IOTA: Co-Founder Sergej Ivancheglo steigt aus

Jutta Schwengsbier

von Jutta Schwengsbier

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Jutta Schwengsbier

Jutta Schwengsbier arbeitet seit rund 30 Jahren als Journalistin und berichtet aus vielen Ländern über Themen, die die Welt verändern. Auch beherrscht sie mehrere Programmiersprachen und ist im Zuge dessen auf die Blockchain-Technologie aufmerksam geworden.

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Sergey Ivancheglo hat bekannt gegeben, den Vorstands der IOTA-Stiftung verlassen zu haben. Als Begründung nannte Ivancheglo mögliche Interessenkonflikte mit seiner derzeitigen Tätigkeit. Ohne genauer auf seine laufenden Projekte einzugehen, bestätigte er, weiterhin an Qubic und Aigarth zu arbeiten.

Qubic ist ein Quorum basiertes Berechnungsprotokoll, das IOTA verwendet, um Orakel und intelligente Verträge zu bauen, während Aigarth eine darauf basierende KI-Software ist.

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David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schiener und Serguei Popov haben IOTA 2015  gegründet. Die Stiftung beaufsichtigt die Entwicklung der Technologie.

Sergey Ivancheglo bleibt unabhängiger IOTA-Entwickler

Laut IOTA-Mitbegründer David Sønstebø hatte Ivancheglo, der weniger als ein Jahr im Vorstand war, seinen Rücktritt aus der IOTA-Stiftung für einige Zeit geplant. Der Austritt von Ivancheglo im Juni aus der IOTA-Stiftung scheint durch Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Unternehmens ausgelöst worden zu sein. Sønstebø veröffentlichte eine Stellungnahme von Ivancheglo, in der er seine Gründe für den Austritt erläuterte.

“Ich glaube nicht mehr, dass die IOTA-Stiftung der beste Rahmen für mich ist, um zu realisieren, was wir bereits 2014 und 2015 schaffen wollten”, sagte Ivancheglo entsprechend der Mitteilung von Sønstebø.

“Darüber hinaus sehe ich mein Recht auf freie Meinungsäußerung beschränkt, wenn meine Äußerungen immer wieder zu unfaire Angriffen gegen die IOTA-Stiftung führen. Da tut mir sehr leid. Ich vertrete mich selbst und nur mich selbst, wenn ich mich über persönliche Medien wie Twitter ausdrücke.”

Seit der Ankündigung von Ivancheglo ist der Preis von MIOTA um rund 5,5 Prozent gesunken – von 0,28 US-Dollar auf 0,26 US-Dollar. Im Vergleich zum Kursrutsch nach Platzen der Krypto-Blase im Jahr 2018 ein eher zu vernachlässigender Preisverfall.

IoT Zahlungssystem

IOTA bietet eine sichere Kommunikation und Zahlung zwischen zwei Maschinen im Internet der Dinge (IoT). Die Transaktionen sollen schnell, ohne hohen Rechenaufwand und ohne Kosten erfolgen.

Anders als etwa Bitcoin, verwendet IOTA dazu keine Blockchain auf Basis einer verketteten Liste. Transaktionen werden stattdessen in einem gerichteten azyklischen Graphen – oder auch Tangle erfasst. Dadurch sollen Transaktionskosten verringert und besser skalierbar werden als bei Blockchain-basierten Kryptowährungen.

IOTA ist in seiner momentanen Form keine dezentrale Währung, die Sicherheit des Systems basiert teilweise auf einer zentralen Instanz, dem sogenannten Koordinator. Langfristig will das Projekt aber auf diesen zentralen Koordinator verzichten.

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