Doch keine Bitcoin-ETF-Absage? SEC möchte ETF-Entscheidungen überprüfen

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese arbeitet als Chief Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner im Discord-Channel von BTC-ECHO und pflegt als Speaker und Interviewer den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären.

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Quelle: shuttesrstock

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Nachdem die US-Börsenaufsicht SEC am 22. August neun Bitcoin-ETF-Anträge abgelehnt hat, möchte sie diese Entscheidungen nun doch noch mal einer Prüfung unterziehen.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Alexandra Bucurescu

Wie am 23. August berichtet, hat die Security and Exchange Commission, oder kurz SEC, die Anträge von drei Unternehmen – Proshares, GraniteShares und Direxion abgelehnt. Die Kommissare hatten mit 3:1 gegen einen weiteren Bitcoin-ETF-Antrag gestimmt.

Diese Entscheidung wurde nur einen Tag später in Frage gestellt. Brent Fields von der SEC schrieb an David De Gregorio von der New York Stock Exchange:

„Dieses Schreiben soll Ihnen mitteilen, dass die Kommission gemäß Artikel 43 I der Geschäftsordnung der Kommission, 17 CFR 20 I .43 1, die delegierte Maßnahme überprüfen wird. Gemäß Artikel 431 Buchstabe e) wird die Anordnung vom 22. August ausgesetzt, bis die Kommission etwas anderes anordnet.“

Die republikanische Kommissarin Hester Peirce, ebenfalls von der SEC, sieht in der ETF-Ablehnung eine Unterdrückung von Innovation. Aus ihrer Sicht überschreitet die SEC damit ihre Befugnisse. Denn der Fokus lag dabei auf Bitcoin selbst und nicht auf dem zu diskutierenden Derivat:

„Die Kommission beruft sich fälschlicherweise auf das Wertpapierbörse-Gesetz, das verlangt, dass die Regeln einer nationalen Wertpapierbörse darauf ausgerichtet sind, betrügerische und manipulative Handlungen und Praktiken zu verhindern. Es konzentriert seine Entscheidung nicht auf die zu notierenden ETPs, sondern auf den zugrunde liegenden Bitcoin-Spotmarkt. Gerade mit den an der BZX notierten und gehandelten ETPs wäre es möglich, den Markt zu überwachen und Manipulationen zu verhindern… Sollten wir letztendlich einen ETF auf Bitcoin genehmigen, könnten Investoren zu dem Schluss gekommen sein, dass diese Investition die Gütesiegel der SEC mit sich bringt, da die Kommission eine Due Dilligence vorweisen könnte.“

Es ist sicherlich nicht das erste Mal, dass eine Behörde eine zuvor „endgültige“ Entscheidung sehr kurzfristig wieder zur Diskussion stellt. Fest steht: Das viel diskutierte Thema ETF ist noch lange nicht vom Tisch.

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