteller und Ladeinfrastrukturunternehmen sämtliche Fahrzeugsteuergeräte und Ladestationen mit kompatibler Technologie ausrüsten.

Das lange Sterben des Coordinators (Q2)

Im April hat die IOTA Foundation ihre Teilnahme an der International Association for Trusted Blockchain Applications (INATBA) bekannt gegeben. An dem Zusammenschluss beteiligen sich rund 105 namhafte Unternehmen und Partner aus verschiedenen Branchen, darunter die Deutsche Börse, SWIFT und die Deutsche Telekom. Ziel dieser strategischen Partnerschaft, die Ripple ins Leben gerufen hat, ist die Förderung eines Governance-Modells und die Entwicklung von Interoperabilitätsrichtlinien für die Blockchain-Technologie.

Der Coordinator des IOTA-Ökosystems stellt die Dezentralität des Tangle in Frage. Im Mai ließ die IOTA Foundation daher dramatisch den Tod des Coordinators verkünden. In mehreren Schritten soll folglich der Coordinator, der bislang das Tangle durch das Verifizieren bestimmter Transaktionen stabilisiert, allmählich sein Ende finden. Die Ankündigung sorgte für viel Aufsehen. Durch die Ausschaltung der Instanz könnte IOTA neben der Skalierbarkeit ein weiteres Versprechen einlösen: Dezentralität.

Nahrungsmittelallergien können zu einem ungewollten Krankenhausbesuch führen. Die IOTA Foundation hat folglich einen Use Case der Blockchain angeregt: das Scannen von Lebensmitteln. Zusammen mit dem britischen IT-Unternehmen Primority hat die IOTA Foundation im Juni ein neues Informationssystem präsentiert, über das sich die Verbraucher über mögliche Allergene informieren können. Das Tangle übernimmt dabei die Funktion eines Speicherorts für produkt- und produktionsbezogene Daten.

In der IOTA-Führungsetage ist unterdessen ein Stuhl frei geworden. Mitgründer Sergey Ivancheglo hat im Juni seinen Austritt aus dem Vorstand der IOTA Foundation bekannt gegeben. Als unabhängiger Entwickler soll er dem IOTA-Projekt aber erhalten bleiben und weiterhin an Qubic und Aigarth arbeiten.

Vollversion der Trinity Wallet (Q3)

Im Juli hat die IOTA Foundation die Vollversion ihrer Trinity Wallet vorgestellt. Mit über 1,8 Milliarden US-Dollar an IOTA-Transaktionen und über 160.000 Downloads auf verschiedenen Plattformen war die Trinity Wallet bereits in der Betaversion umfassend genutzt worden. Die Vollversion der Trinity Wallet ist seitdem für mobile und Desktop-Plattformen verfügbar, einschließlich Mac, Windows, Linux, iOS und Android.

Im Juli hat IOTA die neue Testumgebung GoShimmer vorgestellt, die für die geplante Abschaffung des Coordinators sorgen soll. GoShimmer stellt einen Übergang zum Mainnet dar, das schließlich ohne zentrale Instanz funktionieren soll. GoShimmer ist eine Spielwiese für Entwickler: In der Testumgebung können Entwickler verschiedene Lösungsansätze eines Coordinator-freien Tangle auf Herz und Nieren prüfen.

Auf der internationalen Automobilausstellung (IAA) hat das Automobilunternehmen EDAG der Öffentlichkeit ihre autonomen Fahrzeuge vorgestellt. Die CityBots sollen die urbane Mobilität der Zukunft prägen und das Ökosystem für die Übertragung von Daten und Werten nutzen.

IOTA auf Ideensuche (Q4)

Das IOTA-Ökosystem ist ein Ort für Tüftler und Zukunftsideen. Deshalb hat die IOTA Foundation einen Wettbewerb ausgerufen, der Entwickler ermutigen soll, ihre Visionen für Tangle-Anwendungen zu präsentieren. Die drei Teilnehmer der vielversprechendsten Projekte erhalten eine Einladung für einen Workshop in Berlin. Dabei werden die Konzepte mit einem Team ausgereift und für das kommende Jahr als mögliche Realisierung im IOTA-Ökosystem weiterentwickelt.

Und im nächsten Jahr?

IOTA ist nicht für Stillstand bekannt. Auch im kommenden Jahr dürfen wir auf Innovationen im IOTA-Kosmos gespannt sein. Da sich viele Projekte aktuell in der Betaversion befinden, deuten sich verschiedene Weiterentwicklungen und Vervollständigungen für 2020 an. So könnte der Koordinator womöglich endgültig begraben und das Testnet ohne zentrale Instanz auf das Mainnet übertragen werden.

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