Was viele befürchtet haben, ist nun eingetreten. Michael Saylors Firma Strategy hat erstmals seit 2022 Bitcoin verkauft. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC. Demnach stieß Strategy 32 Bitcoin zu je 77.135 US-Dollar ab und konnte so etwa 2,5 Millionen US-Dollar einnehmen. Nach wie vor verfügt Strategy mit 843.706 BTC über die größte Bitcoin-Treasury unter den börsennotierten Unternehmen.
Zum Zeitpunkt des Schreibens äußerten sich Strategy und Michael Saylor noch nicht zu den Verkäufen.
Schon seit Wochen hatten sich die Anzeichen für einen Verkauf gemehrt. Mit einem etwas bizarren KI-Video versuchte Michael Saylor, seine Anhängerschaft im Vorfeld auf den Schritt vorzubereiten. In einem späteren Interview erklärte er, die Verkäufe dienten dazu, finanzielle Verpflichtungen und Dividendenzahlungen zu erfüllen.
Dennoch fielen die Reaktionen eher negativ aus. Viele Nutzer werfen Saylor Wortbruch vor. Der Strategy-Gründer hatte immer wieder versprochen, “niemals Bitcoin zu verkaufen”.
Das Gesamtvolumen der Veräußerung ist zwar relativ gering, einige Marktbeobachter vermuten, dass es sich hierbei um eine Testtransaktion handeln könnte. Weitere Verkäufe seien also möglich, auch weil Michael Saylor dies bereits in Aussicht gestellt hatte.
MSTR-Aktie und Bitcoin brechen ein
Und auch an den Märkten sorgte der Verkauf für Reaktionen. Bitcoin fiel nach Bekanntwerden um rund 2 Prozent. Zum Zeitpunkt des Schreibens notiert die Kryptowährung bei 71.680 US-Dollar. Über die letzten sieben Tage verlor BTC damit fast 8 Prozent an Wert.
Noch schlimmer trifft es jedoch MSTR, die hauseigene Aktie von Strategy. Zwischenzeitlich brach das Wertpapier um über 9 Prozent ein. Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt MSTR bei 146,38 US-Dollar.
