Der erstmals seit 2022 erfolgte Bitcoin-Verkauf von Strategy sorgt weiter für Diskussionen. Besonders Bitcoin-Kritiker Peter Schiff nutzt den Schritt von Michael Saylor für eine erneute Abrechnung mit dessen Unternehmensstrategie.
Strategy hatte diese Woche den Verkauf von 32 Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 77.135 US-Dollar bekannt gegeben. Der Erlös lag bei rund 2,5 Millionen US-Dollar. Trotz des Verkaufs bleibt das Unternehmen mit 843.706 BTC der größte börsennotierte Bitcoin-Halter.
Schiff sieht Saylor als Kurstreiber
Auf X widersprach Peter Schiff der Auffassung, der Verkauf von lediglich 32 Bitcoin habe den jüngsten Kursrückgang von Bitcoin ausgelöst. Stattdessen verweist er auf die langfristigen Auswirkungen von Saylors Kaufstrategie.
“Viele machen den Abverkauf von 32 Bitcoin durch Saylor dafür verantwortlich, dass der Kurs unter 62.000 Dollar gefallen ist”, schreibt Schiff. Tatsächlich seien es jedoch die massiven Bitcoin-Käufe von Strategy und den zahlreichen Nachahmern der sogenannten Bitcoin-Treasury-Strategie gewesen, die den Markt überhaupt erst auf das aktuelle Niveau gehoben hätten. Besonders scharf fällt sein Fazit aus: “Was Saylor gibt, nimmt Saylor auch wieder weg.”
Angekündigte Verkäufe machen Bitcoin nervös
Der Verkauf stößt auch in Teilen der Bitcoin-Community auf Kritik. Michael Saylor hatte in der Vergangenheit mehrfach erklärt, Bitcoin niemals verkaufen zu wollen. Zwar fällt das veräußerte Volumen gemessen am Gesamtbestand kaum ins Gewicht. Einige Marktbeobachter halten den Schritt dennoch für bemerkenswert, da Saylor weitere Verkäufe bereits in Aussicht gestellt hatte.
Nach Bekanntwerden der Transaktion gerieten sowohl Bitcoin als auch die Strategy-Aktie unter Druck. Bitcoin ist in den letzten sieben Tagen um rund 16 Prozent gefallen.
