Strategy-Chef Phong Le hat erstmals konkrete Bedingungen genannt, unter denen das Unternehmen Teile seiner Bitcoin-Reserven verkaufen würde. Im Interview mit CNBC erklärte der CEO, dass sich das Unternehmen zu diesem Schritt entschließen könnte, um Dividendenzahlungen zu finanzieren oder steuerliche Verpflichtungen zu decken.
“Wir glauben an Mathematik statt Ideologie”, sagte Le. Bitcoin-Verkäufe seien davon abhängig, ob diese im Vergleich zur Ausgabe neuer Aktien vorteilhafter für die Kennzahl mNAV – “Bitcoin pro Aktie” – und damit für die Aktionäre sei. Verkäufe würden laut Le nur erfolgen, wenn sie den Anteil der Bitcoin-Bestände pro Aktie langfristig erhöhen.
Die Aussagen folgen auf Kommentare von Unternehmensgründer Michael Saylor, der während eines Earnings Calls erklärt hatte, Strategy könne “wahrscheinlich etwas Bitcoin verkaufen”. Die Aussagen hatten innerhalb der Bitcoin-Community Diskussionen über mögliche Auswirkungen auf den Markt ausgelöst.
Strategy hält derzeit 818.334 Bitcoin im Wert von mehr als 66 Milliarden US-Dollar und ist damit das weltweit größte börsennotierte Bitcoin-Treasury-Unternehmen. Laut Le seien mögliche Verkäufe zu klein, um den Markt spürbar zu beeinflussen. Das tägliche Handelsvolumen von Bitcoin liege derzeit bei rund 60 Milliarden US-Dollar, die jährlichen Dividendenverpflichtungen des Unternehmens betragen etwas mehr als eine Milliarde US-Dollar.
