Schmerzhafte Verluste und rote Zahlen am Krypto-Markt soweit das Auge reicht. Vor allem die Bitcoin-Korrektur auf zeitweise weniger als 60.000 US-Dollar erregt derzeit die Gemüter, doch auch XRP-Anleger haben wenig Grund zur Freude, denn der Ripple-Coin handelt bei nur mehr 1,09 US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat die Krypto-Leitwährung schon 30 Prozent abgeben müssen, während der XRP-Kurs sogar um 41 Prozent einbrach.
Dabei hat Ripple Labs durchaus reale Erfolge zu verzeichnen, denn der RWA-Markt auf dem XRP Ledger stieg im ersten Quartal um 124,1 Prozent auf 2,25 Milliarden US-Dollar. Doch in einem von “extremer Angst” beherrschten Markt scheint das nicht zu genügen.
In einem X-Post betont der Analyst Cryptoinsightuk jetzt, dass XRP vor einer Trendwende stehen könnte. Demnach wurde ein Großteil der kurzfristigen Abwärtsliquidität bereits abgeholt, wobei oberhalb des aktuellen Kurses deutlich mehr Liquidität wartet. Unterdessen notiert der Daily RSI auf einem der überverkauftesten Niveaus der gesamten XRP-Geschichte.
Vergleichbare Werte habe es nur beim Corona Crash, am Tief des Bärenmarkts 2022 und beim lokalen Tief Anfang Februar gegeben. Bleibt Bitcoin fortan stabil, könnte XRP laut seiner Analyse daher kräftig nach oben ausbrechen und zumindest kurzfristig zum Top-Performer werden.
XRP Spot ETFs beweisen ihre Resilienz
Auch bei den Ripple-Indexfonds, die im November des vergangenen Jahres in den Handel starteten, zeigt sich eine positive Entwicklung. Trotz Bärenmarkt verzeichnen die XRP Spot ETFs von Bitwise, Canary, Franklin und Co. regelmäßig positive Nettozuflüsse auf Tagesbasis und konnten insgesamt bereits 1,43 Milliarden US-Dollar einsammeln.
Grayscale-Forschungsleiter Zack Pandl erklärt vor diesem Hintergrund, dass die XRP-Adoption letztendlich das Ausmaß erreichen könnte, das schon heute bei Bitcoin- und Ethereum-Produkten zu beobachten ist. Er schätzt, dass die Ripple-Produkte langfristig zwischen 5 und 6 Prozent des im Umlauf befindlichen Coin-Bestands halten könnten.

