Sahra Wagenknecht, Elmar Brok: Warnung vor Bitcoin

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/bitcoin-soap-bubble-on-video-card-767047972?src=g3McnIEbubuZJ2Rm5Ox5UQ-1-1

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Mehrere Politiker haben am gestrigen Donnerstag eindringlich vor dem Bitcoin gewarnt. Zwei Abgeordnete der Linken mahnten, der Bitcoin-Hype nähre die Illusion, man könne damit gänzlich ohne Arbeit reich werden. Dies sei aber nur den Vermögenden oder Betrügern vergönnt. Warnende Töne kamen auch vom Chef der japanischen Notenbank, Haruhiko Kuroda ebenso vom CDU-Europaabgeordneten Elmar Brok, der befürchtet, dass die Leute dabei „ihre Häuschen verlieren“ könnten.

Die zwei Abgeordneten Fabio De Masi und Sahra Wagenknecht fühlten sich gestern dazu bemüßigt, im Handelsblatt vor neuartigen Anlageformen zu warnen. Heftige Kurseinbrüche beim Bitcoin würden auch für die Stabilität des gesamten Finanzmarktes eine Gefahr darstellen, so die beiden Politiker der Linksfraktion. Sie kritisieren insbesondere die Erlaubnis der US-Finanzaufsicht, seit einigen Tagen mittels emittierter Futures auf den Kurs des Bitcoin wetten zu dürfen. Dieser sorge nicht für mehr Sicherheit, sondern für das Gegenteil, glauben sie. Dennoch gebe es gute Gründe, das Geldsystem nicht alleine der Kontrolle der Banken zu überlassen. Der Bitcoin sei nichts weiter als eine weitere Finanzblase, die früher oder später platzen werde. Dadurch könne es in der Folge im EU-Raum zu einem „rapiden Werteverfall bei Aktien, Anleihen oder auch Immobilien“ kommen. Kryptowährungen sehen De Masi und Wagenknecht nicht als Alternative zu zentralen Geldsystemen an. Im Gegenteil: „Sie dienen der totalen Privatisierung des Geldes, was immer wieder in Krisen mündet“, glauben die beiden Politiker.

Haruhiko Kuroda sieht den BTC als Spekulationsobjekt


Ins gleiche Horn blies gestern auch Haruhiko Kuroda, der Chef der japanischen Notenbank. Für ihn sei der BTC ein „Spekulationsobjekt“. Der derzeitige Kurs wirke auf ihn „abnormal hoch“. Weil sich der Bitcoin nicht wie ein normales Zahlungsmittel verhält, würden ihm viele Fachleute den Status einer Währung absprechen.

Elmar Brok: Wenn Lieschen Müller mit Kryptowährungen ihr Haus verzockt

Der konservative Europapolitiker Elmar Brok sorgt sich um die Ersparnisse der Bürger, die diese bei neuartigen Anlagen verlieren könnten. Derzeit gebe es viele Leute mit einem kleinen Vermögen, die auf das schnelle Geld hoffen würden. Bei einem Misserfolg würde die Politik beschimpft, weil sie nicht verhindert habe, dass die Leue dabei „ihre Häuschen verlieren“, sagte Brok. Andererseits könne es auch nicht angehen, „dass die Gierigen sich vom Staat entschädigen lassen“, weswegen er öffentlich für klare Auflagen und Transparenzregeln plädiert. Warnhinweise müssten derart deutlich sein, dass selbst „Lieschen Müller“ Bescheid weiß, dass sie leer ausgeht, sollte ihre Spekulation nach hinten losgehen. Zudem vermisst der Merkel-Vertraute einen realen Wert im Bitcoin. Als im 17. Jahrhundert am Ende der Tulpenmanie, der weltweit ersten gut dokumentierten Spekulationsblase, der Kurs ins Bodenlose fiel, hätten die Leute wenigstens noch ihre (wenn auch wertlosen) Tulpen gehabt. Beim Bitcoin hätte man als Gegenwert gar nichts mehr in der Hand.

Wofür Brok einsteht, klingt stark nach dem plakativen Warnhinweis, der EU-weit zwingend auf jeder Zigarettenschachtel aufgedruckt werden muss. Die Zeit wird zeigen, welche Maßnahmen sich die Europapolitiker noch zum Schutz ihrer Bürger vor dem Handel mit Kryptowährungen einfallen lassen. Bleibt zu hoffen, dass man die Anleger dann in gleicher Weise vor allen anderen spekulativen Geschäften warnen wird, wie vor dem Handel mit BTC & Co. Doch eine Gleichbehandlung der EU aller spekulativen Geschäfte ist wahrscheinlich schon wieder zu viel verlangt, oder?

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