"Auf Hebeleffekten basierende Geschäftsmodell steht unter Druck" 

Grayscale warnt: Strategy könnte bald keine Bitcoin mehr kaufen

Der Vermögensverwalter Grayscale sieht die Kaufkraft von Strategy schwinden. Nach dem ersten Bitcoin-Verkauf seit Ende 2022 könnte der einst größte Unternehmenskäufer der Kryptowährung künftig eine deutlich kleinere Rolle am Markt spielen.

Dominic Döllel
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Michael Saylor sitzt in einem Sessel vor einem Hintergrund aus einer großen roten Bitcoin-Münze und einem Kurschart mit roten und grünen Candlesticks. Er trägt einen dunklen Anzug, ein weißes Hemd und eine orangefarbene Krawatte. Sein ernster Blick und die Darstellung des volatilen Kryptomarkts im Hintergrund vermitteln eine angespannte, finanzmarktbezogene Atmosphäre. Die Bildmontage verbindet die Person visuell mit dem Thema Bitcoin und Kryptowährungen.

Beitragsbild: picture alliance und Shutterstock I Fotomontage

| Was plant Michael Saylor jetzt – und wie reagiert der Bitcoin?

Strategy dürfte nach Einschätzung von Grayscale künftig weniger Möglichkeiten haben, seine Bitcoin-Bestände weiter auszubauen. Darauf weist Zach Pandl, Head of Research beim Vermögensverwalter, in einer aktuellen Analyse hin. Als Grund nennt er die derzeitigen Kurse der Strategy-Aktien MSTR und STRC, die die Finanzierung zusätzlicher Bitcoin-Käufe erschweren könnten.

Erster Bitcoin-Verkauf seit 2022

Für Aufmerksamkeit sorgte in dieser Woche ein Verkauf von 32 Bitcoin im Wert von rund 2,5 Millionen US-Dollar. Strategy hatte die Transaktion selbst bekannt gegeben. Gemessen am Gesamtbestand von 843.706 Bitcoin fällt der Verkauf zwar kaum ins Gewicht, dennoch wertet Pandl den Schritt als Belastungsfaktor für die ohnehin angespannte Marktstimmung.

Im Mittelpunkt steht dabei auch Strategys Vorzugsaktie STRC. Das Wertpapier wurde ursprünglich so konzipiert, dass es nahe der Marke von 100 US-Dollar gehandelt wird. Seit Mitte Mai notiert die Aktie jedoch unter diesem Niveau. Nach Ansicht von Grayscale könnte das den finanziellen Druck auf das Unternehmen erhöhen.

Bitcoin braucht neue Käufer

Pandl sieht die Entwicklung nicht nur als Herausforderung für Strategy, sondern auch für den Bitcoin-Markt insgesamt. Das stark auf Bitcoin ausgerichtete und fremdfinanzierte Geschäftsmodell des Unternehmens stehe derzeit unter Druck, was sich auch in einer höheren Marktvolatilität widerspiegele.

Da Strategy in den vergangenen Jahren zu den größten Käufern der Kryptowährung zählte, könnte seine Rolle künftig kleiner ausfallen. Für eine nachhaltige Stabilisierung des Bitcoin-Kurses seien deshalb andere Investoren gefragt, die als zusätzliche Nachfragequelle auftreten.

“Kurz gesagt: Das auf Hebeleffekten basierende Geschäftsmodell von Strategy steht unter Druck, was die Volatilität des gesamten BTC-Marktes erhöht hat”, heißt es in der Mitteilung. “Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass Strategy – das in der Vergangenheit ein Netto-Käufer von BTC war – bei den aktuellen Aktienkursen von STRC und MSTR nur begrenzt in der Lage sein wird, weitere Token zu erwerben”, so Pandl.

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