Die Governance-Plattform Tally stellt nach sechs Jahren den Betrieb ein. CEO Dennison Bertram sieht dafür vor allem den sinkenden Regulierungsdruck in den USA verantwortlich.
Die Governance-Plattform Tally stellt nach sechs Jahren den Betrieb ein. CEO Dennison Bertram sieht dafür vor allem den sinkenden Regulierungsdruck in den USA verantwortlich.
Brad Garlinghouse berichtet von einem privaten Treffen mit Gary Gensler im Weißen Haus. Der frühere SEC-Vorsitzende habe sich demnach für seine Haltung gegenüber XRP entschuldigt.
Die SEC startet 2025 deutlich weniger Krypto-Verfahren als im Vorjahr – ein Signal mit Sprengkraft. Während Atkins "konsequentes Vorgehen" betont, sprechen Kritiker von einem gefährlichen Nachlassen der Aufsicht.
Wegen verschwundener Textnachrichten des früheren SEC-Chefs Gary Gensler hat der US-Kongress eine Untersuchung eingeleitet.
Ex-SEC-Chef Gary Gensler kritisiert Krypto erneut: Bitcoin habe seine Berechtigung, doch tausende Token seien wertlos und nur getrieben von Hype und Betrug.
Der Krypto-Industrie lehrte er das Fürchten, nun doziert der Ex-SEC-Chef wieder vor Studenten. Warum Gary Gensler im Hörsaal begeistert für Bitcoin werben könnte.
Gary Genslers Zeit im Krypto-Space ist nun vorbei. Der SEC kehrt der 67-Jährige den Rücken. Ihm folgt ein Krypto-Befürworter.
Bitcoin sei zwar ein hochspekulativer, volatiler Vermögenswert, könne aber in Zukunft eine Rolle spielen. Andere Projekte müssen sich erst beweisen, meint Gary Gensler.
Elon Musk will Hunderte Milliarden Dollar an Staatsausgaben einsparen. Folgen könnte das auch für die Kurse am Krypto-Markt haben.
Wer folgt auf den scheidenden SEC-Chef Gary Gensler? Die Frage erhitzt seit Wochen den Krypto-Space. Nun taucht ein neuer Name auf.
Robinhood-Chefjurist Dan Gallagher galt als heißer Kandidat für die Gensler-Nachfolge. Deshalb erteilt er der SEC jetzt eine Absage.

Eine Ära geht zu Ende. Der Vorsitzende der US-Wertpapieraufsicht, Gary Gensler, räumt den Tisch. Der Krypto-Sektor atmet auf.
Als erste Amtshandlung versprach Donald Trump dem Krypto-Sektor, SEC-Chef Gary Gensler zu entlassen. Doch kann er das überhaupt? Und wer könnte nachrücken?
Tyler Winklevoss lässt ordentlich Dampf ab. Gary Gensler habe als SEC-Chef auf ganzer Linie versagt, meint der Gemini-Mitgründer.
Trump will die SEC neu besetzen, der Chef räumt wohl schon den Tisch. Um eine Klage von rund 18 Bundesstaaten muss sich Gary Gensler aber noch kümmern.
Die SEC will im Rechtsstreit mit Kraken die Verteidigungsargumente der Krypto-Börse zurückweisen lassen. Was die Gensler-Behörde beabsichtigt.

Wegen des Handels von unregistrierten Wertpapieren verklagt die SEC den Krypto-Market-Maker Cumberland. Innerhalb der Behörde kommt es zu Unstimmigkeiten.
Sollte Ex-Präsident Donald Trump die US-Wahl gewinnen, dürften die Tage von Gary Gensler als SEC-Chef gezählt sein. So bullisch sind seine potentiellen Nachfolger für Krypto.
Gensler trat sein Amt mit einem klaren Standpunkt an: Viele Kryptowährungen könnten nach bestehendem US-Recht als Wertpapiere eingestuft werden und wären damit der Aufsicht der SEC unterworfen. Krypto-Plattformen, die Token handeln, die als Securities eingestuft werden könnten, müssten sich bei der Behörde registrieren lassen. Diese Position fasste er in dem oft zitierten Satz zusammen: “The law is clear.”
Kritiker aus der Krypto-Industrie warfen Gensler einen Ansatz der “Regulation by Enforcement” vor: Statt klare Regeln für die Branche zu formulieren, setzte die SEC unter seiner Führung auf Klagen und Durchsetzungsmaßnahmen. Befürworter hielten dagegen, dass der Kongress seiner Pflicht zur Schaffung eines Krypto-Regulierungsrahmens nicht nachgekommen sei und die SEC auf Basis bestehender Gesetze handeln müsse.
Unter Gensler leitete die SEC eine Reihe von Verfahren gegen führende Krypto-Unternehmen ein. Im Februar 2023 wurde Kraken verpflichtet, sein US-Staking-Programm einzustellen und 30 Mio. US-Dollar Strafe zu zahlen. Im Juni 2023 klagte die SEC gleichzeitig gegen Binance und Coinbase wegen des Betriebs als unregistrierte Wertpapierbörsen. Die Klage gegen Ripple wegen des XRP-Tokens wurde 2020 vom Vorgänger eingereicht und unter Gensler fortgeführt.
