It’s a Mindset – ein kühler Kopf in stürmischen Kryptozeiten

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It’s a Mindset – ein kühler Kopf in stürmischen Kryptozeiten

Nicht nur Bitcoin, das gesamte Krypto-Ökosystem ist aktuell recht turbulent – wie soll man sich jetzt und bei einem möglichen Kurssturz verhalten?

Vielleicht ging es dem einen oder anderen Leser diesen Sommer ähnlich: Die Bitcoin- und Altcoin-Kurse stiegen und stiegen im Juni und es war kein Ende zu sehen. Als der „große“ Kurssturz kam, waren einige schon fast erleichtert, bot doch dieser Gelegenheit zum Nachkauf. Im Zuge der in China ausgesprochenen Verbote und der negativen Äußerungen von Dimon wiederholte sich die Situation Ende August noch einmal.

Im aktuellen Kurseinbruch fragen sich viele, wie man sich verhalten soll. Der Bitcoin-Kurs ist über 10.000 US-Dollar gestiegen und hatte die 10.000 Euro fast erreicht. Selbst im Flash Crash ist der Kurs nicht unter 7.000 Euro gefallen, ein Wert, der vor wenigen Wochen noch unerreichbar schien und bewegt sich aktuell um die 8.000 Euro.

Diese jüngste, leichte Kurskorrektur machte viele nervös – dabei ist übrigens, langfristig betrachtet, nicht viel passiert:

Das sei nur nebenbei erwähnt. Motiviert von den Kursschwankungen erbat man von verschiedenen Stellen Handlungsanweisungen, wie man sich jetzt verhalten müsste, um dann möglichst viel Profit zu machen. Um ganz ehrlich zu sein: Das Rezept, wie man garantiert unglaubliche Profite in der aktuellen Kurssituation und einer Konsolidierung danach macht, haben auch wir von BTC-ECHO nicht. Natürlich geben wir in den Kursanalysen, in den Marktbetrachtungen und im Kryptokompass Einschätzungen über das Kursverhalten, das Handeln nehmen wir jedoch niemandem ab. In dieser Artikelreihe möchte ich jedoch bezüglich dieses Handelns einige grundsätzliche Hinweise geben.

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Eine Frage, der man nachgehen sollte, ist: Plane ich ein Langzeit-Investment oder bin ich ein Trader?

Nicht wenige neigen zu beidem. Kontrolliert kann man dies ja tun, jedoch sollte man diese beiden Ansätze strikt trennen, also einen Topf für das Langzeit-Investment, einen weiteren für das Trading haben. Tut man dies nicht, neigt man dazu, gerade das Trading halbherzig und emotionsgesteuert zu verfolgen. Das ist ein guter Weg, um Geld zu verlieren. Man springt dann emotional in Trades ohne wirkliche Strategie, lässt es dort liegen und ist am Ende enttäuscht, dass der Kurs um 20 % gefallen ist – hätte man doch weiter sein Geld in Bitcoin gelassen!

Um die Frage, die man salopp als „Trader vs Holder“ bezeichnen kann, für sich selbst zu klären, ist zunächst eine weitere Frage zu beantworten: Wie viel Zeit habe ich? Für Berufstätige ist der Ansatz des Langzeitinvestors häufig besser; man legt regelmäßig Geld an und freut sich an der Akkumulation. Sollte es mal zu den sieben mageren Jahren kommen, freut man sich daran, dass man aktuell billig einkaufen kann.

Als Trader muss einem klar sein, dass Trading, solange man Positionen hält, ein Fulltime-Job ist. Sicher, man kann einiges über Stop Losses und Targets kontrollieren, aber sofern man kein Algorithmic Trading betreiben will, ist zumindest beim Wählen eines guten Eintrittsmoments und beim Aktualisieren von Stop Loss und Target etwas zu tun.

It is a Mindset – Wie man beim Handel mit Kryptowährungen einen Kurs wahrt

Ich habe den Eindruck, dass bei vielen einfach das Mindset nicht stimmig ist. „It’s a mindset“ brüllt nicht nur Eric Bugenhagen, sondern gilt sowohl im Trading als auch im Langzeit-Investment.

Zu diesem Mindset gehört in erster Linie eines: die Kontrolle über die eigenen Gefühle. Wenn man diese im Griff hat, wird man auch in der Lage sein, ein gutes Geld- und Risikomanagement zu entwickeln.

Gier und Angst stehen vielen im Weg. Man ärgert sich: Hätte man rechtzeitig alles verkauft und hätte man alles wieder rechtzeitig in Krypto gesteckt! Man wäre Millionär!

Das Problem ist, dass diese perfekten Momente meistens erst in der Rüchschau erkennbar sind. Natürlich können Trends, Indikatoren und Pattern, Supports und Resistances Handlungsanweisungen geben, aber oft ist es die eigene Gefühlslage, die vom Verkauf oder Einkauf abhält. Man wartet darauf, dass der Dip noch tiefer geht, dann wird man in Bitcoin investieren. Man wartet bis zum Ende der Rally, um beim Maximum zu verkaufen. Wenn man dann handelt, ist man oft unzufrieden – hätte man doch früher verkauft/gekauft!

Noch schlimmer ist es, wenn man impulsiv handelt – man bekommt mit, dass Bitcoin Cash dramatisch ansteigt, verkauft all sein Bitcoin zugunsten von Bitcoin Cash – und der Kurs fällt.

In beiden Fällen ist neben etwaigen Verlusten vor allem eines auffällig: Der Investor ruiniert sich seinen Tag.

Deshalb sei nochmal betont, dass man als erstes sein Mindset zurechtrücken sollte, so dass die Gefühle Angst und Gier einen nicht kontrollieren. Der klassische Rat “Investiere nicht mehr als Du verkraften kannst” ist nicht nur ein Tipp zur Prävention einer Privatinsolvenz, sondern vielmehr ein Tipp, um genau diese Fallstricke zu vermeiden. Man sollte sich deshalb überlegen, was man verschmerzen könnte.

Zum Mindset gehört, dass man nicht ohne Weiteres verkauft. Die Regel mag als Trader noch leicht anders sein als im Fall des Langzeitinvestors, aber wenn der Kurs dramatisch einbricht, verkauft man in beiden Fällen nicht nervös. Man schaut, ob es einen fundamentalen Grund für den Kursfall gibt oder ob es die üblichen Schwankungen sind. Ansonsten verkauft man, wenn man Kryptowährungen in Fiat umtauschen oder sie für Güter ausgeben will – sprich: wenn man sich was gönnen möchte oder (im Fall des Traders) meint, dass man sein Trading-Ziel erreicht hat.

Hinsichtlich des Mindsets wird man auch nach und nach merken, dass sich das Wahrnehmen von Gewinn und Verlust ändert: Kursgewinne sind natürlich etwas Angenehmes, doch im Fall von Kursverlusten wird man nicht nur das schwindende Portfolio, sondern vor allem auch Kaufgelegenheiten sehen. Diese Sicht sollte man kultivieren, da sie einem eine gewisse Ruhe in Zeiten des Kursfalls verschafft.

Soweit einige Gedanken zum Mindset. In weiteren Artikeln soll der Weg des Investors und des Traders noch genauer beleuchtet werden.

Buch Tipp:

An dieser Stelle sei auch das Buch “Investieren in Kryptowährungen – Dein Weg zum erfolgreichen Blockchain-Investment” empfohlen.

BTC-ECHO

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