Mandeln statt Bitcoin: Australiens größte Bank CBA verwendet Blockchain

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Auf der Blockchain kann man nicht nur Bitcoin verwalten. So hat die australische Commonwealth Bank (CBA) am 24.7. den erfolgreichen Abschluss eines Blockchain-Experiments verkündet. In Kooperation mit fünf nationalen und internationalen Supply-Chain-Firmen wurden 17 Tonnen Mandeln aus dem australischen Victoria nach Hamburg verschickt. Als Basis für den “Trade-chain Experiment” getauften Versuch diente dabei die Ethereum-Plattform. Daneben spielte das Internet der Dinge (IoT) eine wichtige Rolle.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Phillip Horch

Dass die Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie sich nicht im Bankwesen und auf Bitcoin erschöpfen, ist hinlänglich bekannt. Vor allem die Logistikbranche konnte in den letzten Monaten mit vielen innovativen Projektideen glänzen. Ideen, die im Gegensatz zu vielen anderen teilweise auch in der Praxis erprobt werden. Die Logistik hat die Banken in diesem Bereich überholt. Nicht gegen, sondern miteinander lautete indes das Credo bei der branchenübergreifenden Zusammenarbeit der CommBank und ihrer Partner aus Landwirtschaft, Logistik und IT.

Die Plattform hat zum Ziel, drei Schlüsselbereiche des Welthandels zu digitalisieren: Finanzierung, Produktion und Dokumentation.


Chris Scrougall von der CBA sieht in dem Projekt einen Weg, den bürokratischen Aufwand für alle beteiligten Firmen zu verringern, wovon letztendlich auch die Kunden profiteren würden:

“Unser blockchainbasiertes, globales Handelsplattform-Experiment hat die Idee einer modernen Lieferkette, die agil, effizient und transparent ist, zum Leben erweckt. Wir glauben, dass Blockchain unseren Partnern helfen kann, den Verwaltungsaufwand für ihr Unternehmen zu reduzieren und ihren Kunden erstklassige Dienstleistungen zu bieten”

Der smarte Container

Zu der von Scrougall angesprochenen Transparenz trug die Implementierung von IoT-Technologie einen gewichtigen Anteil bei. Die australische Tech-Firma LX Group zeichnete für die Versorgung des Projektes IoT-Hard- und Software verantwortlich. So verfügte der Container mit dem Marzipanrohstoff über insgesamt vier IoT-Geräte, die den Zustand der Ware überwachten. So konnten die beteiligten Partner zu jedem Zeitpunkt die Transportbedingungen (z.B. Temperatur und Luftfeuchtigkeit) abrufen.

Die Plattform auf Ethereum-Basis ermöglichte den Partnern ferner den Zugriff auf zollrelevante Dokumente wie Herkunftsnachweise und Frachtbriefe. Schließlich weist die CBA darauf hin, dass sie sich keineswegs auf die Ethereum-Blockchain eingeschossen hat, sondern auch anderen Plattformen gegenüber aufgeschlossen bleibt.

Bereits im Juni machte die CBA Schlagzeilen — allerdings waren diese weniger schmeichelhaft. Die Commenwealth Bank musste wegen Verstoßes gegen die australischen Anti-Geldwäsche-Gesetze mehrere hundert Millionen australische Dollar Strafgeld zahlen. Sie versäumte, verdächtige Transaktionen zu melden. Die Hinwendung zu Blockchain und Smart Contracts könnte der CBA dabei helfen, solche Kosten in Zukunft zu vermeiden.

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