Grayscale-Umfrage: Über ein Drittel der US-Investoren zeigt Interesse an Bitcoin

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Grayscale-Umfrage: Über ein Drittel der US-Investoren zeigt Interesse an Bitcoin

Grayscale Investment, der größte Vermögensverwalter für Bitcoin, Ether & Co., lanciert optimistische Zahlen im Hinblick auf unangetastetes Krypto-Investmentpotenzial. Der Investorenstudie zufolge, könnte es alleine in den Vereinigten Staaten 21 Millionen Hodler geben.

Eine Umfrage der US-amerikanischen Krypto-Investmentfirma Grayscale hat zum Ergebnis, dass Bitcoin unter US-amerikanischen Anlegern begehrter ist als gemeinhin angenommen. Demnach zeigte jede/r dritte Befragte Interesse an einer Investition in die Kryptowährung Nr. 1.

In der gemeinsam mit Q8 Research – der Marktforschungsabteilung von Kuwait Petroleum – durchgeführten Studie wurden 1.100 Investorinnen und Investoren US-amerikanischer Nationalität befragt. Davon bekundeten 36 Prozent Interesse an einer Bitcoin-Investition. Auf dieser Grundlage gehen die Verfasser der Studie davon aus, dass in den USA rund 21 Millionen potenzielle Hodlerinnen und Hodler leben.

Allerdings fördert die Studie auch einen erheblichen Bedarf an Bitcoin-Bildung zutage. So geben 93 Prozent der Frauen und 84 Prozent der Männer an, dass sie einer Bitcoin-Investition gegenüber offen wären, wenn es bessere Informationsquellen zu dem digitalen Asset geben würde [BTC-ECHO hat sich bislang noch nicht internationalisiert, Anm. d. Red.].

Kaum ein Unterschied zwischen Bitcoin- und traditionellen Anlegern

Was die demografischen und politischen Charakteristika der Bitcoin-Investorenschar angeht, konnte die Studie keine signifikanten Unterschiede zwischen Krypto- und klassischen Investoren feststellen.

 

30 Prozent der Befragten stehen Bitcoin neutral gegenüber, während 34 Prozent eine Investition in die Kryptowährung explizit ausschließen. Die Gründe hierfür sind altbekannt: Nachrichten über folgenschwere Hacks von Krypto-Börsen haben eine abschreckende Wirkung.

Tatsächlich geben 75 Prozent der Befragten an, dass das kriminelle Image, das Kryptowährungen noch immer anhaftet, ausschlaggebend für die Abstinenz von Krypto-Investments sind. In der Teilmenge der Bitcoin-affinen Anlegerinnen und Anleger ist dieser Wert mit 68 Prozent indes kaum geringer.

Eins ist also klar: Der Krypto-Markt muss sich professionalisieren, andernfalls bleibt das Big Money vorerst fern.

Investoren sehen BTC als digitales Gold

„Knappheit generiert Wert“, heißt es in der Studie. Bitcoin-Investoren scheinen sich dieses Umstands gewahr. Schließlich gibt es laut Bericht eine große Schnittmenge von Investoren, die sowohl Bitcoin-Freund als auch Gold Bug sind. In Zahlen: 69 Prozent derjenigen Befragten, die ein Interesse an Bitcoin haben, sehen in seinem metallenen Pendant einen sinnvollen Investment Case.

Grayscale erklärt diese Korrelation mit „ähnlichen monetären Eigenschaften“ der beiden Güter. Demnach würden sowohl Gold als auch BTC als „alternative Wertspeicher“ dienen.

Diversifizierung leicht gemacht

Bitcoin hat ein asymmetrisches Risikoprofil, was das genau bedeutet, erklären wir an dieser Stelle ausführlicher. In kurz: Bitcoins annualisierte Rendite überkompensiert für entstandene Volatilitätsrisiken. Das heißt, dass bereits geringfügige Allokationen in Richtung BTC einen großen Einfluss auf die Gesamtperformance des Asset-Portfolios haben können.

Dies liegt nicht zuletzt auch an einer vergleichsweise geringen Korrelation zu anderen Assetklassen wie Wertpapieren oder Anleihen. Wer genau wissen will, wie es um die Korrelation mit dem Wertpapiermarkt aktuell bestellt ist, dem sei unsere aktuelle Ausgabe von „Bitcoin und traditionelle Märkte“ ans Herz gelegt.

Bei 1.100 Befragten ist eine statistische Signifikanz nicht zwangsläufig gegeben. Ob man aus den Angaben also tatsächlich folgern kann, dass es alleine in den USA 21 Millionen potenzielle Bitcoin-Investoren gibt, ist fraglich.

Nicht zuletzt wirft die Untersuchung etwas Licht ins Dunkel der Sorgen und Nöte, die potenzielle BTC-Anleger von einem Investment trennen. Demzufolge hapert es allen voran an einfachen On-Ramps, also Einstiegsmöglichkeiten in den Markt. Dies sollte in Verbindung mit guten Bildungsangeboten – und so schließt auch die Studie – die Mainstream-Adaption immerhin ein Stück näher bringen.

Die gesamte Studie findet ihr hier.

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