Einen empfindlichen Rückschlag erlitt die SEC im August 2023: Das US-Berufungsgericht für den DC Circuit urteilte, die Ablehnung von Grayscales Bitcoin-ETF-Antrag sei “willkürlich und eigenmächtig” gewesen. Dieses Urteil zwang die SEC zur Neubewertung. Am 10. Januar 2024 genehmigte Genslers SEC elf Bitcoin-Spot-ETFs gleichzeitig. Kurz nach dem FTX-Kollaps im November 2022 wurde die SEC zudem dafür kritisiert, den Betrug nicht früher erkannt zu haben, obwohl Gensler persönliche Treffen mit SBF abgehalten hatte.
Gensler trat am 20. Januar 2025 zurück, dem Tag der Amtseinführung von Donald Trump. Damit endete eine Amtszeit, die die Krypto-Industrie wie keine andere SEC-Führung zuvor geprägt hatte. Paul Atkins, der im April 2025 als neuer SEC-Vorsitzender bestätigt wurde, leitete umgehend eine Neubewertung laufender Krypto-Verfahren ein. Mehrere unter Gensler gestartete Klagen wurden pausiert, neu bewertet oder teilweise eingestellt.
Genslers Erbe ist umstritten. Befürworter sehen in seiner Amtszeit einen konsequenten Versuch, bestehende Anlegerschutzgesetze auf neue Technologien anzuwenden. Kritiker halten die zahlreichen Klagen für eine regulatorische Überreaktion, die Innovation in den USA erschwert und Unternehmen zur Verlagerung ins Ausland bewogen habe. Sein MIT-Kurs über Blockchain-Technologie gilt als Beleg, dass er die Technik verstand, sie dennoch streng regulieren wollte.
Gary Gensler war von April 2021 bis Januar 2025 Vorsitzender der US-Wertpapieraufsicht SEC. Davor arbeitete er 18 Jahre bei Goldman Sachs und leitete die CFTC unter Obama. Am MIT lehrte er Blockchain und Fintech. Seine Amtszeit als SEC-Chef ist vor allem durch konfrontative Klagen gegen Krypto-Unternehmen in Erinnerung geblieben.
Gensler vertrat die Position, dass viele Kryptowährungen nach US-Recht als Wertpapiere eingestuft werden könnten und sich die dazugehörigen Plattformen bei der SEC registrieren müssen. Statt klare Regeln zu formulieren, setzte er auf Klagen. Kritiker sahen darin einen Ansatz der “Regulation by Enforcement”, der Rechtsunsicherheit schuf und Innovation in den USA erschwerte und Unternehmen zur Verlagerung ins Ausland bewegte.
Gensler wandte den Howey-Test an, den US-Standard zur Prüfung, ob ein Vermögenswert ein Wertpapier ist. Demnach seien viele Token, die mit der Erwartung auf Gewinn durch die Arbeit Dritter erworben werden, als Securities einzustufen. Bitcoin betrachtete Gensler wiederholt nicht als Wertpapier, da kein zentrales Unternehmen dahinter steht.
Unter Gensler leitete die SEC Verfahren gegen Kraken (Staking-Programm, Feb. 2023), Binance (unregistrierte Wertpapierbörse, Juni 2023), Coinbase (unregistrierte Wertpapierbörse, Juni 2023) und zahlreiche weitere Krypto-Projekte ein. Der Ripple-Prozess wurde unter seinem Vorgänger begonnen und unter Gensler fortgeführt.
Im August 2023 verlor die SEC einen Rechtsstreit gegen Grayscale: Das Berufungsgericht urteilte, die wiederholte Ablehnung von Grayscales Bitcoin-ETF-Antrag sei rechtswidrig. Dieses Urteil zwang die SEC zur Neubewertung ihrer Ablehnungspraxis. Am 10. Januar 2024 ließ Genslers SEC elf Bitcoin-Spot-ETFs gleichzeitig zu.
Gary Gensler trat am 20. Januar 2025 zurück, dem Tag der Amtseinführung von Donald Trump. Ein freiwilliger Rücktritt vor dem Amtsantritt des neuen Präsidenten war angesichts der klaren Differenzen in der Krypto-Politik erwartet worden. Als Nachfolger nominierte Trump Paul Atkins, der im April 2025 vom Senat bestätigt wurde.
Gary Gensler lehrte von 2018 bis zu seiner SEC-Nomination am MIT Sloan School of Management. Sein Kurs “Blockchain and Money” behandelte die technischen Grundlagen von Blockchain-Technologie, Kryptowährungen und deren regulatorische Implikationen. Aufzeichnungen des Kurses sind öffentlich zugänglich und zeigen seine intensive Beschäftigung mit Blockchain-Technologie.
Paul Atkins gilt als deutlich kryptofreundlicher als sein Vorgänger. Nach seiner Bestätigung im April 2025 leitete er eine Neubewertung laufender Krypto-Verfahren ein. Mehrere unter Gensler gestartete Klagen wurden pausiert, neu bewertet oder teilweise eingestellt. Die SEC unter Atkins signalisiert eine stärker auf Dialog und klare Regelgebung ausgerichtete Krypto-Politik.