Nach US-Angriff 

Jetzt wehrt sich Hyperliquid gegen die Wall Street

Hyperliquid gerät ins Kreuzfeuer der TradFi-Firmen, die ein hartes Durchgreifen fordern. Jetzt meldet sich der Derivatemarkt selbst zu Wort .

Daniel Hoppmann
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Mehrere Coins von Hyperliquid hintereinander aufgereiht.

Beitragsbild: Shutterstock

| Ein neuer Konflikt zwischen Krypto und TradFi bahnt sich an

Den kometenhaften Aufstieg Hyperliquids scheint an der Wall Street zunehmend für Nervosität zu sorgen. Wie BTC-ECHO berichtete, fordern die Derivatebörsen CME und ICE härtere Regulierungen der USA.

Besonders im Fokus steht der Handel mit Öl-Perpetuals. Laut Daten des Analyseunternehmens Artemis stieg das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der entsprechenden Kontrakte im April auf mehr als 700 Millionen US-Dollar. Vor der Eskalation des Iran-Konflikts habe das Volumen noch bei wenigen Millionen US-Dollar pro Tag gelegen. Beobachter aus der Branche sehen darin ein Zeichen dafür, dass Hyperliquid zunehmend Einfluss auf die Preisfindung klassischer Rohstoffmärkte gewinne.

ICE-Manager Trabue Bland sieht darin ein Problem. Gegenüber Bloomberg erklärte er: “Wenn etwas die Integrität globaler Benchmarks beeinflussen könnte und komplett außerhalb regulatorischer Aufsicht stattfindet, dann ist das problematisch.”

Nun meldet sich die Krypto-Derivatebörse zu Wort und wehrt sich gegen die Vorwürfe. In einem X-Post erklärte sie, die Bedenken seien “unbegründet”.

Parallel dazu sucht Hyperliquid offenbar aktiv den politischen Schulterschluss in Washington. Mitgründer Jeff Yan erklärte auf X, man habe sich mit US-Politikern getroffen, um über regulatorische Wege zur Integration von Onchain-Derivatemärkten in den amerikanischen Finanzrahmen zu sprechen. Dabei sei es unter anderem um die Vorteile dezentraler Märkte und die weltweit steigende Nachfrage nach Onchain-Trading gegangen.

Hyperliquid soll sich bei CFTC registrieren

CME und ICE drängen deshalb offenbar darauf, dass Hyperliquid sich bei der CFTC registrieren muss. Wie Bloomberg berichtet, hätten die Handelsplätze bereits Gespräche mit der Aufsichtsbehörde geführt. Sollte die den Bitten der Unternehmen folgen, wären damit auch strengere Vorgaben zur Marktüberwachung sowie zur Identifizierung von Kunden verbunden.

Dennoch sorgte die Nachricht für Verunsicherung bei Anlegern, die direkt in den Token des Derivatemarktes investiert hatten. Als die Nachricht über das Vorgehen der Wall Street gegen Hyperliquid publik wurde, gab der Hype-Kurs über 10 Prozent ab.

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