Kommentar zum Savedroid PR-Desaster: Krypto-Pädagogik geht anders

Quelle: Nucelar War via Shutterstock

Kommentar zum Savedroid PR-Desaster: Krypto-Pädagogik geht anders

Es ist kein Geheimwissen, dass viele Blockchain-Start-ups, die ein ICO durchführen, wenig Substanz haben, wenn nicht gar betrügerische Absichten verfolgen. Darauf regelmäßig hinzuweisen, um auch weniger krypto-affine Investoren zu sensibilisieren, ist absolut nachvollziehbar. Der PR-Stunt von Savedroid hingegen nicht.

Im Falle von Savedroid sich selbst im Rahmen eines PR-Gags als Scam zu inszenieren, ist hingegen daneben – BTC-ECHO hatte drüber berichtet. Die beabsichtigt pädagogische Wirkung verpufft angesichts des undifferenzierten Medienechos in der Tagespresse. Was nimmt der Leser einer großen Tageszeitung oder Wirtschaftsmagazins mit, der sich nicht tagtäglich mit der Krypto-Ökonomie beschäftigt? Finger weg von Kryptowährungen, alles nur Betrug. Genau dieses undifferenzierte Bild gilt es zu vermeiden, der Kryptomarkt ist nicht schwarz oder weiß. Es gibt innovative Blockchain-Start-ups, die das Zeug haben, einen wirklichen Mehrwert zu schaffen und es gibt die schwarzen Schafe, die Luftschlösser kreieren, um schnell Kasse zu machen.

Verlässlichkeit unerlässlich

Losgelöst vom Imageschaden für die gesamte Kryptobranche darf nicht vergessen werden, dass es um viel Geld geht. 53 Millionen US-Dollar eingesammeltes Kapital sind kein Pappenstiel. Investoren und beteiligte Akteure sind auf die Verlässlichkeit von Savedroid angewiesen. Entsprechend verständlich der Twitter-Post vom Bankhaus Frick, das als Partner von Savedroid für die treuhänderische Verwahrung zuständig sind:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klare Message: Der PR-Stunt war absolut unprofessionell – die Telefonleitungen beim Bankhaus Frick dürften in den letzten Stunden geglüht haben.

Verständlich, schließlich möchten Investoren ihre Einlagen in Sicherheit wissen. Jedes Blockchain-Start-up trägt Verantwortung für die Außenwirkung der Kryptobranche. Wenn wir wollen, dass institutionelle Investoren und große Unternehmen sich für Kryptowährungen öffnen, dann sollten solche Aktionen vermieden werden. Wir wollen ernstgenommen werden, so werden wir es nicht.


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