Kommt die Bitcoin-Regulierung? EU-Finanzminister bereiten Treffen vor

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Die Wirtschafts- und Finanzminister der Europäischen Union treffen in der nächsten Woche in Wien zu einer informellen Tagung zusammen. Neben aktuellen wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen wollen sie sich dort auch mit dem Thema Kryptowährungen und deren Regulierung auseinandersetzen. Damit rückt eine mögliche Regulierung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen etwas näher.

Seit dem ersten Juli 2018 nimmt Österreich den Ratsvorsitz der Europäischen Union ein. In dieser Funktion fällt dem Land die Rolle zu, die Wirtschafts- und Finanzminister der 28 EU-Staaten einzuladen und deren Treffen auszurichten. So kommt es nun am 7. und 8. September in Wien zu einer informellen Tagung, bei der die Regierungsmitglieder bereits Positionen bestimmen und Gemeinsamkeiten ausloten werden.

Kryptoregulierung steht auf der Agenda


Nach Informationen, die der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegen, sollen bei dem Treffen auch Bitcoin und andere Kryptowährungen auf der Agenda stehen. So sollen die Finanzminister der EU-Staaten gemeinsam mit den Zentralbankchefs vor allem die drohenden Risiken ins Auge nehmen, die durch die steigende Popularität und Adaption von Kryptowährungen für das traditionelle Finanzsystem auftreten.

So wird die mangelnde Transparenz der Krypto-Ökosysteme als ein Hauptkritikpunkt aufgeführt. Auch der Missbrauch von Kryptowährungen zu kriminellen Zwecken steht außerdem im Fokus der Diskussionen. Der grundlegende Tenor der Agenda legt also nahe, dass die staatlichen Vertreter eine eher harte Linie gegenüber Kryptowährungen anwenden wollen.

Was bedeutet das für die europäische Kryptoszene?

Eine klare Regulierung, die das europäische Krypto-Ökosystem in eine geordnete Bahn lenkt, muss allerdings nicht zwingend negative Auswirkungen haben. Gerade das Beispiel Japan, wo die Finanzmarktaufsicht Lizenzen für Kryptobörsen verteilt hat, die die KYC- und AML-Richtlinien erfüllen, zeigt, dass es für nachhaltiges Wachstum förderlich ist, klare Vorgaben zu machen.

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Dennoch sind klare Richtlinien für eine Regulierung von Bitcoin und andere Kryptowährungen auf kurze Hinsicht unwahrscheinlich. Da die Minister zunächst zu einem informellen Treffen zusammenkommen und Regularien in der Regel ihre Zeit brauchen, bis sie ausgearbeitet sind, wird es mit der Regulierung von Bitcoin wohl noch etwas dauern.

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